Die Kriege gegen Iran und Libanon haben die Schlagzeilen über den Gaza-Krieg verdrängt. Dabei hat sich dort kaum etwas verbessert seit dem vor sieben Monaten vereinbarten Waffenstillstand, das sagt Leonhard Scharfenberg der gerade für die SS aus Tel Aviv berichtet. Sie hören den SS Nachrichtenpodcast auf dem Punkt am Mikroslaas langenau. herzlich willkommen!
Von Sizilien aus haben sich vergangene Woche wieder dutzende Hilfstiffe auf den Weg gemacht in Richtung des abgeregelten Gaserstreifens Und wieder hat die israelische Marine den Großteil der Schiffe nach ein paar Tagen gestockt in internationalen Gewässern nahe Kreter. Dutzend Aktivisten wurden von den Israelis vorläufig festgenommen, darunter auch Deutsche.
Das war absehbar Aber die Aktion sollte auch die Scheinwerfer wieder auf den Gaserstreifen lenken Ein Gebiet das angesichts neuer Kriege im Nahen außen und Hintergrund gerückt ist. Etwa zwei Millionen Menschen leben in diesen Küstenstreifen Nach wie vor unter katastrophalen Bedingungen Beklagen Hilfsorganisationen. Laut Ärzte ohne Grenzen zum Beispiel nutzen israelische Behörden den Zugang zu Wasserhalswaffen und setzen Angriffe, trotz der im Oktober vereinbarten Waffenruf fort.
Über die Situation in Gaza spreche ich jetzt mit meinem Kollegen Leonhard Schafenberg mal etwa fünfzig Kilometer entfernt in Tel Aviv. Na ja, eigentlich in der zweiten bzw. hat die auch noch nicht so richtig begonnen. Im ersten Prozess ging es erst mal darum, die akute Gewalt zu stoppen.
Jetzt geht's um die Demilitarisierung des Gasastreifen auf der einen Seite also auch die Entwaffnung der Hamas und auf der anderen Seite auch den Einsatz dieser Stabilisierungsgruppe für die verschiedenen Nationen zum Beispiel Indonesien, die Mitglieder des Boards of Peace von Trump sind Soldaten schicken sollen. das ist bis jetzt noch nicht passiert Und es geht eben auch um den schrittweisen Rückzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen.
Dann soll da ein Komitee von fünfzehn palästinensischen Technokraten eingesetzt werden, die so den Day to day Business in Gaza erst mal verwalten. All diese Dinge sind noch nicht passiert. Es gibt Verhandlungen, die in Ägypten momentan stattfinden. Die letzten waren vor zwei Wochen wo dann die Hamas Vertreter mit Ägyptem verhandeln und Israelvertretern hinschickt reden nicht direkt miteinander sondern immer vermittelt.
Es ist allerdings gerade nicht wirklich damit zu rechnen, dass sich da in längster Zeit viel ändern wird. Woran hat es denn? Was sind dann die Position von Israel und der Hamas? Die Hamas hat kein Interesse daran, sich entwaffnen zu lassen. Das würde ihr eine großen Anteil ihrer politischen Macht nehmen. Und gleichzeitig hat das auch fast eine identitäre Bedeutung. Netanyahu hat gleichzeitig überhaupt keinen Interesse dran, Kompromisse mit der Hamaz zu machen.
Er befindet sich mitten im Wahlkampf. Im Oktober wird in Israel ein neues Parlament und damit auch eine neue Regierung gewählt Und gleichzeitig gibt es die Kriege mit Iran, mit Heirs Baller in Libanon. Da sind so viele Schauplätze und so viele auch noch unbekannte Variablen, dass sich da in diesem Friedensprozess erstmal nichts bewegen wird. Der Gaserstreifen ist für Journalisten hermetisch abgeregelt? Was weißt du denn über diese Situation dort?
Der Gaserstreifen ist nicht erreichbar für internationale Journalisten zu betreten. Wir haben natürlich Kontakt mit Menschen vor Ort. Auf der anderen Seite ist es mir immer wichtig zu betonen, dass es trotzdem Journalistinnen und Journalisten gibt, die im Gaza Streifen arbeiten – und zwar palästinensische JournalistInnen, die dort auch eine ganz wichtige Arbeit machen! Und auf deren Arbeit wie natürlich auch teilweise aufbauen. Was weißt du über Opfer?
Wie viele es gibt seit Oktober ist ja Waffenstillstand. Ja, Waffen Stillstand ist so ein bisschen ein schwieriges Wort weil das ist tatsächlich kaum einen Tag vergangen an dem die Waffen wirklich geschwiegen haben. Es gab ganz, ganz viele israelische Luftangriffen. Auch die Hamas gibt sich weiter Schießereien einerseits mit der israelischen Regierung aber andererseits auch mit den verschiedenen Milizen und anderen Kräften im Gasastreifen.
insgesamt sind laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium mittlerweile über eighthundertdreißig Menschen seit Beginn der Waffenruhe getötet worden Und da drunter sind eben auch viele Zivilistinnen und Zivilisten. Gerade in der letzten Woche sind wieder ein neun- und ein zehnjähriger von einem israelischen Luftangriff getötet worden, also von einer wirklichen Waffenruhe kann man nur schwer reden. Jamp hat ja die Riviere des Nahenaustens dort versprochen. wie läuft denn der Wiederaufbau?
Momentan praktisch gar nicht! Also es ist scherzungsweise weniger als ein Prozent davon beseitigt worden bis jetzt in den letzten Monaten. Es mangelt an Baumaschinen und dann Materiales. das so dass Die israelische Regierung relativ harte Einfuhrbeschränkungen festgesetzt hat für den Gaserstreifen, um solche Dual-U's Güter die halt auch militärisch genutzt werden könnten aus dem Gaser Streifen fernzuhalten. Darunter fallen aber eben auch ganz viele Baumaschinen.
Es gab ja auch immer wieder dramatische Berichte über Hunger und wahnsinnige schlimme Verhältnisse im Gesundheitssystem. was weißt du darüber? Hunger herrscht zumindest nach den gängigen Definitionen momentan nicht mehr im Gaser streifen. es kommt an sich genug Nahrung rein. das ist eben nur so ein bisschen die Frage Welche Nahrung reinkommt, also ob das auch ausgewogen genug ist?
Es gibt die Statistiken der Vereinten Nationen, wonach immer noch ungefähr forty-sech Prozent der unterzweijährigen Kinder Mangel anjert sind. Die Mehrheit der Krankenhäuser ist außer Betrieb. es gibt hunderte Ärzte Rettungsanitäter, Krankenpfleger, die getötet worden sind in diesem Krieg.
aber natürlich entspannt sich auch hier die Lage so ein bisschen weil einerseits wieder mehr Medikamente reinkommen Und auf der anderen Seite, weil natürlich auch die Zahl der täglichen direkten Traumataer, der direkten Verletzungen durch Bombeinschläge und Luftangriffe total abgenommen hat.
Was jetzt eher kommt ist in einerseits chronische Patienten, die in der Zeit des Kriegs nicht behandelt wurden als zum Beispiel Krebspatienten etc., Wirklich verheerende hygienische Situationen im Gasastreifen kommen. Es gibt einen großen Ausbruch, der gerade droht zu Beginn von Kretze, es gibt ganz viele Rattenwüsse, Läuseflüge, Hautinfektionen und all diese Dinge. Und das ist tatsächlich einfach was man nur auf die schlechte Lebenssituation der Menschen zurückführen kann.
Hab herzlichen Dank für deine Einblicke! Ja vielen dank dir. Mittwoch ist es ein Jahr, dass Schwarz-Rot das Land regiert. Und in diesem Zusammenhang hat Kanzler mehr Sonntagabend in der ARD Talk Show Karen Mioska über die nun ja holprige Zusammenarbeit zwischen Christdemokraten, Christsozialen sowie Sozialdemokratinnen gesprochen. Mehrfach hat der CDU-Chef dabei mehr Kompromissbereitschaft von der SPD gefordert.
Die Zweifel werden größer nicht an mir sondern... An der Koalition, auch an der SPD – ich sage beiden Parteivorsitzenden und da schätzt die Stimmung in der Union nicht. Die wird unfreundlicher. Und wenn wir jetzt gemeinsam raus wollen aus dieser schlechten Stimmung, dann müssen wir gemeinsam fröhlich an die Arbeit gehen.". Eine TV-Kritik über März auftritt bei Miazga Finsinin Schornauts. Die Straße von Hormoz ist weiterhin blockiert.
Ab diesem Montag wollten die USA nun hunderte festsitzende Frachtschiffe durch die Meeresänge eskortieren. Das sollte US-Präsident Shams Sonntagabend angekündigt ist, soll sich demnach um Schiffe aus Länder handeln die nicht in den Konflikt involviert sind. Iran hatte kurz nach Shams Ankündigung darauf verwiesen dass das Regime jegliche Einmischung der USA an die Wasserstraße als Verstoß gegen die Waffenruhe werden werde.
Iranische Streitkräfte wollen dabei US Kräfte auch daran gehindert haben in die Straße von Homoos einzufahren. Von US-Seite gab es dazu keine Angaben, ein zunächst gemeldeter iranischer Angriff wurde aber dementiert. In Puttins Krieg gegen die Ukraine kämpfen nicht nur Russen sondern auch Zehntausende Söldner aus dutzenden Ländern – hunderte allein aus Kenia. Darunter mindestens ein junger Mann der wohl unfreiwillig an der Front gelandet ist. Verletzt aber zurück.
in seinem Dorf in Kenia hatte mit unserem Afrika-Korrespondent Paul Munzinger eine Geschichte des modernen Menschenhandels erzählt Und darüber berichtet Paul Munzinger in unserem Recherche-Podcast das Thema. Den Link dazu finden Sie in den Schaumotts. Redaktionsschluss für auf dem Punkt war Fünfzehnunddreißig, produziert hat diese Folge Juno Grana. Vielen Dank dafür und Ihnen fürs Zuhören!
