United by Music divided by Politics? An diesem Samstag ist das Finale des Eurovision Song Contests und es ist ein Jahr voller Kontroversen, in dem fünf Länder den ESC aus politischen Gründen boykottieren. Ich frage mich wie gut gelingt es bei dieser Unterhaltungsshow die Weltpolitik draußen zu halten – und ist das überhaupt der richtige Weg für den ESc?! Darüber spreche ich gleich mit Saskia Jastoltowski. Sie ist Musikwissenschaftlerin und forscht an den Unis Gras, leiden zur Medienkultur.
Dabei hat es sich auch immer wieder mit dem ESC beschäftigt und der Frage wie viel Raum die Politik einnimmt bei diesem Jahr eigentlich als unpolitisch gelabelten Wettbewerb? Sie hören die Samstagsausgabe von Auf dem Punkt, dem SZ-Nachrichtspotgast – mit mir Anmarin Hult! Genau so lange gibt es den Eurovision Song Contest jetzt schon. Die erste Show war in der Schweiz in Lugano, und deshalb war damals auch die ganze Show auf Italienisch. Wir haben das rausgehört.
Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und die Schweiz waren damals mit dabei also nur sechs Länder. Und wenn man das mal mit heute vergleicht dann hat der ESC von Damals diese sehr ernsthaftes schwarz-weiß Sendung ja eigentlich noch wenig gemeinsam mit diesem Riesenspektakel von Heute. Das war jetzt der Anfang vom ersten ESC Halbfinale am Dienstag. Ja, also was soll ich sagen? Ich bin ESC-Fan. Ich mag wie over the top.
diese Show ist... ...ich mag die Windmaschinen, die Kassenbühnenbilder, Glitzer, Flammenwerfer und ich mag auch dass sich Lieder auf Sprachen höre, die hier nicht im Radio laufen zum Beispiel Danish oder Ukrainianisch. Und manchmal ist es eben auch einfach ziemlich lustig, was sich die einzelnen Länder da auf der Bühne ausdenken. Letztes Jahr zum Beispiel ist das isländische Duo Wieb in so Metallikanzügen, in so einem Boot hoch und runter gesprungen.
Und dann sind so Minecraft-Animationen über ihre Köpfe geflogen – total crazy! Aber in diesem Jahr? In diesem Jahr ist Island nicht beim Erstsehmit dabei. Iceland poketiert den Wettbewerb genau wie Spanien, die Niederlande, Irland und Slowenien. Die Länder wollen nicht an einen Wettbetrieb teilnehmen bei dem Israel vertreten ist und sie kritisieren Israel als Kriegsführung im Gaza.
Und eigentlich wird die Europäische Rundfunk-Union IBU, die den Songkontest ausrichtet ja nicht müde immer zu betonen wie unpolitisch der ESC doch ist. Also dass es nur um Musik gehen soll und nicht um Politik – aber das klappt in diesem Jahr eben noch schlechter als sonst! Ja und genau deshalb spreche ich jetzt mit der Musikwissenschaftlerin Saskia Jastoltowski über diesen Songkontoest und das Verhältnis zwischen Party und Politik. Frau Jasoltovski, sind Sie denn ESC-Fan?
Also was macht für sie so den Zauber dieses Wettbewerbs aus. Ich weiß nicht ob ich mich als ESC Fan nun bezeichnen würde aber ich finde den Eurovision Songkant ist auf jeden Fall sehr interessant. ganz persönlich finde ich ihn interessant.
aber auch aus akademischer und wissenschaftlicher Perspektive finde ich ihnen unglaublich interessant die Geschichte zu analysieren zu studieren und zu schauen inwiefern hier tatsächlich die politische Weltlage irgendwie auch immer wieder Teil der Diskussion rund um den Eurovision Song Contest ist. Und auch, dass er eben nicht ganz so glatt ist und immer wieder aufpolarisiert und Meinungen herausfordert – das ist doch ein sehr, sehr spannendes Studienobjekt würde ich sagen!
Jetzt arbeiten Sie ja gerade in Leiden, in den Niederlanden? Das ist jetzt eines der Länder, das in diesem Jahr den ESC boykottiert. Wie präsent ist denn jetzt da gerade der ESC überhaupt? relativ wenig präsent, weil die Niederlande eben nicht mitmacht und sich eben genau auch dieses demokratische Recht sozusagen herausgesucht hat. Und gesagt halt mit anderen Ländern, dass sie aufgrund der politischen Weltlage eben am Curavision Song Contest nicht teilnehmen. Aber es gibt das natürlich schon.
Es wird Public Viewing in Amsterdam und so weiter geben, denn die LGBTQ Plus-Community wird natürlich trotzdem weiterhin Eurovision gucken und schauen und sich das anhören und die Vielfalt feiern und eben auch ihre eigene Community sozusagen feiern – das gibt es auf jeden Fall schon auch! Aber so in den öffentlichen Mediendebattel ist es doch relativ jetzt ruhig darum geworden nach dem Ausstieg der Niedergande Kann man den schon bewerten, was dieser Boycott gebracht hat?
Also fünf Länder nehmen nicht teil. Aber für die anderen Länder geht der SC ja einfach erst mal so weiter wie bisher. Welchen Effekt hatte er jetzt europaweit? Welche Effekte boycott haben wird das wird sich noch zeigen. ich würde sagen Man kann es jetzt noch nicht unbedingt so absehen und in die Zukunft schauen macht natürlich auch ein bisschen schwierig. aber was man nun schon einmal sagen kann ist dass Diese Debatte auf jeden Fall eine sehr, sehr wichtige Debatte ist.
Die geführt wird und die Diskussion um die politische Dimension des Song Contests ist eine sehr wichtige, die geführt werden soll. Und mit dieser Schwierigkeit, dass es da jetzt keine... Einheitliche Meinung gibt in der Eurovision Community. Damit muss auch sich die European Broadcasting Union auseinandersetzen, und es ist auf jeden Fall sehr wichtig dass darüber weiter diskutiert wird. Welches Image wird der Eurovision Song Contest haben?
Wie können wir zukünftig mit solchen Debatten einfach umgehen? Und wie können wir trotzdem gewährleisten aber das Eurovision vielleicht nicht zu politisch wird und trotzdem noch weiterhin dieses Motto United by Music propagieren kann. Und nicht unbedingt getrennt durch Musik oder durch politische Meinungen? Aber ist denn da ein Burkot der richtige Weg? Also man hätte ja auch seinen Unmut mit der Gesamtsituation anders ausdrücken können.
Da haben sie vollkommen recht, also das denke ich auch Ich möchte gar nicht den einzelnen Rundfunkanstalten bevormunden und inwiefern dass nun die richtigen Entscheidungen der jeweiligen Rundfunkanstalt war. Aber zumindest muss man es so respektieren und akzeptieren, dass diese Rundfunkanstalt nun aus politischen Gründen gesagt hat.
Sie möchte nicht daran teilnehmen wobei man hier natürlich auch immer wieder ganz genau überprüfen muss welche anderen Beweggründe vielleicht auch noch dabei eine Rolle gespielt haben. denn man muss natürlich auch sehen das im Moment die Medienlandschaft und gerade öffentlich-rechtlichen Rundfunke anstalten natürlich finanziell vielleicht nicht ganz so gut aufgestellt sind und einen Beitrag zu produzieren, den Ausfallprozess zu beginnen.
Diese Delegation dann auch nach Wien zu schicken all diese Dinge das kostet natürlich enorm viel Geld und möglicherweise kann auch natürlich dass mit ein Grund dafür gewesen sein, dass auch einige Länder gesagt haben Vielleicht können wir uns dieses Jahr nicht leisten und zusätzlich Zu dieser Debatte sind das dann zwei Gründe möglicherweise, die dann auch dazu führen können. Dass die eine oder andere Rundfunkanstalten nicht mitmacht.
Wenn man nun davon ausgeht dass ja eigentlich der Dialog im Vordergrund stehen sollte bei Eurovision Dann würde ich natürlich schon auch sagen um Dialog zu gewährleisten braucht es natürlich eben auch dann die Präsenz und ein Völkott verhindert natürlich den Dialog. Jetzt haben sie vorhin schon gesagt, die European Broadcasting Union muss da auch einen Umgang mit finden. Wie würden Sie denn den bisherigen Umgang der EU mit der Frage ob Israel teilnehmen darf?
Mit den Kontroversen jetzt auch den Buchrufen im Stadion. Auch das gehört ja dazu. der israelische Sänger, der in diesem Jahr Antritt übt seinen Auftritt extra vor Buch rufen, damit er quasi dann in der Halle Souverän reagieren kann. Es ist natürlich eine total komplizierte Situation auch für so ne European Broadcasting Union. aber würden Sie sagen das hat sie bisher ganz okay gelöst?
Also ich bin mir sicher dass es wichtig ist diesen Dialog auf jeden Fall offen zu halten und ich glaube auch das ist unglaublich wichtiges in unserer heutigen Zeit und auch die European Broadcasting Union hat da eine politische Verantwortung, dass sie diese Verantwortung auch übernimmt und auch diese Diskussion und die Debatten auf jeden Fall zulässt.
Um sich möglicherweise dann auch politisch vielleicht neu zu positionieren oder zumindest das Image, dass die European Broadcasting Union haben möchte, dass Eurovision komplett politikfrei ist. Vielleicht ist es nun an der Zeit, sich von diesem Image auch zu lösen? Dieses Image war aber verständlich, wenn man in die Geschichte hineinblickt.
Als Eurovisionen in den Sechsten und Fünfzig zum ersten Mal stattgefunden hat, war es komplett verständig von der European Broadcasting Union zu sagen wir machen keine Politik sondern wir möchten hier musikalische Unterhaltung sonst nichts.
Wenn man sich überlegt dass ein Jahrzehnt vorher noch in Nazi-Deutschland im gerade Musik ja auch für politische Propaganda Zwecke genutzt worden ist War das eigentlich eine Gute Statement und eine gute Sache von der EBO ist als unpolitisch erst einmal zu deklarieren.
Aber es sind nun siebzig Jahre vergangen, das heißt auch diesen Standpunkt den man vor siebzig Jahren einmal hatte als Medienorganisationen Und wie wir wissen ist die Medienlandschaft ja umso wichtiger gerade in turbulenten Zeiten Die Medienberichterstattung eine unabhängige eine freie Medienberichterstattung. Und hier sollte die European Broadcasting Union sich auch da einmal Gedanken machen, inwiefern kann man einen politischen Standpunkt vertreten?
Einen gemeinsamen politischen standpunkt verbreiten und trotzdem noch weiterhin an dem Entertainment Faktor des Contests festhalten. Das ist eine große Gratwanderung. Der EU muss ja auch klar sein dass man Kunst- und Weltpolitik eigentlich schlecht trennen kann und besonders schlecht in den komplizierten Zeiten, in denen wir leben. Warum hält sie überhaupt noch daran fest?
Wie gesagt, ich glaube aus historischer Sicht kann ich es verstehen auf der einen Seite dass man versucht die Politik herauszuhalten weil das eben ein... Es ist ein Komponistinnenwettstreit. Es soll tatsächlich eigentlich die Komposition im Vordergrund stehen und die Aufführung dieser Kompostion Und das versteht man natürlich auch, dass diese drei Minuten sollten Und sicherlich nicht für Propaganda-Zwecke von dem jeweiligen Land genutzt werden.
Keinesfalls, sonst wäre es ein anderer Wettbewerb und es würde viel mehr um politische Quereden gehen als vielleicht um einen Zeichen der Versöhnung und der Integration und des Dialogs. Insofern ist es wichtig dass die European Broadcasting Union da nicht den Kopf in den Sand steckt und sagt, wir machen ja bloß Musik. Und Musik hat nichts mit Politik zu tun.
Aus musikwissenschaftlicher Perspektive und vor allem aus musikgeschichtlicher Perspective fällt mir wirklich kein musikalisches Ereignis ein das nicht irgendwie natürlich auch einen politischen Zusammenhang steht oder auch so interpretiert werden kann. Was macht denn so den politischen Charakter des ESC aus in ihren Augen? Sie haben sich ja auch in ihrer Forschung viel damit beschäftigt.
Wenn man in die Geschichte dieses Eurovision Song Contests blickt, sieht man... Sehr oft, genau diese seismografischen Verbindungen könnte man fast sie nennen. Seismographische Verbindung zwischen den Debatten und der weltpolitischen Lage, der europäisch-politischen Lage Und was gerade so zu sagen auf der Eurovision Bühne nun dann auch stattfindet. Können Sie dafür ein Beispiel nennen? Ja mein allerliebstes Beispiel ich hatte sogar zwei.
meine aller liebsten Beispiele sind auf der einen Seite Ein bisschen Frieden von Nicole dass sie ein unschuldiges Lied nur über den Frieden, aber welcher Frieden ist nicht auch ein politischer Frieden gesungen in verschiedenen Sprachen auf niederländisch englisch französisch und deutsch soweit ich mich erinnere. Und Katten Krieges, also der NATO-Doppelbeschluss hatte immer noch seine Auswirkungen in Europa zu spüren gehabt.
Die Menschen waren verunsichert es gab Granistabilität und da wünscht man sich natürlich ein Lied der Hoffnung! Und das hat... Man muss natürlich sagen nicht nur Nicole sondern Ralph Siegel als Komponist und Bernd Meinunger als Textor. Da haben die den Nagel sozusagen genau auf den Kopf getroffen.
Und mein zweites Beispiel ist der italienische Beitrag von Totokotunio in Cieme United Europe als Reaktion auf den Berliner Mauerfall, als Reakktion auf die Wiedervereinigung Deutschlands, der Fall des einzelnen Vorhangs und ja ein Aufruf wirklich das gemeinschaftlichen Feiern des Europa frei ist und nun hoffentlich zusammenwachsen kann. Das ist natürlich alles sehr naive Vorstellungen und Wunschvorstellungen sind, die da textlich präsentiert werden – keine Frage auf jeden Fall!
Aber auch das brauchen die Menschen dann in solchen Zeiten glaube ich ein schönes Deedt, dass es ein wenig Hoffnung gibt, das zum Singen einlädt oder vielleicht auch ein bisschen mitfetten. Ja, das ist natürlich eine sehr große Frage und eine sehr wichtige Frage die man nun wirklich kaum in kurzer Zeit beantworten kann. Aber was ist nicht politisch? Und was ist politisch immer? wie gesagt wenn Nicole mit ihrer Gitarre ein bisschen friedensinkt sieht es erst mal sehr unpolitisch aus.
aber wenn man dann den Kontext sich nochmal anschaut Die Weltlage anschaut, wird es dann doch wiederum zum politischen Statement oder kann zumindest so interpretiert werden. Also die Musik an sich, also die Akkorde ob das Mocedo G-Dur F-DUR ist sind natürlich nicht unbedingt das Politische. Ein C-Dura-Accord hat keine politische Agenda.
aber was dann drumherum gebaut wird der Kontext die Performance wie darüber gesprochen wird, auf welche Reaktionen hier selbst dann nochmal reagiert wird und so weiter. Das macht es dann glaube ich sehr politisch. Und natürlich auch, wie die Medien diesen Eurovision Song Contest beschreiben, begutachten, darüber schreiben, darüber Bericht erstatten – das macht ihnen natürlich dann auch politisch!
Ja, man kann natürlich in jeden Akt und jede Performance immer noch mal ein bisschen was reininterpretieren. Häufig kommt's ja sogar mehr darauf an, wie bei uns ankommt als wie es eigentlich gemeint war. Sie haben's jetzt vorhin schon angesprochen, als der ESC gegründet wurde, da sollte er die europäischen Staaten vereinen durch die Kraft der Musik. Wie viel einde Kraft hatte denn noch heute in Zeiten von Balkotten und Kriegen?
Ich glaube auch da tatsächlich wenn man das vergleicht wir gespalten gerade auch die Medienlandschaft ist oder man bekommt zu den Eindruck dass diese Meinungen die sich dagegen überstehen kaum wirklich persönlich oder irgendwie kompatibel gemacht werden könnten. Und ich glaube, das ist jetzt im Moment auch so ein Bild, dass wir beim Eurovision Song Contest haben.
Der Versuch da ist natürlich diese Einende Wirkung, dieser Einende Kraft der Musik immer noch weiterhin... zu betonen und weiterzuentwickeln. Und ich bin mir auch sicher, dass man genau diese Kraft auch spüren wird. Aber sicherlich wird es auch die Kontroverse geben. Sicherlich wird das auch die Berufe geben. Und sicherlich ist auch da eben ... Das Trennende wird sicherlich eine Rolle spielen.
Was aber nicht heißt, dass vielleicht nicht innerhalb eines Jahres dann doch möglicherweise hoffentlich wieder ein wenig überkommen kann bis dann die nächste Krise kommt? Ich frag mich ja immer, ob wir nicht auf eine Art diesen Wettbewerb auch mit Ansprüchen überfrachten. Also wir sprechen von Völkerverständigung und einer der Kraft in Zeiten von Nationalismus. Am Ende ist es nur ein Musikwettbewerk. Ja? Auf jeden Fall! Ich würde sagen man darf das natürlich nicht zu überansprochen.
Eurovision ist immer noch ... Wenn man in die Geschichte zurückblickt, Eurovision isst ein Unterhaltungsprogramm dass genau das liefern sollte. Samstagabendunterhaltung für so viele Menschen wie möglich und das hat es erreicht, mehr als hundertfünfzig Millionen Zuschauer hat der Eurovision Song Contest mittlerweile um das man natürlich jetzt die tatsächliche politische Auswirkungen im tatsächlichen politischen Leben dann sofort einen Tag nach dem Finale spüren würde.
Das glaube ich tatsächlich nicht! Aber ich bin mir auch sicher, dass es zumindest auf dieser gesellschaftspolitischen Ebene hat der Eurovision Song Contest immer noch diese Kraft und diese Möglichkeit. Zumindest eine Bühne zu geben um genau diese Diversität und diese kulturelle Vielfalt und auch den Dialog und auch etwas für die Völkerverständigung beizutragen – zumindest einmal im Jahr eine Woche lang! Eine Woche wäre ja auch schon mal gut.
Ich habe einmal abgesehen von der politischen Perspektive nochmal auf das, was auf der Bühne geboten wird. Sie haben mir schon verraten dass sie sich die Ex-die in diesem Jahr in Wien aufgeführt werden erst am Samstagabend anschauen werden um sich davon überraschen zu lassen. aber gucken wir vielleicht mal in die vergangenen Jahre zurück wie musikalisch hochwertig war das was wir dazu sehen bekommen haben. Man muss sich natürlich vorstellen, es handelt sich um populäre Musik.
Das heißt, populärer Musik wird dafür komponiert dass man vertraute Rhythmen, vertrauter Harmonien und Vertrautes hört aber auch immer wieder so ein bisschen etwas Neues. also auf der einen Seite haben sie natürlich diese Massenpop kulturelle Songmaschinen die es da gibt Kompositionsmaschienen quasi wo vielleicht auch das ein oder andere sich sehr ähnlich anhört, vielleicht auch manches mal qualitativ nicht unbedingt das Hochwertigste ist auf dem Markt.
Man muss natürlich immer sehen es handelt sich ja hier nicht um Stars der großen US-amerikanischen Musikindustrie sondern es können auch manchmal Künstlerinnen sein die zum ersten Mal in ihrem Leben auf der Bühne stehen vor allem auf so einer großen Bühnen stehen. Das muss man auch honorieren und ich glaube, da muss man eben nicht nur auf die Qualität der Lieder schauen sondern auch sehen mit welchem Enthusiasmus und mit welcher Energie manche Performerinnen auf der Bühne stehen.
Und nochmal zur musikalischen Qualität. sicherlich wie gesagt das eine oder andere Lied mag vielleicht nicht der große Reiser sein aber in der Gesamtshow bei so vielen Songs sind sicherlich Lieder dabei auch sonstwo auf dem Musikmarkt bestehen könnten jedenfalls. Man vergisst sie vielleicht manchmal, aber wenn wir uns daran erinnern, Manneskin aus Italien sind mittlerweile eine weltweit erfolgreiche italienische Rock Band die auf englischen und italienisch singen.
also es gibt schon immer wieder die Highlights in der Geschichte des Eurovision Song Contests. definitiv Ja vielen Dank für das Gespräch und dann schauen wir mal ganz gespannt, Samstagabend nach Wien. Auf jeden Fall! Das machen wir. Was ich aus dem Gespräch mitgenommen habe ist C., dass es Eskapismus aber erfindet eben nicht im luftleeren Raum statt.
Ich hab danach den Gespräch auch noch länger darüber nachgedacht wie ich das eigentlich alles definieren würde also was politisch ist und was nicht. Im Studium habe ich ja noch mal gelernt, dass eigentlich alles politisch sein kann. Das muss nicht immer um die Themen Krieg oder Frieden gehen.
und ich hatte hier auch ein Beispiel aus dem diesjährigen ESC-Lineup das meiner Meinung nach auch ziemlich politisch ist der Grieche Achilles der singt darüber, dass er seiner Mutter gerne all die Dinge kaufen möchte für die sie während seiner Kindheit kein Geld hatte. Und da muss sich doch direkt an die Eurokrise denken und an den ganzen Sparmaßnahmen die Griechenland damals erfüllen musste. Ohne Politik geht's eben auch nicht beim ESC.
In den Show notes habe ich Ihnen noch ein paar Texte zum Jürgischen Song Contest verlinkt. und keine Sorge, die sind auch noch spannend wenn man sie erst nach dem ESC liest. Zum Beispiel hat meine Kollegin Marie Gundlach eine Menge Daten ausgewertet und analysiert mit welchen Kniffen es statistisch am besten klappt den ESC zu gewinnen. Schauen Sie da gerne mal rein! Und dann hab' ich auch noch einen Tipp für Sie während der Show da wirds einen SzLiveticker geben Und ich als Erstiefern.
Ich mach das natürlich auch mit! Das heißt, Sie können da was von mir lesen aber auch von meinen Kolleginnen und Kollegen. Und apropos Kollegen? Großen Dank an mein Kollegen Julius Zimmer. der hat nämlich diese Sendung produziert und wenn ich schon beim Danke sagen bin dann danke ich auch noch mal Ihnen. Danke fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn wir uns am Sonntag wieder hören.
