Chinas Gen-Z wird zur Gefahr für Peking - podcast episode cover

Chinas Gen-Z wird zur Gefahr für Peking

Jun 06, 202635 minEp. 2250
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Episode description

China hat ein Problem. Es hat in vielen Teilen des Landes modernste Infrastruktur, weltweit die Kontrolle über wichtige Rohstoffe wie Seltenen Erden und es gibt einen Hightech-Boom: Roboter, KI und E-Autos aus China sind Weltklasse. Trotzdem sind viele junge Menschen in der Volksrepublik frustriert: Haben keine Lust auf das Hamsterrad, die Aufopferung, auf ein Leben, dass immer teurer, komplizierter und einsamer wird.

Bisher hat die Regierung in Peking darauf keine Antwort. Und das könnte das Regime langfristig unter Druck setzen. Wie und weshalb trotzdem momentan eher keine Rebellion der Jungen bevorsteht, darüber sprechen die China-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung Gregor Scheu und Lea Sahay in der ersten Folge von „China und wir“, einem vierteiligen SZ-Podcast über die neue Weltmacht und wie sie uns verändert. Sie finden die komplette Serie im Kanal von "Das Thema".

Zum Weiterhören und -lesen:

“China und wir” können Sie auch sehen: Den Videopodcast finden Sie bei Spotify oder auf sz.de.

Moderation: Gregor Scheu und Lea Sahay

Redaktion: Timo Nicolas

Produktion: Carlo Sarsky Lankheit

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Transcript

Heute haben wir etwas Besonderes für Sie, den ersten Videopodcast der SSZ. Unsere China-Korsponenten Leasa Hai und Kiko Shui haben nämlich eine vierteilige Podcastserie aufgenommen – China und Wir heißt die. Sie können alle Folgen davon im Das Thema Feed anhören und eben auch an gucken. Schauen sie da gerne mal vorbei! Und hier gibt es jetzt die erste Folge über die chinesische Gen Zee. Die wird nämlich gerade zur Gefahr für den Machtapparat um den Präsidenten Xi Jinping.

Viel Spaß mit dieser Folge. und bis morgen zurück bei Auf dem Punkt! Kein Bock mehr auf das Hamsterrad und kein Bock mehr die Aufopferung. Die Regierung in China bekommt die Regency nicht mal so richtig an den Griff, und das könnte langfristig wirklich zum Problem werden. Darüber wollen wir heute sprechen – in unserer ersten Folge von China & Wir! hier jeden Tag mit Menschen zu sprechen. Bevor du es jeden Tag auch mit den Menschen in ein Peking ins Gespräch zu kommen.".

Jetzt mal ganz stumpf gefragt, wann hat denn zum letzten Mal eine junge Chinesin dir ganz begeistert von seinem Leben hier erzählt? Also ich bin ja im Jahr ... ... das erste Mal nach China gekommen. Ich habe erst drei Jahre in Shanghai gelebt und bin dann nach Peking gezogen für die Süddeutsche Zeitung. Und im Jahr zwei Tausend Sechzehn würde ich immer sagen war so die Gehe. War noch so ein bisschen die Ausläufer der ... der ganz goldenen Zeit, gerade in Shanghai.

Ganz viele junge Leute die teilweise auch im Ausland studiert hatten und zurückgekommen sind weil sie gedacht haben die beste Chance was zu erreichen vielleicht eine Firma hochzuziehen oder so. dies ist in Shanghai Und alles war möglich. Das war so ein bisschen das Lebensgefühl, was ich aus dieser Zeit noch mit hatte und sogar noch einen Schritt zurückzugehen. Mein erstes Mal in China war ja nochmal zehn Jahre früher, sieben.

Da war ich als Gastschülerin in China mit sechszehn Jahren und da habe ich eine chinesische Gasfamilie in Peking gelebt Und das war, glaub ich so die erste Generationen, wo es dieses Gefühl gab.

Also meinen Gasteltern haben selbst, wenn wir zum Beispiel abends zusammen gegessen haben oder so hat mein Gastvater häufig erzählt was er in seiner Kindheit alles nicht hatte, seit dann irgendwie den Reisfladen oder so rausgehörte oder irgendwie ... Das Brot hat gesagt, dass ich klein war, gab's immer nur so Maisbrot total fürchterlich schmeckenes Zeug. und schauen mal hier auf dem Tisch rum, was wir uns alles leisten können meine... Klingt ein bisschen nach meinem Opa eigentlich.

Genau ja, meine Gastelter haben auch immer diesen Reistopf im Restaurant bestellte, dann nicht gegessen wurde als Zeichen von wir können uns mehr leisten. Als sie brauchen. das ist genau wenn du sagst erinnert mich auch so ein bisschen an meine eigenen Großeltern die irgendwie mit achtzig noch von der Butter erzählt haben die es in Krieg nicht gab.

und meine Gastschwester die war damals genauso alt wie ich die hatte alles die hatte den ersten mp drei player die hat immer auf ihrem auf ihrem eigenen computer mit qq mit ihren freunden geschrieben und alles schien irgendwie möglich unter der Prämisse, dass sie gut in der Schule mitarbeitet.

Irgendwie ist dann vielleicht mit Fleiß eben an eine Universität schafft und dann ein White-Color Job also irgendwie einen Job im Büro findet und dieses Gefühl alles zu haben und das irgendwie die Türen offen stehen – das war total diese Zeit! Und das habe ich dann als hier wieder gekommen, als Krosponentin auch so erlebt. und dieses Gefühl mir geht's besser, mir wird es besser gehen als meinen Eltern wenn ich hart arbeite. Das hat sich ganz, ganz fundamental geändert.

Jetzt wenn man jetzt unterwegs ist und mit jungen Leuten spricht die, die zwanzig sind. Wenn man eben genau diesen Leuten spricht dann fällt immer wieder dieses eine Schlagwort Corona. Du warst ja, wenn das hier, du hast ja hier gelebt und auch gearbeitet. Vielleicht kannst du mal ganz kurz erzählen was so dein Eindruck war? Und vor allem... Was die Pandemie hier in China ... Ich meine, wir haben es auch in Deutschland mitgemacht. Den Lockdown und so weiter. Aber was hier los war?

Und vor allem, was das mit den jungen Menschen oder generell mit den Menschen gemacht hat? Ja also ich glaube jedes Land hat irgendwie seine Krisen erlebt während Corona und versucht auf der einen Rat mit dieser Katastrophe umzugehen. China war in dem Sinne total besonders, weil sie einerseits hier angefangen hat. Ende Zwanzig neunzehn wird das Virus hier entdeckt Ganz anders gemanagt als viele andere Staaten mit einer sogenannten Null-Covid-Strategie.

Die Grundidee war im Prinzip, dass es gar keine Infektionen im ganzen Land geben soll. Immer wenn's eine Infektion gab wurde das mit ganzer Gewalt versucht zurückzudrängen und das hat zwei Jahre irgendwie ... In dem Sinne gut funktioniert das hier zum Beispiel Schulen und Unis kaum geschlossen wurden. Also die Leute konnten weiter zur Uni, zur Schule gehen aber eben mit extrem strikten Regeln.

also man hatte so Apps die man überall egal wo man war muss man sich einscannen Und die unistudenten durften beispielsweise kaum die Unis verlassen durften nicht nach Hause teilweise jahrelang ja buchstäblich jahre lang Nicht. Aber deswegen hatte man ein bisschen so einen Kokon. Man war total abgeschottet von der Welt. Aber dass hat sich ganz fundamental dann geändert als Omicron, wenn ihr euch noch dran erinnert diese sehr hoch ansteckende Virus-Variante.

Die kamen Anfang zwanzig Jahre an und dann hat dieses Null Covid nicht mehr funktioniert. Das habe ich ja schon geschrieben. Es ist als würde man den Wind einfangen. das war so anstecken. Und es hat dazu geführt dass diese Covid Politik immer weiter eskalierte und escalierte und immer heftiggere Maßnahmen. Es gab diesen massiven Lockdown in Shanghai wo sie mal gesagt haben es wird kein Lockdown geben. Dann gab's ihnen erst für vier Tage und dann fast für drei Monate.

Die Leute hatten kein Essen zu Hause, das Versorgungssystem ist zusammengebrochen. Das hat man überall in China immer wieder erlebt.

Es ist wirklich so zunehmend eskaliert und für die jungen Leute war das ein totaler Schock weil sie sozusagen nach einer unglaublichen Boomerfahrung eine Partei, die immer alles möglich gemacht hat, die die Straßen gebaut hat, den den Wohlstand gesorgt hat in der politischen Erzählung zumindest, hat zum ersten Mal halt gezeigt zu was sie in der Lage ist, wenn Sie die Kontrolle oder die politische Kontrolle behalten will.

Und das war diese Null-Covid-Politik, diese totale Willkür Leute aus den Wohnungen zu ziehen ja, Leute übergriffig permanent in ihrem Privatleben herumzufuchteln weil das ist ... Die Partei ist überall aber sie ist im Alltag doch sehr unsichtbar und das hat sich während Corona total geändert. also im Shanghai Lockdown gab es diese ganz prägnante eine Szene.

Damals gab es ja diese Corona-Karantänenzentren, wenn ein positiven Corona-Test hatte oder nur in der Gegend wurde dann teilweise eben evakuiert aus den Wohnungen gezerrt. Die Corona-Wächter sind einfach in die Wohnung eingebrochen und haben da irgendwie Desinfektionsmittel rumgekippt, teilweise die Tiere und die Katzen und Hunde aus den Fenstern geworfen, weil sie gesagt haben, die transportieren das. Und dann gab's diese eine Szene – die Corona- Wächter standen vor der Tür.

Ein junges Paar hat aufgemacht und gesagt, der Corona-Test ist nicht mehr positiv. Wir können hier bleiben und gesagt du musst mitkommen.". Und dann haben wir gesagt wie komm'n ich mit? Da meinten die wenn du nicht mitkommst, dann wird das noch für ... Die folgenden Generationen Folgen haben. so ein typisches Spruch in China. Für deine Ahnen wird es noch ... Oder für deinen Nachfolgen wird's noch Folgen habe.

Dann sagt ihr der junge Mann vielen Dank wir sind die letzte Generation und macht die Tür zu. Das war so eine Kern, so ein Kernschlüsselmoment für diese neue Generationen das Gefühl haben. Das funktioniert ja alles nicht mehr wir machen das nicht, wir akzeptieren es nicht und gleichzeitig dieses ja im Prinzip die Maske irgendwie vom Gesicht der Partei gerissen, dass was vielleicht die ältere Generation in der Kultur-Evolution ja neunundachtzig usw. erlebt hat.

Das war der Schockenmoment eigentlich für die junge Generation. Das ist der Start in dem wir leben. Ungleichzeitig kriegen wir kaum noch Chancen. Corona ja, ich glaube das setzt quasi gut das Setting. Das gibt so ein gutes Gefühl ungefähr wie sich Menschen fühlen von die junge Generation fühlt ist aber auch erstmal eine Gefühlslage. Also da ist der Ausgangspunkt was dabei noch hinzukommt. also es fängt ja quasi nur mit Corona an.

Es ist nicht so dass wir jetzt sagen okay Corona und es sind immer noch nur das sondern kurz danach kam wirklich dann gleich wie so einen Faustschlag die nächsten Krisen auf China zu. Mir fällt der jetzt vor allem erst mal die Immobilienkrise ein. Die, quasi auf Corona obendrauf... ...die kam kurz danach. also im Jahr zwanzig dreiundzwanzig hat das ungefähr angefangen seine ersten... ...ersten Kreise zu ziehen diese Immobilienkriese vielleicht kurz einmal zur Einordnung.

Im Großen und Ganzen ging es darum dass Chinas Immobiliendriesen unternehmen. Also es gibt gewisse Immobilientwickler Die haben die letzten zwanzig Jahre gebaut. Wie wahnsinnig! Und irgendwann waren die aber so hochverschuldet, dass dann der Staat gesagt hat, ja gut bis hierhin und nicht weiter. Das hat sich eine Riesenblase aufgebaut... ...und der Staat hat den entschieden so und diese Blase wird jetzt mal zum Platz gebracht weil es kann nicht so weitergehen.

Man hat das häufig gehört mit Immobilienkrise. man hat das bestimmt auch schon mal gelesen. von dem Immobilinkrise muss ich mal vorstellen was das wirklich bedeutet? Also es gibt so Hochrechnungen, wenn man die Immobilienkrise vergleicht mit der Krise.

Mit der Finanzkrise, die ja wirklich vor allem vielen Leuten im Westen total sich in den Kopf eingebrannt hat ähnlich wie wahrscheinlich die Corona-Pandemie und die Immobilienkriese in China, die zwanzig dreiundzwanzig angefangen sind immer noch andauert, hat fast doppelt so viel Wert vernichtet als die Finanzkriege. Und trotzdem hat man davon im Weste allenfalls mal von gelesen. aber so richtig berührt hat das jetzt ... den Europäer jetzt nicht unbedingt.

Aber dieser Fallout, diese Katastrophe ist ja quasi fast nur auf China beschränkt und es sind hier nicht nur Banken die ihr Geld verloren haben sondern vor allem Leiträger von dieser ganzen Geschichte... Die Einwohner, die Familien. Die Leute... ...die ihr Leben lang gespart haben. Ihr Leben lang alles was sie haben in diese Wohnungen investiert haben. und in China sind ja nicht nur Wohnungen ne? Also eine Wohnung ist ja quasi das Symbol dafür dass du es geschafft hast.

also sie sind nicht nur vier Wände mit einer Decke sondern Alles. im Leben eines Chinesen der quasi in den Neunzigern- und Nullerjahren aufgewachsen ist drehte sich um die Frage wie komme ich an eine Wohnung? so Und das wurde dem Menschen auch noch genommen indem Sie quasi Ja, also die Immobilienentwickler sind pleite gegangen. Viele Leute haben quasi eine nicht fertige Wohnung bekommen. Die wurden auch nie weitergebaut.

Manche Leute haben gar keine Wohnung und teilweise zahlen sie immer noch die Kredite ab. Also teilweise gibt es immer noch Bank-Daleen, die sich damals geholt haben. Es wird nie eine Wohnung geben aber die werden die noch vierzig Jahre lang abbezahlt.

Wenn man das jetzt zusammen in Kontext nimmt, also einmal im Jahr zwanzig zweiundzwanzig Corona, zwanzich dreinzwanziger Immobilinkrise, die immer noch anhält... Ich glaube, ich würde mich als junger Mensch auch irgendwo verarscht fühlen und dann sagen ja gut für was mache ich das? Und wenn man dann noch oben einen draufsetzt und dann noch sagt die Regierung, die halt trotzdem sagt ne ist doch alles fein. Ist doch alles super!

Also sozusagen, ich glaube das ist so der krasse Unterschied auch zu Europa in meiner Wahrnehmung. Ich erinnere mich noch gut daran als dann die Öffnung kam ja sehr plötzlich. Es ging aber auch sehr schlecht vorbereit. es gab sehr viele Tote und dann schrieben alle auf einmal... Das war auch ein bisschen Erwartungen der Unternehmen hier. So jetzt kommt der Post-Corona-Boom. Das war im Europaso. alle hatten irgendwie haben weiter Gehalt bekommen und wollten jetzt mal in den Urlaub fahren.

Man hatte ja das Urlaubsgeld gespart, und China war es ja ganz anders. In China gab's keine Corona-Hilfen, in China hat jemand Geld gespart was er nicht ausgeben konnte, der hat einfach kein Geld bekommen weil sie überhaupt keine Schützung von staatlicher Seite gab und viele Leute teilweise zwei drei Jahre überhaupt keinen Einkommen hatten, weil vielleicht der Staat gesagt hat so Der Friseur hier örtlich darf darf jetzt einfach nicht aufmachen.

also die Leute waren finanziell psychisch sowieso komplett am Ende. Und dann kam die Öffnung und haben gesagt, so jetzt boomt die Wirtschaft wieder! Das ist ausgeblieben ganz anders als in anderen Ländern. In Interviews sagen es immer Leute, wenn man hier unterwegs ist ja überall hört man, die Wirtschaft läuft zu schlecht. Wenn man sagt ja seit wann denn? Dann sagen sie mal seit Corona.

Seit Corona gibt's einen Vorher- und danach für junge Leute ... dieses Kernversprechen, was ich als Schülerin gelebt habe. Was ich unter meinen Klassenkameraden immer gehört hab ... Die Lehrer haben gesagt, das ist total hart und du musst zwölf Stunden am Tag arbeiten und lernen. Aber wenn du es dann an die Uni schaffst, kannst du nicht ausruhen. Dann musst du noch so ein bisschen die Uni absitzen. Und dann kriegst du einen guten Job. Dann hast du's in die Mittelschicht geschafft.

Da gehts dir gut. Dieses Versprechen funktioniert seit Corona nicht mehr. Jetzt sind auf einmal junge Leute. Quote ist ja dann auch während Corona auf ein historisches Hoch gestiegen, über zwanzig Prozent. Das Einzige, was da jetzt passiert ist, dass sich die Regierung die Berechnung geändert haben. Und trotzdem sind die Zahlen immer noch enorm hoch. Teilweise gibt es ja auch Experten, die sagen vielleicht liegen sie sogar bei fünfzig Prozent unter den jungen Leuten.

und das ist so ein bisschen glaube ich auch dieser enorme Knick, den man von außen nicht unbedingt irgendwie wahrnimmt. Millionen Absolventen jedes Jahr, die von den Unis drängen mehr als zehn Millionen kommen hier pro Jahr. Von den Universitäten und gucken sich um und finden halt nichts und versuchen sich irgendwie mit Praktika über Wasser zu halten. oder vielleicht verspricht halt die Mama einen Job zu Hause wenn man zurück kommt.

aber dieses Aufschiegsversprechen das ist total erschüttert Ja vor allem wenn man überlegt. also klar auch in Deutschland gibt es Abitur- und Uni und man muss da auch lernen und viel tun. Aber ich glaube man macht sich kein Begriff wie absolut brutal die Leistungsgesellschaft in China ist, was das chinesische Abitur den Gau-Gau angeht. Wie immer noch extrem extrem da selektiert wird und wie viele Jugendliche quasi auch ihre Jugend opfern.

also Ich war hier in Shanghai als ich jung war auf der Schule. Ich habe nie jemanden Gleichaltrigen gesehen. Also ich war hier zehnte, elfte zwölfte Klasse... ...ich habe nie einen Chinesen gesehen der irgendwie draußen saß und Fußball gespielt hat oder Basketball... ...oder was auch immer, weil die waren immer zu Hause und lernen.

Die haben immer immer gehasstelt, immer gemacht und ja dann machst du das,... ...dann quälst Du Dich da, dann bist Du in den Top ein Prozent und dann bist du fertig hast Deinen... ...was weiß ich? Sozialwissenschaften studiert bis Jahrgangs Bester und dann wirst Du Lieferfahrer. also ich mein du hast ja eine Reportage gemacht über ja quasi Büro ist die vermietet werden an junge Leute, damit es nach außen hin wirkt als ob sie einen Job haben. Vielleicht kannst du das mal kurz nochmal erklären?

Ich war in einem sogenannten Fake-Büro also im Büro, indem man einfach so vortäuscht dass man zur Arbeit geht... Das ist immer schwer sich vorzustellen. aber der Druck auf so junge Leute in China ist einfach gewaltig. Weil man als junger Mensch natürlich auch für seine eigene Zukunft verantwortlich ist, aber auch halt ganz massiv für die Zukunft der eigenen Familie.

Die Familie investiert ja deswegen so viel hier in die Kinder und das in die Ausbildung, in den Nachhilfeunterricht alles enorm teuer in China weil das Kind daneben an die Universität geht einen guten Job hat Die Familie, wenn die Eltern älter werden oder die Großeltern finanziell unterstützt und zwar auch unterstützen muss. Weil es hier faktisch kaum ein Sozialsystem gibt. Das wollen wir ja sicher später in einer anderen Folge noch mal länger besprechen.

aber dieser Druck nicht nur für sich selbst sondern eben auch für das Wohlergehen der eigenen Familie verantwortlich zu sein. Das lastet enorm auf jungen Leuten hier. Und das war im Prinzip was man in diesem Büro gesehen hat. normales irgendwie Bro-Gebäude, die jungen Leuten können online so einen Kupor kaufen. Damit es nicht so teuer ist und haben sie im Prinzip pro Tag dafür gezahlt dass sie dort einen Sitzplatz haben ein Schreibtisch.

Es gab irgendwie so ein bisschen Tee und Kaffee und irgendwie Eis das man sich aus dem... klingt eigentlich ganz cool! Das war nicht erheblich so aus dem Gischangurgode. Und dann ging's so ein bischen darum. einerseits glaube ich nicht allein zu sein mit diesem Druck und dieser Angst nichts zu finden und teilweise aber auch weil die eigene Ehefrau oder die Eltern zu Hause sind, man vielleicht zusammen wohnt und man gar nicht zugeben will dass man keinen Job hat.

Also ich habe da mehrere Leute dann getroffen, die so tun als hätten sie ihren Job noch obwohl sie den Job schon verloren hatten und dann trotzdem da halt eben hinkommen und irgendwie auch einen Ort brauchen wo sie weiterhin eben Alter haben und möglicherweise halt was über ... Überbrücken können, bis sie einen neuen Job haben und das dann halt den eigenen Eltern nicht sagen müssen.

Weil die sich natürlich auch unheimliche Sorgen machen weil jeder hier im Land eigentlich spürt irgendwas ist ganz fundamental ins Rutschen gekommen Und der Druck und die existenzielle Angst vieler Leute ist enorm und hat es so in den letzten Jahrzehnten einfach nicht gegeben. Jetzt nehmen wir mal das Best Case-Szenario ... ein gutes Abitur gemacht hier in China, hat studiert und bekommt tatsächlich einen Job.

Aber das Problem ist ja dass selbst dann... ...das Arbeitsleben da hat man es ja noch lange nicht geschafft. Also dann fängt ja quasi irgendwie das nächste Hamsterrad an,... ...dass er mir auch als junger Student in China versprochen wurde. Das hört irgendwann auf! Aber dann kommen wir zu dem nächsten Hamsterrat. also ich muss sagen... ...also nach chinesischen Arbeitsbedingungen würde ich nicht hier arbeiten.

Es gibt diese berühmte Formel nine-nine six Das heißt von neun Uhr morgens bis neun uhr abends, sechs Tage die Woche. Man hat Wochenarbeitszeiten, die fast auf hundert Stunden hinaus laufen mehr oder weniger und das wird auch von dir erwartet. Das heißt man arbeitet sich zu Tode mehr oder weniger.

und es wird vor allem auch erwartet dass du dann für diesen Job der dich quasi quält wo du auch nicht so super viel verdienst, denn ziehst du vielleicht auch in eine neue Stadt Bist da, wo du noch nie in deinem Leben warst. Bist hundert Stunden die Woche im Büro und kommst dann nach Hause in deine kleine, mickrige Wohnung? Und du kennst niemanden! Du hast keine Freunde... ...und man vereinsamt dann sehr schnell. Das geht gerade sehr vielen jungen Menschen so.

Also es gibt diesen Trend hier in Social Media. Das sind junge Leute, die genau dieses Leben leben. Die nennen sich selber mehr oder weniger Scherzhaft Rattenmenschen. Also die sagen so, sie leben wie eine Ratte in ihrem Loch.

Sie kommen ab und zu mal raus um was einzukaufen aber sonst lungern sie entweder ganz im Büro oder Zuhause Aber sie machen nichts mehr anderes als diese wirkliche Ja ich weiß nicht wie man sonst nennt aber dieses ratenartige Dasein jetzt ist das auch gar nicht negativ gemeint. also dass dieses ratten Bild ist in China ein anderes. es ist nicht irgendwie von ungeziefer sondern eher so überlebenskünstlerartig. Es gibt mittlerweile auch diesen Begriff, der so ein paar Jahre populär geworden ist.

Und jetzt eigentlich die ganzen Diskurs habe ich das Gefühl inzwischen in China dominiert. Involution heißt es glaube ich auf Deutsch und es beschreibt so eine Negativspirale nach unten. Ich hab irgendwann mal den Vergleich gelesen. Man muss sich jetzt so ein bisschen vorstellen wie so ein Kinobesuch... Und um besser sehen zu können, steht der erste auf in der ersten Reihe. Der dahinter kann natürlich nicht so gut sehen. Da steigt er auch auf und so geht es dann immer weiter.

Alle könnten sitzen bleiben aber weil man halt in diesem Wettbewerb besser sehen kann irgendwie nach vorne kommen will stehen alle nacheinander auf. Das Ergebnis am Ende ist das alles stehen, dass alle ungemütlich hier sozusagen haben und niemand besser sehen kan. Und das ist ein bisschen so als Bild was sie übertragen auf eigentlich alles... in China im Moment.

Wenn man von der Wirtschaft angefangen, wo es irgendwie einen unfassbaren Wettbewerb gibt, der häufig auch überhaupt nicht wirtschaftlich ist – alle immer weiter arbeiten und immer mehr produzieren zu einem immer niedrigeren Preis, wenn sich eigentlich so eine Abwärtsspieler nach unten begibt. Und das aber dann eben auch bei der Bildung zum Beispiel.

Es gibt hier ganz viele junge Leute die ich irgendwie treffe, die jetzt Kinder bekommen haben, so in einer Generation meiner Gastschwestern Jetzt irgendwie Ende, Ende zwanzig sind oder Anfang dreißig. Und die eigentlich ihre Kinder anders erziehen wollen weil sie selbst auch dieses Schulzeit und mich belastend erlebt haben. Da kann man natürlich sagen mein Kind wird jetzt nicht Klavier lernen.

ja ich werde ihm diese eine Stunde in der Woche oder zwei Stunden der Woche schenken und da kann rausgehen. aber das sieht natürlich was der Nachbar macht Der Nacht bei der Schicksal-Kind zum Klavierunterricht oder der Nacht beim Schicksalkind zum Englisch-Unterricht. Und so ist man dann wieder in diesem Szenario des Kinos, ja eigentlich wollen das alle überhaupt nicht und alle erkennen dass es einen so kaputt macht und so müde macht. dieses Ich bin müde ich kann nicht mehr.

Das hört man ständig eigentlich wenn man mit jungen Leuten hier spricht. Und trotzdem kann man sich aus dem Wettbewerb mich zurückziehen weil man halt am Ende sich fragen muss wie kann ich überleben in dieser Masse von Wett bewerben? Das ist ein sehr negativ kronotiertes Wort. Das beschreibt wirklich diesen Wettbewerb, in dem alle mitmachen müssen aber alle eigentlich nicht mehr können. Ja und vor allem auch alle verlieren dabei. es geht ja irgendwie allen schlechter.

das ist jetzt aber schon relativ negativ was wir jetzt alles über die Gensi erzählt haben. vielleicht müssen wir auch mal kurz eine Lanze brechen dass das das jetzt keine verlorene Generation ist ... der Gensi geht es nicht unbedingt super. Also sie haben ... ... wenig Jobaussichten, die Wirtschaft ist auch ... ... entgegen dem was man vielleicht in Europa immer wieder hört hat ... ... massive Probleme und auch jetzt keinen einfach fix dafür.

also ... ... man kann sich einfach noch einen neuen Flughafen bauen... ... das wird besser. Und trotzdem muss man sagen dass die Gensii da in China mit ... ... unglaublich viel Humor rangeht oder unglaublich viele Galgenhumor. Also es gibt unglaublich viel Witze und Memes darüber über die jetzige Situation, was die jungen Leute damit umgehen.

Und das ist auch so eine Art Gruppendynamik, dass man sagt ja okay wir sitzen alle im selben Scheißboot und uns geht's dann allen nicht super aber wir machen halt irgendwie das Beste draus in dem wir halt versuchen drüber zu lachen. also es wird online viel diskutiert. Es gibt schon viele Dinge die die Gen Z Ja sie ist nicht sehr politisch ne?

Sie tragen dieses Diese Unzufriedenheit jetzt nicht irgendwie im Protest nach draußen oder was vielleicht früher Generation gemacht haben, Stichwort neunundachtzig. Aber... Was sie halt machen so Sie sind halt so eine Art Überlebenskünstler geworden. Sie kommen damit klar, sie finden da ihre Nische, sie hoffen irgendwann dass es besser wird und versuchen in der Zeit irgendwie ja ihren Weg zu finden. Die Generation hat ja bisher auch nicht nichts erreicht.

Es sind trotzdem viele Menschen, die das Bild von China heute im Ausland prägen. Gen Z in China ist quasi die erste Generation, die es geschafft hat, chinesische Kultur nach außen zu tragen als Art von Popkultur. Ich glaube, viele haben mittlerweile was von Labubus gehört. Vor zwanzig Jahren wäre das wahrscheinlich irgendwie abgetan worden oder so. Also die Generation hat schon irgendwie viel ... ... in ihren Maßstäben viel erreicht und tut auch viel, macht viel.

Nur sind sie halt glaube ich die erste Generation... ...die halt einfach von den Umständen um sich herum so. Sie haben einfach unglaublich wenig Chancen. Und das drückt halt total auf das Lebensgefühl,... ...wenn man hier jung ist in China gerade. Aber also ich würde sozusagen sagen... ...sagen sie tun viel oder sie tun halt wenig? Also ich glaub sozusagen sie... China ist ja so ein ultrakapitalistischer, eigentlich alles durch Geld angetriebene Wirtschaftssysteme und auch Gesellschaft.

Also schon allein die Bildung. Ich glaube man kann mit nichts besser Geld verdienen als mit chinesischen Eltern, die Angst haben um die Zukunft ihrer Kinder. Und bei dieser Generation finde ich, merkt man jetzt auf einmal dass sie sich bewusst dafür entscheiden kein Geld auszugeben nicht... sich daran zu orientieren, welche Tasche sehe ich jetzt? Handtasche sehe die ich jetzt vielleicht kaufen oder welches Auto.

Ich war gerade gestern an der Nordkoreanischen Grenze in so einer Grenzstadt und da gab es ganz viele Pop-Art Verkaufsstände auch so klein Autos heraus, die Kaffee verkauft haben. Sie haben die Autos so umgebaut gehabt und dann konnte man hinten aus dem Kofferraum heraus irgendwie Kaffeemaschinenstand da drin und dann saßen also junge Leute irgendwie davor ein bisschen am Handy rumgedaddelt uns hier unterhalten. Das ist auf einmal also für diese Generation okay.

Also sie versuchen gar nicht mehr irgendwie vielleicht in die Top, das Top-Tech Unternehmen zu kommen um dann diese zwölf Stunden dazu arbeiten überhaupt keine Zeit für sich selbst zu haben und sich da kaputtzumachen. Für Geld um sich dann irgendwie den Luxus oder den Status zu kaufen, dem man vielleicht früher hier noch viel wichtiger gewesen ist damit der Nachbar sieht dass man irgendwie sich ein ausländisches Auto vor die Haustür stellen kann.

... spannend und es ist ja tatsächlich irgendwie so ein Versuch... ... mit diesem Druck auch positiv umzugehen. Und das irgendwie sein Leben vielleicht reicher zu machen, mit weniger? Ich glaube dass das nicht eine Entwählung ist die man sieht es ja auch ein bisschen in Europa. Also die Gen Zee wenn wir heute an die denken sind jetzt nicht unbedingt diejenigen die sagen ... ..."Achzehstundenwoche gibt mir mehr und gibt mir Arbeit." Sondern die versuchen halt oder stellen halt Dinge infrage.

ist denn wirklich der Kern des Lebens nur arbeiten, nur Geld verdienen und nur erfolgreich sein nach konventionellen Maßstäben. Und China Gen Z sind halt nicht die Ersten... Gut ich meine ihm bleibt auch nicht viel anderes übrig. mein ihnen wurde auch einfach viele Voraussetzungen für den Erfolg sind auch nicht gegeben.

aber dadurch sind sie halt die ersten die von diesem Mantra es muss Geld verdient werden und ich muss erfolgreich sein so ein bisschen Abkommen ... in Fragestellen, aber für sich selber. Also nicht politisch... ... nicht das nicht nach Außentragen sondern einfach für sich selbst entscheiden wäre gut. Ich gehe halt einfach so ein bisschen... ja ich ziehe mich ein bisschen zurück,... ...ich mache meinen Ding und ich lebe ein bisschen. Und vielleicht ist das so ein bissel.

die Kernthese,... ...dass die jungen Menschen in China das zumindest versuchen nur. Das Problem in China ist,... ...China ist halt ein großer Motor und der muss angetrieben werden,... ...der muss weitergehen und.... Die Chance ist halt oder die Gefahr ist halt sehr groß, dass diese Entscheidung, die viele jungen Chinesen für sich getroffen haben. Sie halt ja vielleicht haben sie diese Wahl gar nicht weil es halt trotzdem das Projekt China, das es halt nun mal ist seit... ...siebzig Jahren!

dass das halt irgendwie weitergehen muss. Und Weitergehende ist vor allem Wachstum, also die technische Regierung hat glaube ich sehr, sehr Angst vor einer jungen Generation, die sagt Ich konsumiere nicht weil das ja so ein bisschen der Kern diese ganzen Produkte, die hergestellt werden müssen von irgendjemand gekauft werden.

und ich würde auch noch mal wenn wir angefangen mit Corona In Corona-Zeiten im November, also kurz bevor es die Öffnung hier dann gab und dieses Covid-System zusammengebrochen. Es gab es hier ja Proteste und das waren die größten seit neunundachtzig und das war eine Bewegung von jungen Leuten.

Also nochmal zurück nach diesem unfassbaren Horrorjahr wo man irgendwie ein Lockdown in jeder Stadt noch einen Nöcher und die Leute irgendwie in Massenkarentänezentren gezerrt hatte Dieser massive Lockdown in Shanghai gab es Unfälle um Quarantäne, Stationen herum und so. Das war eine unfassbare Unzufriedenheit Und ausgelöst durch damals ein Feuer im Xinjiang, im Westen des Landes wo viele Leute ums Leben gekommen sind, mutmaßlich deswegen.

Weil man eben diese Null-Covid-Strategie irgendwie dazu geführt hatte, dass schlicht und ergreifend die Feuerwehrleute da nicht rechtzeitig hingekommen sind. Das ist einfach zu einem unglaublichen Aufschrei geführt und die Leute sind spontan auf die Straße gegangen. Und das waren vor allem junge Leute erst in Shanghai und dann auch hier in Peking.

Da konnte man wirklich sehen, die Leute haben da zusammengesessen diskutiert gesungen Auch hier ganz in der Nähe, wo wir jetzt gerade sind an einem Fluss Und ich glaube, da hat man schon zu gewissen Teilen auch die Navi-Naivität, würde ich mal sagen dieser Generation. Ich meine es gar nicht abwährend gesehen weil sie glaube ich unterschätzt haben was für eine unglaubliche Provokation das in den augendischen Regierungen war.

Die haben sich ja im Prinzip an diesen Fluss zusammengesetzt und wollten gar nicht ganz grundsätzlich, es war keine Grundsätze. Es ging nicht um die ... Sie wollten nicht auf irgendwie in Richtung der chinesischen Regierung marschieren hier im Dschung-Nanghai im Zentrum der Stadt sondern eigentlich was sie wollten ist glaube ich wieder Leben können, in Freiheit leben können und dieses unheimliche grausame Regime hier immer orientiert an dieser Zahl Null beenden.

Und die politische Reaktion der Regierung hätte ja nicht härter ausfallen können. Ich habe damals auch mit Demonstranten hier gesprochen, die regelrecht davon überrascht waren weil so ein bisschen was wir auch eingangs besprochen hatten, die kannten diese Partei nur als in Amtsstrichen gut und die die Chancen ermöglichen die den Weg bereitet haben für diese Tech-Unternehmen, ja? Für diesen unglaublichen Wandel.

Dass alles irgendwie über das Handy läuft und dass es cool ist irgendwie auch chinesisch zu sein, weil's auf einmal mit Modernität und mit Fortschritt verbunden wird. Und dann auf einmal hat man dieses völlig aus der Kontrolle geratene System von Null COVID und gleichzeitig eben auch einem... einem System, das dann mit ganzer Härte diese jungen Leute verfolgt haben. Die sich da spontan und friedlich irgendwie zusammengesetzt hatten.

Und diese Demonstrantin, mit der ich damals gesprochen hatte, die ich noch gut in Erinnerung habe... Ich hätte gesagt, ich wusste überhaupt nicht wo er die wussten, wo ich bin? Wo wussten sie das denn? Ich hab doch eine einfache Maske getragen! Damals war es die Überwachungstechnologie sofort eigentlich nach Beginn von Corona so modernisiert worden, dass man im Prinzip nur an gewöhnlichen Gesichtspunkten erkennen konnte. Wer sich hinter der Maske verbirgt.

also die Regierung hat sofort erkannt das ist ein Problem mit allen Leuten. Masken tragen wir müssen das an dem Schlitz an den Augen erkennen können. Das war im Prinzip in kurzer Zeit möglich. Und dass natürlich auch die Handys getrackt wurden. Also das, wo eben das Handy sich in einem Stadtteil bewegt, das technische Jung das natürlich weiß und wer mit wem kommuniziert und wer in der Gruppe war, die das organisiert hat? Das hat die jungen Leute regelrecht überrascht!

Wir arbeiten hier als Krospondenten, wir leben diese Überwachung permanent im Alltag. Ich weiß, dass sie kontrollieren können oder wissen können wo wir unterwegs sind. Für junge Leute war das ein totaler Schock und dann auch eben die totale Härte.

viele von denen sind ja festgenommen und auch verschwunden nach diesen Protesten Und Sie haben im Prinzip auch in keiner Form Das ist vielleicht für uns nicht überraschend aber für viele junge Leute schon Absoluten Gnadenlosigkeit diese Leute auch verfolgt.

Ja, für die chinesische Regierung war das ein ganz grundsätzliche in Fragestellung ihrer Macht weil einerseits in Shanghai und in Peking aber im ganzen Land an Universitäten eine enorme Unruhe herrschte und viele natürlich auch kommuniziert haben miteinander. Und ich hatte ja einen Gespräch mit jemandem gesagt hat unser Professor hat uns buchstäblich in der Universität eingesperrt und es kann man. Das kann ein Schockieren.

Aber ich würde auch immer noch sagen, das hat der wahrscheinlich sogar gut gemeint. Präventiv? Ja, präventive genau weil er sozusagen wusste was das bedeuten kann ja mit welcher Gnadenlosigkeit die Antwort eben vielleicht kommen könnte und deswegen sozusagen einerseits die jungen Leute versuchen das vielleicht nicht politischen Fragen zu stellen aber weil sie auch ganz unmittelbar jetzt erlebt haben was das bedeutet wenn man das eben versucht.

Es gibt da diesen schönen Spruch Die kommunistische Partei ist wie Gott. Man kann sie nicht sehen, aber sie ist überall insofern... Wie die katholische Kirche ist glaube ich immer! Ja, oder wie die kathanische Kirsche in dem Fall. Gut jetzt haben wir uns sehr ausgiebig über China als junge Generation unterhalten und wir könnten uns wahrscheinlich noch stundenlang über das soziale Gefüge in China unterhalten Aber glücklicherweise ist das unsere nächste Folge.

Das war es jetzt aber erst mit unserer ersten Ausgabe von China und wir, mit mir Gregor Scholl. Und Leerse Hai! Die nächsten drei Wochen werden wir uns ganz intensiv mit China befassen. hier in dem Podcast das Thema. Wenn ihr uns auf Spotify hört dann habe ich ein Tipp für euch. Ihr könnt uns nämlich nicht nur hören, ihr könnt auch sehen. Wir nehmen das hier in meinem Wohnzimmer mehr oder weniger auf.

Wenn ihr aber auf einer anderen Plattform hört, dann findet ihr den Link zum Videopodcast in den Schauen. Redaktion hatte Timo Nikolas. Produziert wurde die Folge von Carlo Sarski-Langheit. Wir sagen czecien und bis nächste Woche! Bis nächste Woche.

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