Aller Anfang: Was bringt die Zukunft? - podcast episode cover

Aller Anfang: Was bringt die Zukunft?

Jun 08, 20261 hr 1 min
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Episode description

Nora Imlau

Zukunftsangst ist ein Thema, das viele Eltern kennen - und auch viele Kinder und Jugendliche. Wie gehen wir damit um? Und wie können wir als Familie mit Mut und Zuversicht in die Zukunft schauen, ohne vor Krisen und Gefahren die Augen zu verschließen?

Unser Postfach für Lob und Kritik, Anregungen und Themenwünsche: podcast@nora-imlau.de

Florence Gaub, Zukunft, dtv

Marisa Becker, Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise, Kjona

Almut Starke, Podcast Kinder sind auch Menschen, u.a. bei Spotify https://open.spotify.com/show/4YKtTp5aaIT0jl8kEiC100

Daniela Gassmann, Hier wiege ich mein Baby, dort stirbt ein Mensch, Süddeutsche Zeitung https://www.sueddeutsche.de/magazin/leben-und-gesellschaft/endlichkeit-umgang-tod-vergaenglichkeit-li.3481825?reduced=true

Werbung: Diese Folge wird unterstützt von Didymos - Tragetücher und Babytragen.

https://www.didymos.de

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Transcript

Es ist manchmal schwer, manchmal leichter aber immer interessant. Und womit fangen wir heute an? Heute Nora würde ich gerne mit dir über die Zukunft sprechen. Na dann legen wir los! Diese Folge wird unterstützt von Didymos und mehr erfahrt ihr am Ende dieser Folge. Hallo Nora Hallo Oliver Sprecht ihr über KI und wie blicken deine Kinder auf KI? Also Stichwort Zukunft, Zukunftsveränderung. Ist das mehr ein Segen oder ist da auch Angst im Spiel?

Ich war jetzt ganz überrascht, weil ich dachte, wir wollten über die Zukunft reden und nicht über KI. aber du siehst sofort die Verknüpfung zu sagen, die Zukunftstechnologie. Ja klar sprechen wir über KI und in unterschiedlicher Weise ... Ich habe meinen Kinder neulich erzählt dass mir teilweise Leute schreiben dass sie ChatGPT manchmal um Erziehungstipps bitten und dann sagen, bitte antworte so wie Nora Imlau antworten würde. Und das ich das mega creepy finde!

Weil diese Vorstellung ist da eine KI in meinem Namen irgendwas sagte was ich vielleicht gar nicht sagen würde weißt du? Ganz ganz kruselig finde. Da hatten wir noch nicht drüber gesprochen. Du, ich war neulich auf der Homepage von einem Paar Therapeuten und der bietet das an. Er sagt er hat eine KI gefüttert mit all seinen Büchern. Wissen tun? Ja ja genau! Und da kann man dann für Neunzig Euro, kann man sich dann irgendwie im Monat oder so, kann Total.

Es gibt die verrücktesten Sachen, es gibt lustigerweise ... Kognitive Dessonanz. auch eine Rudolf Steiner KI, die in Waldorf Schüler programmiert hat. Frag Rudi! Weißt du? Wo du quasi Rudi deiner Fragen stellen kannst, was er zu Sachen fragt. So viel zum Thema Medienfeindlichkeit und ... Nee, und es ist also mir wurde das immer wieder auch angeboten.

Es gibt Leute die haben da richtig so Businesses draus gemacht zu sagen Nora hättest du nicht Bock, eine KI zu füttern mit allem was du so machst und tust und mit allen Podcast folgen und Bücher nur so Und dann können Leute kostenpflichtig daran Zugang zu bekommen. das läuft mega gut und ich glaube so würde sich verkaufen und Ich will's auf keinen Fall So. und Dann spreche ich damit meinen Kindern drüber.

und Das ist schon interessant dass da auch unsere teenager Ja, auch ein bisschen unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven haben. Eins unserer Kinder lehnt das so total ab und sagt KI ist ... Ja, absolut schrecklich. Zerstört letztendlich das geistige Eigentum von unglaublich vielen Künstlerinnen und Künstlern macht das Internet unzuverlässiger und beschissener so! Und verbraucht dazu noch unfassbar viele ökologische Ressourcen ne?

Und gräbt irgendwelchen Regionen das Wasser ab... ...und da ist also eine Boycott-Haltung dann eher so da. Während ein anderer Teenie bei uns durchaus sagt, eh manchmal hat mir die KI schon voll den Hintern gerettet, es ist halt einfach mega praktisch wenn du warst in der Schule nicht Verstanden hast oder wenn du ganz schnell die Zusammenfassung von irgendeinem Thema brauchst, und du kannst es prompten.

Und jemand gibt dir auch nach zum Dreimal eben noch die Zusammenfaßung, die du für die Klassenarbeiter am nächsten Tag ganz gut gebrauchen kannst! Ja insofern wir reden da drüber und was ich dabei ganz oft denke ... Wenn ich mit meinen Kindern spreche ist so dieses Krass-Wir-Leben in der Zukunft. Weißt du, was ich meine? Also das, was Ich mir als Kind unter Zukunft vorgestellt habe, da gab's natürlich auch Ufos, die durch Städte fliegen und so.

Aber so bisschen diese Technologien, die wir heute haben ... Wenn man mir von denen erzählt hätte als ich acht war oder zehn, hätt ich das für Science-Fiction gehalten? Wir wären mit offenen Mund dargestanden und hätten gedacht wie, wir machen Videotelefonie nie unterwegs! Das ist für mich auch noch irgendwie so... Ich war neulich in dem Café bei uns gegenüber und da saß eine Frau und hat halt ein Teamscall im Café auf dem Handy gemacht. Da denk ich schon noch mal kurz so, wow!

Okay das geht ja... Also ich kann mich erinnern daran dass meine Mama mir irgendwann mal, war ich vielleicht elf oder so erzählt hat es gäbe sozusagen Entwickler die würden daran arbeiten dass man sich irgendwann beim Telefonieren möglicherweise sehen kann wie auf dem Fernseher so und dass ich wirklich dass unvorstellbar fand, diesen Gedanken jemand beim Telefonieren sehen zu können. Ich hab auch gefragt, technologisch wie würde so was funktionieren?

Ich weiß nicht, was ich gesagt habe, aber was wenn man unter der Dusche steht oder so und auf einmal geht ein Bild an? Mir war das gar nicht klar, wie sowas technisch funktionieren würde. Dass es da nicht in Hologramme ist, was vor einem steht. Das Star Trek geguckt. Aber ja also bei ganz vielen Dingen ... Ich hab vor einiger Zeit mal mit meinen Kindern nochmalen Buch gelesen von Erich Kästner, wo er in einem Kinderbuch so einen Zukunftsszenario entwirft.

Und da beschreibt der eine Stadt der Zukunft, ne? In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts geschrieben. und da beschreitet man, Menschen müssen durch die Städte nicht mehr gehen sondern ... haben Rollbänder, auf denen sie stehen können. Wie heute am Flughafen diese flachen Rolltreppen. und dann beschreibt der eben so als völlig surreales Szenario ... Manchmal klingelt es in der Mantel-Tasche und dann zieht jemand ein Telefonhöre heraus und beantwortet einen Anruf mitten in der Stadt!

Und das wird eben so total irrsinniges Zukunftsbild dargestellt und ist dann auch zeichnerisch umgesetzt. Weißt du mit so einem Telefonhörer, mit einem gekringelten Kabel das in der Manteltasche endet? Und meine Kinder waren so. was soll daran jetzt besonders sein? Das einzig komisches ist das Kabel! Und es ist halt lustig, also ganz kurz noch als ich sozusagen selber ein Kind war hab' ich gedacht auch schon wir leben in der Moderne. Wir leben in die Zukunft.

wenn meine Großeltern irgendwas von früher erzählen von Pferd und Wagen und so dann klingt das halt nach Uhrzeit. aber wir haben ja alles was ein moderner Mensch so hat Autos, Videorekorder, Walkman... Was soll da noch kommen? Faxgerät! Und heute, wenn ich unseren Kindern so was erzähle wie als ich ein Kind war, da gab es noch überhaupt kein Internet und kein Streaming.

Wir hatten ja nix ungefähr ... Dann kommt das denen auch vor, als wären wir in der Steinzeit groß geworden mit Festnetztelefonen und Video-Rekorde. Voll schön! Ich habe das als Kind nicht die Erinnerung. Also ich hab natürlich schon so diesen schönen Blick auf meine Ur-Oma, der hab' ich dann nochmal so mit echt über neunzig noch ein Computer gezeigt. und dann so wie zeigst du einem Menschen den noch nie einen Computer gesehen hat? Ja! Also schau mal kann hier auch Passionsen legen.

Das hat sie nämlich auch immer gerne gemacht Und das war dann so ungefähr der kleinste gemeinsame Nenner. Aber ich erinnere mich nicht dass ich sozusagen noch in eine große Zukunft geguckt hätte als Kind sondern eher Das ist jetzt das Ende der Entwicklung. Ist es so, wie ich es verstehen kann?

Ich fragte deswegen nach der KI, weil ich oft das Gefühl habe, dass dieses ganze Gespräch über alles was nach morgen ist in diesem KI-Diskurs oder eben in dem Umweltökokatastrophendiskurs landet und ganz vielleicht noch diese Dualität USA China So ungefähr, sagen wir mal so. Und das sind so herumwahrbande Bilder auf die die Kinder und Jugendlichen ja auch reagieren und Fragen stellen mit denen wir selber aber oft völlig unreflektiert umgehen. Das habe ich für mich gemerkt.

also ich merke halt dass keine Ahnung eins unserer kinder überlegt was mache ich einmal nach der schule? da ist jetzt auch der große trend. eben liest man ja auch allen halben ne bloß nicht studieren das bringt ja nichts es macht ihr dann alles mal der chat sondern Ausbildung. also erstens kann man damit schneller Geld verdienen und zweitens, kann man dann mit halt sich sozusagen in Sicherheit bringen so ein bisschen.

Also ich paraphrasiere jetzt nicht unbedingt mein Kind aber das ist eine sehr gängige Haltung. Da stehe ich immer davor denken zu hat. Ja und gleichzeitig kann man das natürlich nachvollziehen als ich glaube dass das viele junge Leute im Moment beschäftigt. wie finde ich Erwerbsarbeit, die nicht in wenigen Jahren von einem Computer komplett ersetzt werden kann und es sind ja auch manche Branchen jetzt schon ziemlich am Einbrechen durch KI.

Also gerade so im Bereich Mediengestaltung oder sowas da gibt's schon einfach richtig viele Leute, die sagen ganz viele Aufträge, die man früher so bekommen hat. Die kriegt man gar nicht mehr weil sie einfach durch KI ersetzt worden sind. Und die Roboter darf man nicht vergessen, man redet immer über Computer aber man vergisst die Robotter!

Ja und dann kenne ich schon auch Menschen die zum Beispiel im Handwerk arbeiten, die da wirklich manchmal so ein bisschen mit so einem selbstbewussten Augenzwing kann sagen also bis mich einen Roboter ersetzt, ne? Da vergeht noch eine Gezeit, das was ich hier kann, dass kann auch nur ich und es kann auch nun Mensch vor Ort zum Maurer zu sein, das kann nicht nach China verlagert werden oder sonst wohin auf der Welt. Das braucht man hier und da braucht man mich und da bin ich nicht ersetzbar.

Und ich kenne aber auch tatsächlich teilweise bei jungen Leuten ... Ich hab es schon mit meinen Kindern manchmal besprochen, manchmal auch so einen gewissen Fatalismus im Sinne von die Klimakrise. Krisen der Zukunft machen eh alles kaputt, da müssen wir gar nicht große zukunftspläne schmieden. Also so was wie welchen Job mache ich bis zur Rente? Ja keine Ahnung ob wir dann überhaupt noch irgendwie da sind. Bis dahin müssen wir halt einfach gucken dass wir gut klarkommen.

aber sozusagen diese Idee von Ich plane jetzt eine Karriere für die nächsten fünfzig Jahre Wirkt auf viele junge Menschen die ich persönlich kenne also nicht nur meine eigenen Kinder sondern auch im sozialen Umfeld Oft fast so ein bisschen absurd, weil sie die Zukunft insgesamt als so ungewiss und so unplanbar empfinden. Dass Sie nicht oft sich vorstellen können ... Weißt du, lineares Konzept von wegen? Ich werde jetzt Bankkaufmann!

Und dann trägt mich das sicherlich durch die nächsten ... forty-fünf Jahre Berufssiedlichkeit attraktiv fänden irgendwie. Das ist dann ... weiß ich nicht. Die Zukunft fühlt sich da irgendwie ungewisser vielleicht an. Aber ich verstehe nicht ganz wo das herkommt, muss ich schon sagen. Also gerade junge Menschen die viel stärker im Hier und im Jetzt und im Ausprobieren und im Erste Schritte gehen usw. und sofort leben vielleicht klickt es an dieser gewissen Radikalität die man hat in der Jugend.

dass ist auf schwarz-weiß eins null irgendwie so is Weil ich es nicht als besonders hilfreich empfinde zu sagen, okay das hat eh alles keinen Sinn. Nee natürlich! Das ist halt so dieser No-Future Fatalismus den gab's ja in den Achtzigern auch schon ne?

Teilweise so diese bisschen radikale Blick zu sagen wird eh alles misst oder geht eh alles zugrunde warum sich dann bemühen anstrengen irgendwas aufbauen So ähm... Ich halte das auch für keine ähm Ja Lebensbejahende und irgendwie konstruktive Haltung, mit der man besonders glücklich werden kann. Ich halte Selbstwirksamkeit für eine ganz wichtige Erfahrung und wenn ich nicht selbst wirksam bin dann habe ich auch das Bedürfnis in irgendeiner Weise eine Zukunft zu gestalten.

Und gleichzeitig kann ich natürlich total verstehen dass man so eine gewisse Demut hat und sagt wenn ich mir alleine anschaue was in den letzten zehn, fünfzehn Jahren sich auf dieser Welt alles verändert hat und wie rapide teilweise technologischer Fortschritt auch ist. Dann ist es sehr schwer zu sagen ich plan jetzt mal am Reisbrett die nächsten vierzig Jahre. Ich weiß ja kaum, was die nächsten Vierjahre mir bringen werden so ne?

Das ist schon nachvollziehbar dass man da glaube ich ein bisschen vielleicht stärker so denkt in ich muss irgendwas machen wo ich auch flexibel bin und wo ich so ein bisschen mich an der sich verändernde welt. Anpassen kann. aber noch mal hinterfragt also ich hab damals mir nicht eine karriere für vierzig jahre überlegt sondern ich bin hat man so losgestolpert und danach frage was hat sich da verändert? haben wir so? ne haben wir den sonne.

So eine stimmung vermittelt als gesellschaft als welt als land als was auch immer dass schon das irgendwie nicht mehr möglich ist. Dieses Hey, jetzt mach doch erst mal was dich interessiert! Du bist ... Hier steht ja quasi immer noch die Welt offen. Warum nehmen so viele von denen eine Abkürzung? Das versteh ich nicht. Ja... Ich weiß es auch nicht. Es kommt natürlich auch drauf an wo und wie man groß geworden ist.

also sowas wie Existenzängste gab's glaub ich schon immer Privileg, so ein bisschen mit acht, zehn, zwanzig zu sagen. Ich stolpe mal jetzt los und ich gucke, wo mich das Leben hinträgt. Viel glaub ich immer schon Menschen leichter die wussten ... Ich falle nicht ins Absolutbodenlose wenn irgendwas nicht klappt oder so. Qua Elternhaus oder wie auch immer.

also da hab ich selbst zum Beispiel kann ich ganz ehrlich sagen diesen Luxus irgendwie auch gehabt zu sagen ich geh jetzt mal los und studiere jetzt mal worauf ich Bock habe. Es ist nicht so, dass es mein Plan ist zu sagen. Im Notfall ziehe ich wieder in meinen Kinderzimmer ein. Aber ich war eben auch nicht mit völlig existenziellen Ängsten groß geworden im Sinne von ... Ich hab Angst irgendwann mir nichts zu essen kaufen oder die Miete nicht mehr zahlen zu können. Ich wusste, ne?

Ich habe einen Elternhaus im Hintergrund, da ist nicht der Plan, dass meine Eltern mich durchfüttern für die nächsten vierzig Jahre aber ich könnte immer ... auf einen gewissen Rückhalt und auch auf eine gewisse finanzielle Unterstützung bauen, wenn ich sie denn bräuchte.

Und das hat mich schon gemerkt dann, wenn nicht dann auch im Studium oder auch sonst in meinem Leben Menschen kennengelernt habe die in deutlich prekäreren Verhältnissen groß geworden sind mit deutlich mehr existenziellen Ängsten mit Armutserfahrungen, mit Diskriminierungserfahrung usw., dass da dieser erste Schritt in Richtung Zukunft auch vor zwanzig, dreißig Jahren oft schon anders war.

Ich habe mittlerweile viele Menschen kennengelernt die sagen ich hätte total gerne Literaturwissenschaft studiert aber es war völlig klar ich muss was machen was die Rechnung zahlt und deswegen hab' ich eine Ausbildung gemacht. oder deswegen bin Irgendwas geworden, wo man vor twenty fünf Jahren sagte da hast du quasi eine Jobgarantie. Also ich kenn ja nicht wenige Menschen auch in unserer Generation die ihre Träume selbst beschnitten haben.

also nicht konkrete Berufsträume sind einfach Interessen. was man so machen könnte aus einem Vernunftsgedanken heraus im Sinne von muss ja auch finanziell irgendwie hinhauen. und was aber mein Eindruck ist das heute Auch durch soziale Medien sag ich mal, privilegiert aufwachsende Kinder und Jugendliche vielleicht einfach auch mehr mitkriegen davon was bedrohlich sein kann. Was schiefgehen kann!

Ich hatte irgendwann vor einigen Jahren mal mit einem unserer Teenager wirklich fast täglich Gespräche weil diese Teenie eine totale Angst vor Obdachlosigkeit entwickelt hatte. Vor so einem Bild von, man könnte total durch soziale Netzfallen und irgendwann auf der Straße leben. Und das war dann richtig so. ne Panik. So was mach ich? Wenn ich es nicht schaff in dieser Welt ... so viel Geld zu verdienen, dass sich mir ein Dach über'm Kopf leisten kann!

Ich hab überhaupt nicht verstanden, woher das kam. Und habe dann mitbekommen, dass eben über TikTok und über Videos aus den USA – wo das soziale Netz ja tatsächlich sehr viel dünner ist.

Die Satin hat ja irgendwie so eine Bubble reingeraten war die sehr politisch versucht hat dafür zu sensibilisieren wie wenig dieser amerikanische Traum Funktionieren kann für Menschen die sozial eben durchs Raster fallen und wie leicht es passieren kann, dass du sozusagen vom Mittelschichtsmenschen zum Obdachlosen wirst.

Durch einen Jobverlust eine Krankheit ne Scheidung irgendwas was ungeplant ist und das hat sich dann praktisch in die psychik unseres kindes doch reingefressen als jederzeit könnte dir das Dach überm Kopf genommen werden. Und dann haben wir ganz viel geredet, über den Unterschied zwischen Deutschland und den USA und Sozialsystemen und allem ... Aber ein Teil dieses Gesprächs war durchaus auch.

es gibt in Deutschland nicht nur eine soziale Marktwirtschaft und auch darüber gewisse soziale Absicherungen sondern du persönlich bist auch abgesichert durch uns. Also du kannst immer bei uns wohnen, du kannst vor der Tür stehen und dich ins Boden zu fallen.". Und das hat dann viel Emotionalen halt gegeben. aber da hab ich eben auch gedacht Ich weiß nicht ob dass alle Jugendlichen so realistisch erfahren können diese Botschaft von ihrer Elterngeneration. dir kann eigentlich nichts passieren.

Ja also auf jeden Fall Kommt das in vier solchen Gesprächen zu kurz? Das dann, da halten sich zwei und dann muss man schon irgendwann mal höflich sich zumindest denken. Ja einer von uns ist jetzt aber privilegierter als der andere tut, aber so als hätten wir die gleichen existenziellen Ängste und de facto eine kann nach Hause gehen und sich tausend Euro leihen unter anderem halt nicht. Und es ist ein fundamentaler Unterschied. Das stimmt auf jeden Fall!

Ist für mich aber nur ein Erklärungsaspekt zu meiner trotzdem subjektiv wahrgenommenen Zukunftsverzagung. Also hast du selber so eine Zukunft-Verzagung, Zukunftsangst? Hast du das Gefühl wenn du sozusagen auf die Zukunft blickst? Also ich hab da total unterschiedliche... Auch die deiner Kinder dass man manchmal so denkt in was für ne Welt habe ich Kinder gesetzt? oder so kennst du diesen Gedanken Also so krass nicht noch dazu.

Es spielt ja auch auf so Regretting-Geschichten an und so, nee oder auch so radikalische Haltungen innerhalb von Ökologie. Nein so nicht. mit Zukunftsorgen meiner Kinder kann ich wenn sie kleiner sind so umgehen dass ich sage das ist Verantwortung der Erwachsenen also Wenn ein acht, neun, zehnjähriger über Umweltverschmutzung verzagt. Dann sage ich also finde ich super dass du dich da irgendwie interessierst und engagiert und auch was tun willst.

aber du musst trotzdem wissen die Elterngeneration ist da in charge Und ich persönlich hab so Phasen. Also ich weiß zum Beispiel als Corona einschlug und man überhaupt nicht wusste Was wird jetzt mit Firma und mit verdienen und das selbstständig und bla bla. Das war schon kurz so'n oh Gott Und ich kenne auch wiederkehrend irrationale Existenzängste. Dann kann, glaube ich bei bestimmten Themen Vogelstrauß machen muss ich ganz ehrlich sagen.

also Ich kann bestimmte Konflikte und bestimmte Szenarien ein Stück weit ignorieren oder sie nicht an mich ran lassen. Ich gehe dadurch unterschiedliche Gefühlszustände durch. und gerade eben denke ich so, ich habe keine Lust mir nur die alte Bundesrepublik zurückzuwünschen in der angeblich ja auch alles noch so prima war sondern ich glaube schon dass es Sinn macht sich eine gute Zukunft vorzustellen.

Die jetzt nicht unbedingt so in vierzig Jahre Herbstarbeit und Climb Up the Ladder besteht aber das wir als Familie uns schon vornehmen können, dass das was Gutes noch werden kann. Ja also ich glaube es ist wenn ich hier so zu höhere merke. es ist für mich gar nicht so leicht sozusagen diese persönliche zukunft also sowas wie berufstätigkeit wollen unsere kinder später mal selbstfamilie haben oder in ganz anderen lebensmodellen leben?

oder so sozusagen zu denken und parallel sozusagen diesen quasi globalen zukunfts Gedanken zu halten von wie geht das mit der Klimakrise weiter? Wie geht es mit autoritären Bestrebungen weiter? und ich glaub diese Zukunftsängste, die ich so habe. Die sind weniger auf sowas bezogen wie meine Kinder könnten mal arbeitslos sein oder irgendwie so individuelle Sachen. Sondern da gehst du dann wirklich um's große Ganze.

also schon manchmal ... Ich hab schon manchmal diese apokalyptischen Ängste sozusagen wenn man den neuesten Weltklimabericht liest und dann heißt es Klimaziel hier wieder verpasst und die Klimakatastrophe kommt nicht. Die ist eigentlich schon da, wir merken es nur nicht. aber das wird noch ganz furchtbar und ist auch kaum noch umkehrbar und alle politischen Tendenzen weltweit gehen gerade eher in die Gegenteiligerichtung von dem was wir bräuchten um die große Katastrophe zu verhindern.

Und dass dock bei mir wirklich auch an so ganz tiefsitzende Ängste vor So eine Weltkatastrophe irgendwie an. Wir hatten früher drüber gesprochen, dass ich so ein bisschen zu dem Club der Gudrun Pause war. Traumatisierten Gehörer. Ja, ich erinnere mich daran. Ich hab wirklich ... ne Subjektiv diese Erinnerung, das ich als Kind und als Jugendliche grundsätzlich mit sehr viel emotionaler Sicherheit groß geworden bin.

Dass ich in einem harmonischen idyllischen Umfeld großgeworden bin, wo ich sehr viel ... Sicherheit, Geborgenheit gespürt habe und ganz starkes Urvertrauen hatte. Die Welt ist ein guter Ort, ich bin immer beschützt, alles ist gut. Und in diese heile Weltgeschichte kam aber auch eben dieses Thema Klima mögliche Umweltkatastrophe, Chernobyl, saurer Regen ... Wo steuert das noch hin so rein? Ich hatte quasi ... Wie das manchmal so ist.

Kinder nehmen die Welt manchmal sehr schwarz-weiß, war manchmal dieses Bild mein Leben ... könnte so sein wie am Anfang von einem Katastrophenfilm. Also alles ist idyllisch, Kinder sind aufschaukeln und dann passiert ein großes Ding eine nukleare Katastrophe oder irgendwas bam! Und auf einmal siehst du dasselbe Setting und da liegen nur noch so ein paar Skelette rum und es ist tot. Das war eine Angst, die ich hatte und die mich teilweise wirklich auch den Schlaf gekostet hat als Kind.

Die Angst vor der großen Katastrophe ... Und die hab' ich nie so ganz geschafft abzuschütteln! Ich schieb die weg und ich habe manchmal fast sowas Trotziges zu sagen. Ich hab bis vierzig Jahre Angst gehabt von der Katastrofe. Die ist in der Form nie gekommen. Jetzt weigere ich mich weiter, Angst zu haben. So?

Aber es ist trotzdem so, dass wenn ich gerade so emotionalisierte Berichterstattung zum Thema Klimakatastrophe lese und an da Szenarien beschrieben werden auf was für eine Welt wir dazusteuern. Ich dann manchmal richtig existenzielle Zukunftsangst bekomme und dann wirklich auch in so einem Oh mein Gott! In was für ne Welt haben wir unsere Kinder gesetzt?

Hoffentlich werden unsere Kinder nicht später ja nur Leid Furchtbare Dinge erfahren und sozusagen uns dafür hassen, dass wir ihnen das zugemutet haben oder so. Also da sind manchmal ganz düstere Gedanken da mit denen ich auch keinen so richtig doll konstruktiven Umgang tatsächlich oft finde sondern dann eher wieder die Versuch einfach wegzuschieben und zu sagen bringt ja nix Ja? Und dann versuche eher an dieses Urvertrauen anzudocken an so ein etwas naives Es ist noch immer gut gegangen Gefühl.

Wo ich weiß, dass viele gerade in der Klimabewegung sagen das hilft halt auch nicht einfach nur das Beste zu hoffen. man muss schon auch aktiv werden man braucht irgendwie die Motivation sich zu engagieren und nur so kann sich was ändern. und das sehe ich total. und gleichzeitig wie du weißt hat man meistens grade in der Phase wo man Job und Kinder und Alltag und Haushalt und so jongliert eben auch gar nicht so die Ressourcen frei zu sagen.

Und jetzt engagiere ich mich noch intensivst in der Klimabewegung oder so? Wenn ich dir zuhört, überlege ich ob es da nicht noch eine dritte Option gibt also... Also wenn diese Gefühle so stark sind, diese Zukunftsangst oder dieses ... Okay, bis jetzt ist nicht passiert wird schon irgendwie weiter.

Das ist ja keine Strategie wirklich damit umzugehen und auf der anderen Seite zu sagen Ja dann musst du jetzt total politisch oder wie auch jetzt musst du aktiv werden in deinem bisschen Zeit noch finden um keine Ahnung bei Friday ist vor Future Baden-Württemberg noch irgendwie einen halben Tag mitzumachen. ich sage irgendwie auch jetzt noch nicht das.

aber Was ich da eben mochte war, ich habe dann in der Süddeutschen Mann ein Artikel von Florence Gaupp gelesen und die weist erst mal darauf hin das es zwei Dinge zu bedenken gäbe. Das ist einerseits wir nicht in der allerschlimmsten Zeit ever leben und dass Menschen es auch immer geschafft haben sich eine schlimme Zukunft vorzustellen und deswegen Dinge getan haben, dass sie's eben nicht so kam. also das is schon Sinn mache sich zu überlegen, was alles passieren könne.

Aber dass das gleichzeitig auch immer ein Plan und eine Überlegung braucht wie es denn besser wäre? Und dass uns das als Menschen aber auch als Gesellschaft eben guttut und ist dann auch in die richtige Richtung führt. wenn ich jetzt ungefähr gut paraphrasiert habe. Ich hab jetzt gerade auch angefangen ihr Buch zu lesen heißt Zukunft und da stellt sie zum am Anfang sehr schöne präzise prägnante Thesen. Wir brauchen auch ein Bild von der Zukunft, damit auch was entstehen kann.

Und das finde ich irgendwie ... Wenn ich dir so zuhörte, fand ich das so'n dritten Weg zwischen Verzweiflung und Kopf in den Sand ist schon immer irgendwie gut gegangen. Ja, ja! Ich lese lustigerweise auch Krattenbuch, dass ich so ein bisschen damit beschäftigt von Marisa Becker. Das heißt Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise? Das ist ein ganz dünnes Buch und das gefällt mir sehr gut.

Weil es natürlich auch gerade eine Frage aufgreift, die mich als Mutter, die jetzt grade wieder ein Baby bekommen hat total umtreibt. Man hört ja schon immer wieder aus ökologisch bewegten Kreisen so'n bisschen dieses Kinder sind quasi nur ne Klimasünde. Also du kannst dir nen SUV anschaffen oder nen Kind kriegen alles versaut deinen ökologistischen Fußabdruck doch? Wo bist du unterwegs?! Ey Alter! Also, ich kriege das zu hören und vor allem wenn man viele Kinder kriegt.

Also Megan und Harry haben gesagt aus ökologischen und Klimaschutzgründen finden sie zwei Kinder sind genug insofern ... Was soll ich da erst sagen? Hey! Ja also okay, nee, da gehen wir echt jetzt. Na ja, ihr habt euch ja bescheidet mit zwei Kindern. Ihr habt alles richtig gemacht. Das ist natürlich nur aus öko- logischen Gründen. Und wir haben... mehr gewollt. Okay, ich hoffe, wenn jemand zuhört, über den ich mich nicht wirklich über Menschen lustig machen, denkt ... Das ist alles gut!

Mich hat dieses Buch sehr abgeholt, weil das letztlich ein Essay ist in dem eben Marisa Becker, die selber eine sehr klimabewegte Person ist darüber nachdenkt ob wir vielleicht gerade diese Frage Kinder- oder Klimaschutz völlig falsch denken. Und sie sagt eben, Kinder sind kein Klimaproblem. Kinder sind ein ganz wichtiger Motivator um eine positive Zukunft zu gestalten.

und sie formuliert diesen Essay als Brief an ihre Tochter und erklärt sozusagen warum es wertvoll und wichtig war diese Kinder zu bekommen auf individueller persönlicher Ebene, aber auch auf gesellschaftliche politischer Ebene. Und wie wichtig ist es, niemanden dafür zu beschämen ein Kind zu wollen?

Ein Kind zu bekommen, Kinder großzuziehen in einer unperfekten Welt die immer unperfect war und dass eben dieser ganze Fatalismus im Sinne von Es ist eh alles dem Untergang geweiht überhaupt nicht hilft. Und sie sagt deswegen muss ich da jetzt gerade dran denken das es auch Forschung gibt, dass diese Katastrophenszenarien von denen du vorhin so ein bisschen gesprochen hast die natürlich auch eine Kraft entfalten können im Sinne von das wollen wir gemeinsam abwenden.

Wenn sie zu düster werden und zu starr auch zu einer völlig Verhaltensstarre führen können. also es gibt eben auch diesen psychologischen Effekt von wenn eh alles unabwendbar kaputt ist dann müssen wir auch gar nichts mehr tun.

Und es gibt in Sachen Klimaschutz und Klimakatastrophenkommunikation durchaus teilweise diese Tendenz, dass man eben nachweisen kann wenn man Menschen in bestimmter Weise über die potentiellen Auswirkungen der Klimakrise informiert das daraus dann teilweise eher so eine Schockstarre und dann auch ein gewisser Fatalismus erwächst im Sinne von ja wenn eh alles nicht mehr abzuwenden ist und unabwendbar blöd wird, dann versuchen wir uns jetzt noch ein paar gute Jahre zu machen.

Und dann ist es auch egal was wir oder nicht machen, weil das wird ja eh alles kacke so. Da beschreibt sie eben die Notwendigkeit ... positiver Bilder und auch die Notwendigkeit, auch im Hier-und-Jetz eben anzuerkennen. Ja wir leben in einem Zeitalter von Polikrisen ja also es gibt mehrere gesellschaftliche ökologische politische Krisen Und gleichzeitig leben wir sozusagen in der besten Welt die wir jemals hatten.

Also wenn man sich so diese Index anguckt im Sinne von Es war nie gab nie weniger Hunger auf der welt es gab nie mehr Bildung für Kinder aller länder und gesellschaftlichen Hintergründe auf der Welt. Es gab nie mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, es gab niemehr Rechte für queere Menschen. Und ja wir nehmen wahr hier und da gibt's auch so gesellschaftliche Rückwärtsbewegungen und das ist ein Problem.

aber diese Rückwährtsbewege sehen wie auch nur weil es so viel Vorwärzbewegung in den vergangenen Jahrzehnten gab. Das ist einmal mal ein letztes Aufbäumen einer Gesellschaft die dann ... akzeptieren muss, dass sich die Zeit weiter gedreht hat. Sie schreibt in diesem Buch diesen einen Satz der einerseits banal ist und andererseits für mich trotzdem so eine Kraft hatte, dass sie sagte wir haben viel Angst und ich will diese Angst nicht kleinreden.

aber wir leben auch jetzt schon in einer eins Komma fünf Grad heißeren Welt Und uns geht es im Großen und Ganzen noch ganz gut miteinander. und sie beschreibt ebenso das gesagt Wir müssen auch Vertrauen haben in unsere Fähigkeit, uns anzupassen. Uns erneut Dinge zu gewöhnen und zu adaptieren letztlich. Und sie schreibt halt ... Da spricht sie mir sehr aus der Seele.

ein gelingendes Leben ist vor allem davon geprägt dass wir gelingende soziale Beziehungen haben das wir uns mit anderen Menschen verbinden können. Das können wir Menschen grundsätzlich Das hat die Geschichte gezeigt, auch unter suboptimalen Rahmenbedingungen. Also die Frage was ist ein lebenswertes Leben? Hat sich nie dadurch beantworten lassen zu sagen ein Leben unter Ideal-Bedingung.

und es gab immer wieder Menschen, die auch schwere Zeiten hatten in unterschiedlicher Weise und die trotzdem ganz klar gern am Leben waren oder ihr Leben als schützenswert und wichtig erlebt und empfunden haben. Aber ja, das soll natürlich kein Plädoyer für eine Vogelstrauß-Taktik sein. Das sagt auch, muss ich ganz klar betonen, Marisa Becker nicht.

Sondern sie leistet ganz klar aus Elternschaft auch eine Verpflichtung letztlich ab sich im eigenen Rahmen so wie es einem möglich ist eben für einen besseren Welt zu engagieren. und das fängt an der Wahlurne an und hört aber da nicht auf. Das finde ich total witzig, weil wir dann beide sozusagen Zukunftsbücher lesen. Ja lustig ne? Florence Gaube in dem Buch Zukunft die kommt jetzt quasi nicht über den ökologischen Engel rein so wie ich es bei dir für deinem Buch verstanden habe.

aber manch der Argumente klingen wirklich eins zu eins. also das wird trotzdem... ...in einer verdammt guten Welt viele von uns leben und dass das der Auftrag ist die Zukunft dahin weiterzudenken. und dann plädiert sie aber sehr für so einen Zukunft mal näher, also zeitlich näher an dir und auch mal länger zu denken. Und kritisches Hinterfragen von Annahmen war. wieso gehe ich davon aus dass das für mich wichtig ist oder dass das ein Land wichtig ist?

Die kommt ja eher so glaube ich aus der politischen Strategieberatung so. Das macht es so ... Für meine Nachtgästchenlektüre erfrischend das so bisschen... Ich würde nicht sagen Positiv so ist es gar nicht. das ist nicht so ein. Wie deinst ja auch nicht, dass es nicht so wird schon alles gut gehen. der Mensch hat schon vor allem immer eine technische Entwicklung. so ist überhaupt nicht.

aber es ist so dieses beschäftige dich mit zukunft setzt dich mit dem auseinander was nimm war was um dich herum geschieht und zieht daraus deine schlüsse. und das gibt so ne art von empowerment im nachdenken und es spricht mich sehr an auch weil sie eine sehr klare und schnörkelose Sprache hat die ohne Umwege auskommt. Das macht Freude, das zu lesen.

Ja ich frage mich manchmal ob unsere Kinder es schwerer haben sozusagen positiv und optimistisch in die Zukunft zu blicken als wir um dieses Kollektiv einfach so zu verwenden dass damals hatten. und ich bin mir nicht sicher Es wird ja im Nachhinein jetzt oft gesagt dass die Zeit in der wir junge Erwachsene waren eine ausgesprochen positive Zeit gewesen sei. Ich habe ... Also, das wird oft so... Erlebe ich oft, dass sozusagen ... Entschuldige mal! Ja?

Okay. Also, ich erlebe das oft, wenn Genzi-Leute miteinander reden, dass die sagen, woher unsere Eltern, die damals noch in den goldenen, neunzigern und nuller Jahren ... Die hatten's so gut. Da findet eine seltsame Verklärung der Vergangenheit an Teilweise statt, wo ich denke, ich war dabei! War jetzt auch nicht alles rosig und wie gesagt Zukunftsängste als Konzept. Das kannte ich schon auch ... Als junge Frau? Ja, und ich erlebe es. aber wieso oft in dieser Generation, ne?

die jetzt am Ende ihrer Schulzeit so langsam stehen und ihr Leben sich vorstellen, was sie in den nächsten Jahren machen wollen. Eben auch nicht als so homogen wie das oft beschrieben wird. In Generationenbeschreibung neigt man ja auf dazu zu sagen ... Die jungen Leute von heute wollen das und vertrauen dem und suchen das. Und ich hab das Gefühl, dass man da auch heute erkennen kann, dass Manche jungen Leuten trotz Herausforderungen eher so ... für sich trotzdem beanspruchen.

Ich möchte ein gutes Leben haben und ich such da einen Weg hin, und ich baue mir da was auf ... Und andere sehr viel verzagter und pessimistischer rangehen. Und ich muss jetzt gerade an Herbert Rentspolster denken, von dem ich vor kurzem noch mal einen Vortrag gehört hab zur Frage wie politisch Kindheit ist? Und der nochmal so diesen ... Zusammenhang zwischen dem eigenen Aufwachsen, dem Umgang mit Kindern und deren Selbstbild und auch Gesellschaftsbild so herausgestellt hat.

Und der im Prinzip gesagt hat wir übertragen oft unbewusst die Erfahrungen, die wir mit unseren nächsten Bindungspersonen machen Auch darauf wie wir auf die Welt blicken. das heißt wenn wir aufgewachsen sind in so einem Grundgefühl von Die Welt ist ein guter Ort, die Welt hat Platz für mich. Die Welt freut sich, dass es mich gibt.". So?

Dann gehen wir mit achtzehn, neun, zwanzig, fünfundzwanzig anders in die Zukunft als wenn wir von Anfang an das Gefühl hatten um unseren Wert und unseren Platz kämpfen zu müssen. Das ist spannend! Mich würde der Einfluss der weiteren Gesellschaft uns... Social Media und Co. natürlich schon sehr interessieren ihnen, weil wir halt das auf die Tese miteinzahlen oder ihr widerspricht.

Also Herbert sagt nicht um das ganz klar zu sagen Eltern müssen einfach nur nett zu ihren Kindern sein Und dann ist sozusagen der Weg vorgebahnt. im Gegenteil also dass sozusagen Kindheit und Jugend und Erwachsenen leben auch von ganz ganz vielen unterschiedliche Wirkenden äußeren Einflussen geprägt ist.

Das ist ein großer Teil dessen was er auch beschreibt aber eher stellt eben und da gibt es durchaus auch Daten dazu, auf die er sich unterstützt diesen Zusammenhang dar wie ein frühes erleben von Gemeinschaft oder allein sein. Von einer gewissen hoffnungsvollen Perspektive im sozialen Umfeld oder so der sehr hoffnungslosen Perspektive auch bei den erwachsenen Bindungspersonen eben starken Einfluss darauf hat, wie Menschen später die Welt sehen und sich in der Welt bewegen.

Und das ist ein Unterschied macht ob ich mit zwanzig in die Welt gehe und grundsätzlich in mir drin erst mal dieses Gefühl trage Ich bin wertvoll! Ich will was reißen in dieser Welt egal jetzt mal in welchem Job oder auf welche Weise. aber Die welt steht mir offen Ich hab hier meinen Platz, darf hier Raum einnehmen. Auch wenn Dinge schwierig sind, habe ich auch Kompetenzen und Kapazitäten, was zu gestalten.

oder ob ich eher verschüchtert und deprimiert in die Welt starte und tendenziell als Botschaft immer mitbekommen hab. Die da oben denen sind wir eh egal du wirst es von allen über den Tisch gezogen Du kannst niemandem vertrauen Und die Zukunft wird eh scheiße Ja oder ergänzen, dass du halt im schulischen und im Kindergartenumfeld auch immer viel dieses hast. Umweltkatastrophe, Umweltkatastrofe und schwierig-schwierig und Tick usw. statt zu sagen hey so geht Zukunft machen!

So geht das eigene Leben in die Hand nehmen. Ich muss gerade weil wir jetzt so viele über Zukunft sprechen an meine Freundin Almut Stark gedenken. Die ist Pädagogin hat auch ein Podcast und die spricht ganz viel einfach darüber wie eine Familie leben heute gelingen kann und gibt da ganz wertvolle Impulse für Familien.

Und die sagt ganz oft, wenn Kinder oder auch Erwachsene in einer Situation sich so feststeckend fühlen im Sinne von ... Ich weiß überhaupt nicht wie das in Zukunft alles besser werden soll, weil jetzt ist es schon schwierig! Wie soll es dann erst in einem Jahr werden? Dann sagt sie ganz oft... Das ist ein Problem für das Zukunftstuhl.". Das ist jetzt noch nicht dran. Du in der Zukunft wirst das lösen, jetzt sind wir hier so.

und das ist was, was ich manchmal mit meinen Kindern auch so nutze wenn die da irgendwie gerade so Panik haben. bei unserem Kind steht jetzt ein Schulübertritt an auf die weiterführende Schule und dann kommt manchmal dieses wie wird das werden? Wird das alles noch schwerer und noch schlimmer? und dann so Ängste und dann sage ich manchmal du das ist jetzt überhaupt nicht dran dass zukunftst du das wird das superlösen aber dass jetzt du, das muss ich damit noch überhaupt nicht befassen.

Und das ist manchmal echt so. ein total schöner Griff um Kinder die zu diesen Denkspiralen neigen, weißt du? Aus denen man nicht rauskommt aus diesem Grübeln und sich Sorgen machen. und dann wird es immer noch größer und noch größter. und ich bin zwar erst in der vierten Klasse aber werde ich irgendwann mal das Abitur schaffen die da so ein bisschen auf den Boden zu holen.

Und wie gesagt, Albu sagt das manchmal auch zu mir also wenn wir uns dann unterhalten und ich bin ja auch nicht frei von irgendwelchen Existenzen und so wird in fünf Jahren noch irgendjemand meine Bücher lesen. Also das ist ein Problem für Zukunftsnurra! Die wird das gut lösen können. jetzt ist es nicht dran und das hilft mir manchmal auch sehr zu sagen klar ist wichtig dass wir über die Zukunft nachdenken klar Ist das ein wichtiges Thema? Welche Bilder haben wir, was können wir dafür tun.

Wo wollen wir hin? Aber manchmal ist es auch wichtig sich wieder so in die Gegenwart zurückzuholen und zu sagen ... Total schön! Die Gegenwart, die wir jetzt leben, ist die Zukunft vor zwei oder fünf oder zehn Jahren. Wir dürfen wahrnehmen, dass es doch gerade gut ist. Und dass es uns gut geht. Dass wir das ohne schlechtes Gewissen- und zukunftsängste genießen dürfen. Ja. Finde ich eine super Unterscheidung zwischen dem Zukunftstuhl und dem Gegenwartstuh.

Oder ich, also dem Zukunftsich und den Gegenwartssich weil ... Ich bleibe bei Florence Gaub zu sagen dass das Zukunftstu muss genährt werden und darüber das Willen nachdenken und das Willfragen und Antworten haben was könnte kommen. aber das Gegenwart-Sich braucht ganz unbedingt auch so ein. das nähern wir jetzt.

Also ich glaube, wenn ich mich jetzt nähere im Sinne von schaue dass es mir gut geht um den um mich herumgut geht, dass ich mich keine Ahnung gesund halte bilde Ich meine ist gar nicht so als Bucketlist sondern mehr so. wie können wir uns jetzt gut ums Gegenwartsech kümmern? Das wird dem zukunftssich dann vielmehr helfen und so kann man das eine dahin stellen und das andere da einstellen. Das ist ja wirklich total schön! Ja... Ich habe vor...

Super einigen Tagen auch in der Süddeutschen einen Essay gelesen, der mich sehr berührt hat. Wie sind wir heute viel mit unseren Lektüren beschäftigt? Aber das passt jetzt gerade so gut zu dem, was wir besprochen haben! Das war ein Essay von Daniela Gassmann, die ich auch sehr mag und schon ist bei der SZ.

Und sie hat vor relativ kurzer Zeit ein Baby bekommen und ist während der Schwangerschaft neben mein Altersheim gezogen und hat diesen Essay geschrieben, dass sozusagen diese Thematik Im Nachbarhaus wird die ganze Zeit gestorben und da gehen Leben zu Ende. Ich bin schwanger, bringe dieses Kind in die Welt. Sie total ... In so einer Auseinandersetzung mit dem Thema Endlichkeit und Sterblichkeit und Zukunft gezwungen hat. Weil das für sie wie ein Paradoxon war. Es passiert hier alles Tür an Tür.

Und sie beschreibt dann nicht, weil sie die Augen verschließen konnte davon, dass Zukunft auch immer mit der Endlichkeit. belegt ist.

Irgendwann ist unsere Zukunft vorbei und sie macht dann den ganz großen Bogen auf, dass wir Menschen letztlich alle das Problem haben ,dass wir uns unserer Sterblichkeit bewusst sind und gleichzeitig unsere Sterbigkeit oft nicht vorstellen können weil unsere Existenz sich für uns so universal irgendwie anfühlt, dass die Welt ohne uns auch schlecht vorstellen kann usw.,

aber wie Sie ja nur kennen mit uns drin du weißt schon was ich meine ganz schön herausgearbeitet wird, ist dass sie dann praktisch in so eine Art Zukunftsangst zwischenzeitlich rutscht. Im Sinne von all das was ich hier liebe, alles was isst, wird irgendwann zu Ende gehen. Irgendwann wird auch dieses Kind, das jetzt noch gar nicht geboren ist, auch nicht mehr auf dieser Welt sein und ich nicht und meine Eltern nicht und mein Partner nicht und alles ist vergänglich.

Und dann schafft die da aber diesen Dreh hinzukriegen zu sagen Aber hey! Jetzt in der Gegenwart ist es alles da. Ich bin jetzt In dieser wunderbaren Zeit meines Lebens, wo ich ein Kind erwarte. Ein Partner habe als Zuhause habe meine Elternleben beide noch und jetzt ist die Zeit diese Gegenwart wertzuschätze zu genießen aufzusaugen in sich.

so dieses Wissen um die eigene Sterblichkeit und Endlichkeiten muss nicht wie so eine Bedrohung am Ende stehen, sondern sie kann auch einfach ein bisschen den Fokus Kalibrieren zu sagen. Aber jetzt bin ich nicht da drüben in diesem Altersheim! Jetzt bin ich hier und darf mich freuen an dem was ist? Das hat mich berührt. es war schön geschrieben. Wie du überweist dich wohnen ja auch... Stimmt, da musste ich auch sofort dran denken. Ich wohne ja auch gegenüber von einem Altersheim.

Das kann übrigens beides haben. Also das kann so was haben wie, oh Gott irgendwann ist das Leben zu Ende und manche aber von denen sehen auch sehr zufrieden aus. also das ist ja auch ein Ort in dem man dann einfach sagen kann ich muss mich um paar Sachen nicht mehr kümmern Und Ich mache jetzt die genieße die kleinen Dinge der radios wird kleiner und So als man. ich wollte nur sagen es gibt tage da guckst du so dann guckste anders auf einen auf ein altersheim.

Wir werden versuchen euch die Bücher und Artikel und Podcasts, sie jetzt sowieso eingerissen haben wir zum Teil nicht die Show Notes zu setzen. Kann natürlich hinter irgendwelchen Bezahlschranken sein. Was denkt ihr über die Zukunft? Dann schreibt uns doch gerne an podcastatnora-imlau.de. Und damit liebe Nora kommen wir zu den Sponsoren der aktuellen Folge und es folgt etwas Werbung. Ich freue mich riesig, dass unsere heutige Podcast-Folge von Didymoss unterstützt wird.

Das ist dieses Traditionsunternehmen aus Ludwigsburg wo die wunderbaren Tragetücher und Tragehilfen herkommen, die uns auch als Familie seit der Geburt unseres ersten Kindes begleiten! Unser erstes Kind erwartet haben, da waren wir ja noch Studenten. Haben super wenig Geld gehabt sozusagen weil er spart es genommen und einen Digimos-Tragetuch erstanden. Weil ich so dachte das wünsche ich mir dass wir unser Kind nah bei uns tragen können.

Hatte mich vorher voll reingefugst welche Länge brauchen wir? Und dann haben wir uns von unserer Hebamme zeigen lassen wie man ein Tragetuck bindet. Das war für mein Mann und mich wirklich ... Wieso der Erweckungserlebnis so cool ist, dass wir unser Kind jederzeit und überall ins Tuch bitten können. Und überall hin unterwegs sein können, egal ob Kinderwagenfreundliche Umgebung oder nicht!

Unser Kind hat das sehr geliebt und seitdem sind alle unsere Kinder... Die, die muss tüchern und slings und tragen durch die Welt getragen worden von uns. Teilweise auch von den Großeltern unserer Kinder jetzt auch von großen Geschwistern was mega süß ist. Das ist unser ältestes Kind in dem Tragetuch trägt das wir damals für das große Kind gekauft hatten so ... Und ich mag diese Tücher und trage unglaublich gern. sie haben eine hohe Qualität, die werden auch in Europa gefertigt.

Und ich habe als Journalistin vor einiger Zeit dieses Unternehmen mal besucht, hab die Gründerin Erika Hoffmann selbst noch persönlich kennengelernt. Weil Österreich in der Manufaktur wurde diese Tragetücher auf so großen Webstühlen gewebt werden und ... hab einfach gestaunt darüber wie ein Unternehmen seit so vielen Jahren, so vielen Eltern, ne? unter die Arme greifen kann im besten Wortsinn und ihnen das Leben mit ihren Kindern leichter machen kann.

Ich bin ein Riesenfan, ich würde mich total freuen wenn andere Eltern, die gerade einen Kind erwarten oder vielleicht ein Baby haben auch Lust hätten mit Didymoss ihre Kinder ins Leben zu tragen.". Genau! Und als Alternative zum Tuch hat ja Diddy Flow auch Tragen im Angebot. Neues jetzt DiddyFlow. Also schau dir doch bitte mal bei Didymos um, was die richtige Tragehilfe für euch und euer Kind sein kann.

Wir haben ein Code für Euch erlautet NORA-Fünfzehn also Eins Fünf und mit dem ihr fette fünfzehn Prozent Rabatt bekommt. alle weitere Infos findet ihr auf didymos.de. Alle Infos und den Link pack ich euch natürlich in die Schaunauts. Und damit liebe Nora schauen wir noch in unser Postfach. Und zwar Nora, wir haben unter anderem eine Mail von Charlotte bekommen. Die ist sozusagen fischig. die sind verschiedene Themen drin.

deswegen würde ich sie jetzt ein bisschen zusammenzurrenn jetzt mal hier fürs Postfach heute. Zwei geht es um Versprechen und zwar schreibt sie sinngemäß als sie neun war hat sich äh haben sich Eltern um von einem Freund von ihr getrennt und dann hat sie das natürlich erschüttert und sie hat ihre Eltern gefragt Ihr trennt euch aber nicht oder? Und die Eltern haben ihr also fest versprochen, sie würden sich natürlich nie trennen.

Drei Jahre später aber konnten die Eltern das Versprechen nicht halten und haben sich getrennt... ...und es fühlte sich für Sie als quasi noch schlimmerer Verrat an weil es ja ihr versprochen worden ist dass eben genau das nicht passieren würde. So eine Mischung aus. was hätten ihre Eltern anderen machen können weil ihr das immer noch nachgeht? oder wie kann sie eben gut damit umgehen. Ihrem Kind, dass Richtige zu versprechen. Ja, solche Versprechen sind auf eine große Sehnsucht von Kindern.

Kinder lernen relativ früh oft schon im Kindergarten so dieses versprochenes Versprochen und wird nicht gebrochen. Und Kinder haben ja oft ne große Seahnsucht nach Halt, nach Verlässlichkeit und sie wissen als Kinder ein Versprechen das ist so... Das gibt eine Aussage, ein besonderes Gewicht. Daran muss man sich wirklich halten und Kinder machen ja oft die Erfahrungen.

Muss man ehrlich sagen, dass Eltern auch mal was sagen oder ankündigen, was dann doch nicht klappt, wo wir Eltern manchmal so bisschen nonchalant sagen, hab ich jetzt nicht mehr geschafft? Die Zeit hat nicht gereicht. Machen wir morgen mein Schatz. Und dann suchen Kinder oft nach Verlässlichkeit in dem sie sagen, du musst es mir aber versprechen! Das ist ein total nachvollziehbares ... Bedürfnis und es ist auch wichtig, dass wir Eltern das bedürfen ist nach Sicherheit dahinter verstehen.

Und wenn wir ein Versprechen geben dann auch uns Nachkräften bemühen ein solches Verspreche zu erfüllen und nicht leichtfertig die ganze Zeit Sachen versprechen und dann uns nicht dran halten so. Und gleichzeitig ist das Leben das Leben und wir können Dinge versprechen mit Reinst um Herzen und das Leben kann trotzdem andere Wege gehen. Und es können Versprechen nicht gehalten werden, Ich denke deswegen sozusagen zweierlei Dinge zu versprechen.

Das Erste ist wirklich, dass ich finde man sollte mit Versprechen als Eltern eher sparsam umgehen und bei Dingen wo man sich nicht sicher ist ob man die einhalten kann eher sowas sagen wie wir werden uns sehr bemühen oder so. oder eben auch Sicherheit. Es geht jetzt nicht um die Trennung sondern um andere Dinge. Wir werden versuchen das noch unterzukriegen. So ja oder eben zu sagen wir können dir versprechen Dass wir immer deine Eltern sein werden, dass wir immer für dich da sein wollen.

Wir haben nicht vor uns zu trennen. Wir wollen das auch nicht! Wir machen dies und dies und dieses damit wir als paar gut zusammenkommen können aber wir können keine Zukunft garantieren die nicht gewiss ist oder so. Und gleichzeitig ist es so wenn wir was versprochen haben und es sich nicht halten lässt. So ist es wichtig diesen quasi vertrauensbruch durch das gebrochene Versprechen auch noch mal zu adressieren und dafür Verantwortung zu übernehmen.

Also, wenn ich einem Kind versprochen habe, dass wir uns nicht trennen ... Und dann trennen sich Eltern doch? Dann ist es wichtig, als Eltern nicht nur Verantwortung für die Trennung übernehmen als solches, sondern auch nochmal für dieses gebrochene Versprechen selbst die Verantwortung übernehmen und nicht dem Kind zuschieben und sagen, da darfst du jetzt aber nicht sauer sein! Das wussten wir halt damals noch nicht. So, weißt du was ich meine?

Also... Es fühlt sich auch oft danach verrat an, wenn Eltern dann im Nachhinein so ein Versprechen ... so bisschen negieren oder sagen, da kann ich mich jetzt nicht noch drum kümmern. Weißt du? Mir gehen verschiedene Dinge ... Ja, ich seh dich zweifeln! Das ist fast eine Popcast-Folge, weil ich glaube, wo kommt das Konzeptversprechen her?

Ich glaube auch, dass man Eltern haben kann, die viel zu viel versprechen und manches davon einfach nicht halten, Auch daran gewöhnen kann, wenn man es jetzt nicht so überhöhen würde wie ich habe auf die Bibel geschworen. So weiß wie ich meine. und wo kommt das überhaupt her? Das Kinder lernen. Papa sagt zwar viel aber versprechen dürfen nicht gebrochen werden. Das ist ja schon eigentlich auch ein, sagen wir mal fast ist es dann sowas wie eine Kulturtechnik.

Deswegen gucke ich jetzt so ein bisschen und denke so muss ich jetzt wirklich also... Ich habe dir versprochen wir gehen ins Schwimmbad. Wir gehen rüber und es hat... Wie heißt das? Revisionen! Es hat halt zu was der Fakt war. soll ich wissen dass Revision ist. Jetzt muss ich mich dann wirklich für das geschlossene Schwimmbad. Ich weiß was du meinst.

Deswegen war ich jetzt so ein bisschen und wollte überhaupt nicht ins lächerliche ziehen, um Gottes Willen sondern ich wollte nur sagen also ich verstehe dass das ein totales Dilemma ist aber klar ich glaube zum teil ist vielleicht einfach auch etwas ein. daran habe ich mich festgehalten ihr fucker und genau deshalb die mir weggenommen Ja.

Und die Frage ist natürlich auch, ob wir uns an so einem Versprechen manchmal als Kinder festklammern und es wäre etwas genauso schlimm gewesen ohne das Versprechen, aber an dem Versprechen hält man sich so fest und sagt ... Das habt ihr mir auch noch weggenommen? Oder ich kenn schon auch Kinder, die sich doppelt beleidigt sind. Also ja... Ne! Das hast du mir versprochen?! Das ist schon auch nochmal, sagen wir mal, das ist auch die Waffe des Kindes.

Ich selber bin als Mutter um das vielleicht noch kurz zu erzählen super vorsichtig mit versprechen. ich verspreche fast nix und zwar genau aus dem grund, dass ich die erfahrung gemacht habe das für kinder ein versprechen oft wirklich gleich gesetzt wird. Mit so einer garantie ja egal ob die welt untergeht das passiert also. wir hatten wirklich am anfangen des corona lockdowns der ja kein Lockdown war, aber du weißt was ich beide? Unser Kind so eine Übernachtungsparty versprochen.

Die wir dann logischerweise absagen mussten und dann war so dieses ihr hattet es aber versprochen! Ja, aber wir dürfen das gerade gar nicht umsetzen. Das ist egal, ihr habt's versprochen so nie wieder. Und ich merke tatsächlich dass ich wenn meine Kinder bei irgendwelchen Dingen die ihnen wichtig sind so nachhaken so versprichst du das ? Tatsächlich mittlerweile eher sagen Wir tun alles, was in unserer Macht steht oder wir bemühen uns dann sehr darum.

Oder wir wollen es wirklich machen oder ich freue mich da auch drauf oder ich gehe davon aus dass das klappt oder sowas. ja aber dass sich dieses Ich verspreche dir in die Hand so vermeide weil ich einfach denke ich habe keine Lust dass wenn das nicht klappt dass da noch die extra eher Verletzung dazu kommt dass man Versprechen nicht gehalten hat Genau, und es führt aber auf der anderen Seite. Ich mache das sehr ähnlich.

also bei uns war's auch so dass wir dann immer gleich Versprechensprecher waren. Also sagen können wir morgen Und seitdem sage ich seit ein paar Jahren Morgen ist morgen weil ich einfach nicht weiß Das zukunftst du wird sich darum kümmern? Sehr genau. Nur weiss ich auch nicht ob es so geil ist mit jemandem aufzuwachsen Der in zweitrittel aller fragen. die frage mit morgen ist morgen beantwortet. Man muss eben sagen, auf der oberflächlichen Ebene kommt man so ein bisschen drum herum.

Wenn man sagt ja ich verspreche hier nix und gleichzeitig um das noch mal runter zu brechen Das Bedürfnis nach Sicherheit und Halt wird ja so nicht adressiert Und wenn es um so ... Ich sag mal so ein bißchen Nickeligkeiten geht wie gehen wir jetzt in Eis essen oder nicht? Finde ich das in Ordnung zu sagen schauen wir mal Ja ich versprech jetzt erstmal nichts Aber Das kennt ihr euch morgens morgen. Das ist zum Beispiel schon so ein Thema, das kam bei uns auch schon hoch.

So im Sinne von Eltern und Freunden haben sich getrennt. Und dann ist es schon auch so dass wir da dann auch schon in dieses ne uns passiert das nie so reingesprungen sind aus ehrlichem Gefühl in dem Moment Sicherheit geben wollen. Und trotzdem ist es natürlich so, dass wenn man ganz ehrlich ist, man nie in die Zukunft gucken kann was entlang eines langen Weges noch so passiert. Ja ja heute glaube ich würde sagen nein und das ist sicher für deinen Freund jetzt schlimm. und wie geht's dem denn?

Also sozusagen löstest bei dir auch Ängste aus die Dali dali da irgendwie. Vielleicht können wir uns ja nochmal irgendwann vertiefen Ja, doch. Also finde ich ein super spannendes Thema und ich kann die Verletzung mit den Schmerzen daraus Erwachsenen sehr gut verstehen und auch die Unsicherheit, die daraus erwächst. wie gebe ich meinem eigenen Kind da Sicherheiten?

Und ich glaube es gibt ja kein Patentrezept dass man sagt hier ist der Trick sondern ich glaube genau das was wir jetzt gerade so bisschen exploriert haben sozusagen gibt keine Versprechung die du nicht halten kannst aber gib deinem Kind trotzdem Halt und Sicherheit durch emotionale Präsenz. Ich weiß, dass hier das wichtig ist. Mir ist es auch wichtig ... Wir tun dies und jene damit folgende Dinge passieren und nicht passieren so.

Das kann manchmal ein ganz gutes Substitut sozusagen für ein Versprechen sein. Aber je nach Alter des Kindes, je nach Unsicherheit des kindes verstehe ich schon, dass da manchmal dieser Wunsch nach einer Garantie ... einfach sehr, sehr stark ist. Ich meine warum geben wir uns wenn wir heiraten sowas wie ein Eheversprechen? Das ist ja auch im Prinzip der Wunsch etwas zu fixieren und festzuhalten oder zu garantieren was sich eigentlich nicht garantieren lässt.

Jetzt machen wir mal einen Punkt für heute! Okay vielen Dank das war's wieder und ich würde sagen bis zum nächsten Mal Genau, und denkt immer dran. Aller Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichte aber immer interessant!

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