Aller Anfang: Einfach den Moment genießen? - podcast episode cover

Aller Anfang: Einfach den Moment genießen?

Dec 15, 202556 min
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Summary

Nora und Oliver teilen persönliche Einblicke in ihre ambivalente Beziehung zur Weihnachtszeit, geprägt von hohen Erwartungen und dem Wunsch nach Innehalten inmitten von Stress und familiären Anforderungen. Sie erörtern, wie man mit Enttäuschungen umgeht, die Komplexität von Familienkonstellationen handhabt und die Herausforderungen des Mental Load während der Feiertage meistert. Die Folge beleuchtet zudem den Wandel von Kindheitserinnerungen zu erwachsenen Reflexionen über Traditionen und Vergänglichkeit, sowie die besondere emotionale Dimension von Weihnachten während einer Schwangerschaft.

Episode description

Nora Imlau

Innehalten, Ruhigwerden, den Moment genießen - für viele fühlt sich das gerade zur Weihnachtszeit schier unmöglich an. Schließlich ist so viel zu tun und zu erledigen, und dann müssen ja auch noch die großen Gefühle der Kleinsten begleitet und gehalten werden. Oliver und Nora sprechen darüber, wie es vielleicht trotzdem gelingen kann, sich zumindest kurzzeitig immer wieder im Hier und Jetzt zu verankern und mehr zu spüren als Druck und Stress.

Unser Postfach für Lob und Kritik, Anregungen und Themenwünsche: podcast@nora-imlau.de

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Transcript

Innehalten in der Weihnachtszeit

Ist manchmal schwer, manchmal leichter, aber immer interessant. Und womit fangen wir heute an? Heute würde ich gerne mit dir übers Innehalten sprechen. Na dann, legen wir los. Diese Folge wird unterstützt von der KJFC Coaching Akademie. Mehr über die Ausbildung zum systemischen Kinder-, Jugend- und Familiencoach erfahrt ihr am Ende dieser Folge. Hallo Nora. Hallo Oliver.

Liebe Nora, bevor wir heute einsteigen, kurz der Hinweis, dass das heute die letzte Folge vor der Weihnachtspause sein wird, die wir jetzt dann aufnehmen werden. Das heißt, wir kommen dann wieder am 12. Januar 2026. Bitte nicht wundern. Punkt. Genau, so schnell vergeht ein Jahr. Aber genau, eine Folge haben wir noch und dann freuen wir uns, 2026 mit euch weiterzumachen. Ich wollte dich einfach mal fragen, wie du so diese anstehende Weihnachtszeit

Wie empfindest du die? Ist das was, wo du sagst, da freue ich mich drauf oder sagst du, ich hätte das eigentlich gerne ein bisschen weniger anstrengend? Ne, ich freue mich schon. auf die Weihnachtstage und die Weihnachtszeit. Ich empfinde das auch jetzt nicht als übermäßig anstrengend bei uns. Ich glaube, dass ich sehr, sehr viele Bilder ...

die gerade auch viele Frauen und Mütter so mit sich herumtragen. Von wegen, ich muss dann die gute Fee sein, die so für alle sorgt. Und ich muss mich um alles kümmern und backen und kochen und tun. Dass ich das schon sehr, sehr lange ... losgelassen habe und auch loslassen konnte, weil das tatsächlich bei uns in der Familie schon seit immer eigentlich so ist, also dass wenn wir Gäste haben über Weihnachten, die sich dann nicht

hinsetzen und sagen, so, wo bleibt jetzt meine Weihnachtsgans? Sondern dass sozusagen da gemeinschaftlich gekocht und sich um Sachen gekümmert wird und so. Also da habe ich nicht das Gefühl, dass jetzt irgendwie alles an mir hängt oder so.

Und ich habe trotzdem den Weihnachtstagen gegenüber immer auch ein bisschen so eine Ambivalenz, weil ich es einerseits was ganz Schönes finde und mich da auch drauf freue und andererseits schon auch weiß, da liegen sehr, sehr viele Erwartungen auf sehr wenig Zeit.

kann von der Stimmung immer schnell vom einen Extrem ins andere kippen. Also es kann von alles ist super und alle Kinder sind mega happy zu man muss irgendwie mehrere Meltdowns parallel begleiten, weil irgendwie doch dann alles zu viel war. Das kann halt super sein.

schnell kippen, zumindest ist das mein Erfahrungswert und deswegen versuche ich immer an die Weihnachtstage mit so einer gewissen, ich sag mal, ergebnisoffenen Neutralität ranzugehen, im Sinne von mal gucken, wie es dieses Jahr wird, weil wenn ich sozusagen zu feste Bilder habe, wie es auf jeden Fall werden muss, dann werde ich auch manchmal enttäuscht und je mehr ich das schaffe zu sagen, ich versuche

die guten Momente zu sehen und wahrzunehmen und alle anderen einfach auch ein Stück weit zu antizipieren als ein Teil von, ist halt Familienfest, ist halt viel. So, dann geht es mir ganz gut damit.

Erwartungsdruck und Enttäuschungen

Naja, ich weiß nicht, wie ist es bei euch, bei dir? Also ich habe drei Seelen sind da in meiner Brust. Einerseits, ich freue mich total auf die Feiertage, auf unser Familienweihnachten hier. Ich mag das total gern. Ich habe aber schon Mitte November mal zu jemandem, zu einem Freund gesagt, du ich freue mich irgendwie, wenn das Jahr rum ist. Und dann war der so, wieso, es geht doch dann gleich, im neuen Jahr geht es doch genauso weiter. Also er verstand das als Stressaussage.

Und ich hatte es überhaupt nicht als Stressaussage gemeint, sondern als, wir sind irgendwie alle echt gut durch dieses Jahr durchgekommen und es war auch wirklich genug drin. Und jetzt können wir bitte einfach nur noch, also können wir das jetzt einfach abrunden, schleife dran, wie ist es immer so, Ordner ins Regal, also weißt du, einfach lass jetzt nicht noch irgendwas. on top kommen weil das war einfach genug drin so und das dritte ist

dass ich seit unserer Geschenkefolge merke ich so einen kleinen Shift in meinem Hirn. Das wollte ich dir nochmal sagen. Ich hatte in der Geschenkefolge sinngemäß erzählt, dass mich das ... Das Schlimmste so ungefähr für mich, also der Tenor ist, ein Kind ist enttäuscht über die Geschenke, die es bekommt oder eben nicht bekommt. Und ich habe dann gemerkt, dass ich da so ein Stück weit was übertragen kann für mich.

auf Weihnachten, also auf diese Feierlichkeiten, das könnte jetzt genauso auch Ostern oder Geburtstag oder sonst was sein, dieses es ist nicht so schlimm, wenn irgendwas

wenn es irgendwo eine Enttäuschung gibt. Also das muss nicht immer gleich bedeuten, dass alles irgendwie furchtbar und keiner mehr zufrieden und dass es ein scheiß Weihnachten wird und so, sondern dass man einfach sagen kann, Ja, Erwartungen sind im Raum, okay, aber meine Frau und ich, wir müssen die nicht alle tragen und erfüllen und das machte so ein, da merke ich für mich einen Unterschied.

Voll schön, ja. Kannst du das verstehen? Also dass da so ein, dass da sich sowas erwachsen runter moderiert irgendwie so ein bisschen. Ja, ja. Nee, und ich glaube, das ist eine ganz wertvolle Erkenntnis, die sich ja auf viele Situationen ertragen.

übertragen lässt. Also ich habe ganz oft das Gefühl, dass ich dazu neige, mich sehr verantwortlich zu fühlen, auch für andere Menschen und deren Gefühle und dass ich sozusagen immer dafür sorgen will, dass es allen gut geht und es ist einerseits, glaube ich, eine Stärke, auch zu gucken. Wie geht es anderen Menschen? Wer braucht was? Aber ...

Es kann auch in einer Überforderung enden und man fühlt sich dann schnell schlecht, wenn man es sozusagen nicht schafft, dass es halt allen gut geht. Und da dann ein Stück weit auch diese Verantwortung wieder abzulegen und zu sagen, wenn an so einem Fest jemand unausgeglichen, schlecht gelaunt ist.

enttäuscht ist, dann ist das auch nicht immer eine Frage von, wer ist jetzt schuld oder wer hat was falsch gemacht, sondern manchmal darf das dann einfach so sein und man kann das akzeptieren und begleiten und dann geht es auch wieder los mit anderen Sachen. Das war für mich auch so ein wichtiger Schritt. Also wir hatten das bei unseren größeren Kindern, bei beiden älteren Kindern mal so, gerade so als sie so 13, 14 waren. Da gab es dann bei beiden so ein Weihnachten.

Wo man merkte, sie sind selber so in so einem Alter, wo sie nicht so ganz genau wissen, was sie sich zu Weihnachten eigentlich wünschen, weil sie aus diesem klassischen Spielzeugwünschen sind sie irgendwie tendenziell rausgewachsen, aber so richtige Teenie-Wünsche haben sie auch noch nicht.

es so ganz viel Frust unterm Weihnachtsbaum, weil die Geschenke nicht so waren, wie sie sie gern gehabt hätten. Sie konnten aber auch nicht sagen, was sie stattdessen gern gehabt hätten. Es war einfach so dieses, es fühlt sich halt irgendwie grad nicht so ganz rund an. Und das war, glaube ich, einfach ein Ausdruck von ...

Man fühlt sich halt oft mit 13 auch insgesamt gerade so ein bisschen zwischen allen Welten. Und da dann auch zu verstehen, das ist jetzt nicht was, wo wir was verbockt haben oder so, sondern das ist jetzt einfach auch gerade ein Ausdruck von einer gewissen Lebenssituation. Und die wird halt auch unterm Tannenbaum stattfinden. Das war zum Beispiel so ein ganz interessanter ...

Erkenntnismoment dann zu sagen, das ist was, wo ich jetzt zum Beispiel bei Kind 3, das noch nicht so alt ist, aber in den nächsten Jahren natürlich auch hinkommt, das richtig schon so ein bisschen antizipiere, zu sagen, ah ja, dieses frühe Teenager-Weihnachten, das ist auch immer nicht so ganz leicht. weil man da auch als junger Mensch so ein bisschen seine Rolle, man ist nicht mehr das süße Kind unterm Tannenbaum, aber man ist auch kein Erwachsener, erst mal so finden muss.

Weil ich gerade verstanden habe, dass der jugendliche Mensch ja in dem Moment, wo er da so ein bisschen rausrückt aus der niedlichen Kind unterm Weihnachtsbaum Nummer, noch jemand an diesen Feiertagen. die Bühne betritt, der Bedürfnisse hat. Weil mir geht es ja nicht nur um die Geschenke und dir genauso nicht, sondern auch ...

Je nach Konstellation, Eltern, Schwiegerleut, andere Verwandte oder Partner oder eben nicht Partner, weil nicht da, also es gibt all diese Konstellationen, aber jeder, der damit anwesend ist oder auch abwesend, hinterlässt ja... so überwiegend unausgesprochene Erwartungen an diesen Abend. Und ich glaube deswegen, das ist ja das, was es oft so denkt. Und da merkte ich so, dass wenn jetzt da so ein Teenager dazukommt, der bringt ja einfach noch eine, sag ich mal,

Perspektive mit. Ja, eigene Energie mit, nochmal so. Als die man da so mittragen muss. Weil davor hattest du ja quasi immer nur, sagen wir mal, im Klassiker Oma und Opa kommen. Am 24., also das ist bei uns nicht so, aber ich sage mir so im Klassiker, dann hat man ja so klar, okay, hier ist die Kernfamilie und jetzt kommen Oma und Opa und die haben irgendwie, die wollen um 18 Uhr eine Pilzsuppe und dann ist der Konflikt schon irgendwie so klar.

Komplexität familiärer Feiertage

Aber dass man das ja auch selber mitbringt, darüber dachte ich eben immer mehr nach. Ja, ja. Also ich merke halt bei uns, in gewisser Weise ist ja bei uns ganz vieles vom Setup. ziemlich einfach. Wir sind sozusagen die Kernfamilie, wir feiern jedes Jahr alle zusammen und bei uns ist das dann auch so, wie wir in der allermeisten Familie, dass man dann nur organisieren muss, sozusagen welche Großeltern kommen, an welchem Feiertag und überlaufen.

sich das dann noch ein bisschen oder trennt man das so ein bisschen voneinander und wir haben da so eine Routine. gefunden über die Jahre, dass sich da so ein bisschen auch so Regelmäßigkeiten im Sinne von alle zwei Jahre kommen meine Schwiegereltern an dem und dem Tag und dann meine Eltern kommen so und das also wir haben das alles so ganz gut miteinander ausge...

Du hast gerade gesagt, das ist eigentlich bei uns ganz einfach. Ich wollte damit sagen, lass mich mal die Gedanken zu Ende führen. Ich finde, das ist ... As far as Weihnachten goes, noch so mit die unkomplizierteste Variante vielleicht auch nicht, aber in meiner Vorstellung, wenn ich mitkriege, wie in meinem Umfeld, zum Beispiel Patchwork-Familien Weihnachten feiern, da ist es dann nämlich wirklich dieses ... Wer ist an welchem Tag wo und was ist mit den neuen...

Partnern und Partnerinnen und deren möglichen Kindern und ich kenne wirklich nicht wenige Kinder, wo die Logistik dann da richtig, richtig kompliziert wird. Und ich habe immer so das Gefühl, sag ich mal, nur eine Kernfamilie plus zwei Großelternpaare, das... Geht ja noch so, weißt du, vom Organisieren. Aber klar, es ist trotzdem auch immer ein gewisser Aufwand, das dann miteinander zu koordinieren. Und es geht ja nicht nur um die praktischen Sachen im Sinne von Werken.

wer kommt wann und wer kümmert sich um welches Essen, sondern es ist auch eine emotionale Nummer zu sagen, wie fühlen sich alle wertgeschätzt, gesehen, haben genug Raum. für sich und ihre Bedürfnisse und so. Ich habe einfach nur in der letzten Zeit ganz stark mitbekommen, dass eben gerade das Thema Weihnachten für Familien, wo die Eltern nicht mehr zusammen sind, nochmal ein ganz anderes.

Kaliber oft ist. Und ich kenne da wirklich ganz viele Varianten, also von getrennte Eltern feiern immer noch zusammen Weihnachten, weil sie sagen, die Familie ist trotzdem ja noch die Familie, bis hin zu, das geht gar nicht und man ... streitet per WhatsApp darüber, wer welchen Tag bekommt oder was und

Es ist auch nicht einfach, wenn sich solche Traditionen dann über die Jahre verändern. Also ich habe das jetzt gerade bei einer Familie so im entfernteren Umkreis mitbekommen. Da haben quasi die getrennten Eltern über Jahre immer noch zusammen Weihnachten gefeiert mit den gemeinsamen... Weil sie sagten, es ist ihnen wichtig, diese Struktur aufrechtzuerhalten. Und jetzt ist dieses Jahr zum ersten Mal eine Partnerperson auf Seite des getrennten Vaters am Start, die sagt, ich will das aber nicht.

Also ich habe keine Lust sozusagen, als so eine Art fünftes Rad am Wagen unter eurem Familienweihnachtsbaum zu sitzen. Sondern ich möchte an Weihnachten mit meinem Partner sein und zwar ohne dessen Ex-Frau. Und dann ist dann ganz viel Verletzungspotenzial drin und dann ist die Frage, wer muss da zurückstecken? Ist das den Kindern gegenüber fair? Ist das der neuen Partnerin gegenüber fair? Und wenn ich sowas angucke, denke ich immer, wow.

Da habe ich großen Respekt vor. Das ist nochmal ein ganz anderes Level von Bedürfnis, Kommunikation, als das jetzt zum Beispiel in unserer Familie der Fall ist. Ja, da gehe ich natürlich sofort mit.

Das Konzept des Innehaltens

Klang es für dich trotzdem nicht so ganz unkompliziert, wie ich das erzählt habe. Ja, ich fand halt einfach, ich musste halt einfach kichern, weil ich so den Eindruck hatte, du hast das ... Ja, ihr habt da so ein paar Lernschritte schon gemacht oder ihr seid natürlich irgendwelche Fehlertäler schon durchgewartet, um zu sagen, okay, wie können wir wem welche Erwartungen halt zugestehen und halt auch welche auch leider halt nicht. Für mich ist es ja immer noch so dieses Ding, ja, was sind halt …

Und manchmal tut man ja so, als wären alle um einen rum verrückt und man selber wäre irgendwie so der Buddha. Und so ist es ja nicht, sondern ich bringe ja auch meine Erwartungen, meine Hoffnungen, wie ich das gerne hätte, dass der Abend wird oder der Tag oder was. Und seit ich so ein bisschen besser merke, dass ich ja auch erstmal überlegen kann, was geht jetzt gerade bei mir ab, glaube ich, dass das einfach auch für alle anderen hilfreich ist, also zu sagen.

Das ist mir hier gerade zu viel oder ich hätte das gerne anders oder das ist mir jetzt zu heilig oder nicht heilig genug oder so. Also ich weiß nicht, ob ich mich klar ausdrücken kann, aber da ist dieses titelgebende Wort innehalten halt schon. Das kann so einen kleinen Unterschied machen. Ja, also was ich merke bei uns.

Und da sind wir definitiv keine Vorbilder, ist, dass es mir eigentlich oft guttun würde, in diese Weihnachtszeit so ein bisschen langsam reinzugleiten. Also wir hatten einmal vor vielen Jahren mal so eine Situation, wo es...

eher zufällig, bedingt durch die Arbeit meines Mannes und meiner Arbeit irgendwie möglich war, dass wir quasi schon am 10. Dezember quasi durch waren mit der Arbeit fürs Jahr und dann wirklich schon so ein bisschen wie so einen langsamen Sinkflug Richtung Heiligabend sozusagen, weißt du, so nervensystemmäßig anbahnen konnten und dann wirklich schon so ganz gechillt in den Feiertagen ankamen und schon ganz viel in Ruhe vorbereitet.

hatten, während die Kinder noch in Kindergarten und Schule waren und dann wirklich so ganz runtergefahren in gewisser Weise, die Weihnachtsferien gestartet sind und das war sehr selten und sehr cool und sehr ...

Eindrucksvoll, was das für einen Unterschied gemacht hat, weil für uns fühlt sich meistens Heiligabend eher an wie so eine Vollbremsung, weißt du, so dieses, man hustelt bis zum letzten Moment, wir arbeiten und machen und tun und dies und das und wir sind ja so notorische spät dran Menschen.

Menschen und kaufen oft am 23. noch schnell Weihnachtsgeschenke, weil wir es nicht vorher geschafft haben. Und dann zu sagen, wir rennen da noch durch die Gegend und dann müssen wir noch dies und oh Gott, wir sind die Letzten, die noch keinen Baum haben oder kaufen wir den letzten Baum. Vom Weihnachtsbaumverkäufer, der sich voll freut, dass er den Schiefen auch noch loskriegt. Und dann sagt man so, so und jetzt aber Stopp. Ab 16 Uhr ist Besinnlichkeit. Das ist ein bisschen schwierig manchmal.

Okay, also es ist total okay, es so zu machen, aber ich kann mir vorstellen, es ist auf jeden Fall, und auch schiefe Weihnachtsbäume sind mehr als moralisch neutral. Aber ja, da hast du jetzt zwei lustige Extreme aufgemacht. Also entweder 14 Tage vorher anfangen, um da so reinzusliden oder, keine Ahnung, vier Stunden vorher reinzufangen.

Ich finde, es hängt auch immer ein bisschen davon ab, wann die Einrichtungen zumachen. Also je nachdem, wie Weihnachten liegt oder wie die Schulferien oder je nach Kita, Kindergarten, die orientieren sich ja dann, also kommt ja immer total auf die Konstellationen an, aber… Ich erinnere mal, ein Weihnachten, da war am 23. waren die Einrichtungen noch offen. Und das ist blöd.

Also ich versuche eigentlich schon den 23. eigentlich schon raus zu sein. Also ja, da kannst du mir noch eine Mail schicken, da kriegst du schon ein Out of Office und ich schiele vielleicht nochmal rein, aber eigentlich sozusagen so ein... bisschen runterkommen, wenn möglich. Es hilft schon. Einfach auch aus Entspannungs- und Erholungsmomenten. Aber es ist natürlich eine Binse, weil wenn du noch keinen Baum hast und keine Geschenke, dann ...

hilft dir das Gelaber von, das ist dann so wie, hey, trink halt mal eine Tasse Tee. Ja, ich weiß schon. Ja, ich weiß auch nicht. Also es ist auch wirklich so ein bisschen eine Sache von, wie es einem dann gerade geht. Es gibt wirklich, also mein Mann und ich sind ...

Menschen, die viele Bälle in der Luft halten und viel auch gut organisiert kriegen und gleichzeitig immer so ein bisschen kontrolliertes Chaos haben, weil es einfach zu viel ist im Prinzip, was wir gleichzeitig machen. Und das merkt man halt gerade bei so Sachen wie Weihnachten manchmal, dass wir da nicht so organisiert reingehen.

In 90 Prozent der Fälle schaffen wir das, das mit sehr viel Humor zu nehmen und wirklich einfach zu sagen, irgendwie ist das auch witzig. Das ist ein Teil unserer Weihnachtstradition, dass wir halt immer bei Sachen die Letzten sind. Und selbst dieses am 23. Dezember noch...

Geschenke shoppen kann Spaß machen, wenn man da nicht einen inneren Druck drauf hat, zu sagen, oh Gott, wir sind schon wieder so spät dran, sondern wenn man sagt, es macht auch manche Dinge einfacher. Es gibt nicht mehr dieses, soll ich es Ihnen noch bestellen? Ding, weil entweder ist es da oder ist es nicht da, weißt du so, also es macht das Ding einfacher. Aber das hat natürlich auch viel damit zu tun, wie man innerlich

gerade sonst so drauf ist. Und wenn man natürlich irgendwie auf dem letzten Loch pfeifend sozusagen in den Feiertagen ankommt, dann hat man schon manchmal dann auch so ein Gefühl von, oh Gott, wir haben es einfach wieder nicht. gut gebacken bekommen, uns da vorzubereiten und andere Eltern haben seit drei Wochen die perfekt verpackten Geschenke im Schrank und wir wollten noch dieses spezielle Geschenk und jetzt gibt es das nicht mehr, nur weil wir als Eltern das nicht hingekriegt haben.

Weihnachten als Brennglas für Familien

Ja, also es ist letztlich einfach so, glaube ich, dass halt Weihnachten wie so viele Anlässe oft so ein bisschen diesen Brennglas-Effekt hat. So dieses Dinge, die sowieso im Alltag ... gut laufen und stärken sind, die kommen dann oft an so einem Feiertag nochmal besonders zum Strahlen und Dinge, die immer schwer sind.

die sind dann an Weihnachten manchmal besonders schwer, weil man im Alltag merkt, ich fühle mich vielleicht von ... meiner Verwandtschaft wenig unterstützt, wenig gesehen, dann kann sich das besonders bitter anfühlen, zu sagen, aber jetzt sitzen wir hier alle ...

um einen Baum und spielen, so fröhliche Großfamilie, aber wenn ich im Alltag Unterstützung brauche, dann habe ich keine oder so. Oder wenn man irgendwie sagt, bei uns in der Familie ist es immer ein Riesenthema mit diesem unterschiedlich verteilten Mental Load. Mutter und Frau muss permanent an alles denken und mein Partner sieht es gar nicht, was ich leiste, dann ist das an Weihnachten oft.

Ungerechtigkeit auf Speed, weil es einfach so unendlich viel mehr noch gibt, an was man denken muss und was man organisieren muss. Und ich kriege das schon mit, da hatten wir auch letztes Jahr schon ein bisschen drüber gesprochen, mal vor Weihnachten, dass einfach viele Frauen speziell...

auch vor Weihnachten einfach hunderte Stunden extra Arbeit haben, die sie dann auch als ihre Aufgabe empfinden und die dann wenig oft als partnerschaftlich verteilte Aufgabe empfunden wird. Und das ist zum Beispiel wirklich was, wo ich sehr ... froh drum bin, dass das in unserer Familie gar nicht so ist, sondern tatsächlich sogar tendenziell eher ein bisschen so, dass mein Mann von diesem spezifischen Weihnachtskram fast mehr trägt als ich, weil ...

ihm das teilweise, glaube ich, leichter von der Hand geht oder weil er da irgendwie ein klareres Konzept davon hat, wie er da Sachen machen will oder so. Ja, also ... Und wenn das dann so eine Stärke ist, auch sonst, dass man sich so ganz gut unter die Arme greift, dann klappt das meistens ja auch zur Weihnachtszeit. Aber dieses Innehalten, diesen Begriff, den du vorhin so genannt hast, da merke ich, dass ich da eben so ein bisschen eine zwiegespaltene Beziehung...

zu habe, weil ich einerseits denke, ja genau, darum geht es an Weihnachten. Einmal durchatmen, einmal schauen, was ist, ein bisschen im Moment ankommen und gleichzeitig dann schnell auch schon wieder so einen gewissen Druck spüre im Sinne von Sei auch bloß besinnlich genug. Ach so, verstehst du das? Ah, okay. Und es gibt definitiv viele Weihnachten, an denen ich wenig in der Lage war, innezuhalten.

Weil ich so im Außen war, so damit beschäftigt war zu gucken, was brauchen alle anderen. Und da merke ich, dass ich dann auch so ein bisschen da so eine Sanftmut brauche in der Perspektive zu sagen. Vielleicht ist es einfach auch okay, dass es Weihnachten gibt, wo man nicht besonders innehalten kann, sondern wo man einfach in the thick of it ist, weißt du, einfach mittendrin steckt und einfach versucht irgendwie ...

alle einigermaßen reguliert zu halten und für die eigene Innehalterei ist dann vielleicht in ein paar Jahren wieder Platz. Weißt du, was ich meine? Ja.

Momente des Innehaltens finden

Ich merke nur, dass wir, glaube ich, an unterschiedliche Innehaltendimensionen gedacht haben. Erzähl mal, was dein Innehalten beinhaltet. Dann müssen wir zu deinem Inhalten wieder zurückkommen, aber das schaffen wir natürlich selbstverständlich immer in diesem sehr strukturierten Podcast. Bei mir war jetzt Inhalten auf die Feierlichkeiten bezogen, also Feiertage eher so ein...

So ein Moment an der Spüle. Also du bist quasi in the midst of it und die Spüle, da sind schon irgendwie drei Pfannen drin und die Küche und eigentlich brodelt da schon, was du halt auch immer zu essen und zu kochen zu machen hast. Also es war so ein Bild von der Erwartungsdruck von allen steigt so gerade so ein bisschen. Es ist so ein bisschen viel und dass man dann nur kurz so einmal durch die Nase atmet und sagt so, aber.

Wo bin ich eigentlich noch und was an dem ist jetzt trotzdem so nervig, dass ich das nächste Jahr nicht mehr haben will. Also nur so kleines Gucken auf den Moment. Nur das meinte ich. Ich meinte nicht ein... Selig und heilig, lobpreisend, unter dem Baum sitzend und auf 25 blickend und auf 26 nach vorne, weißt du so, also sondern einfach nur so ein, nicht nur da so durch struggeln.

Das war für mich jetzt so das Bild von kurz innehalten. Ja. Wenn ich tatsächlich an unsere Weihnachten denke, merke ich, dass ich tatsächlich oft das erste Mal ... so richtig innehalten kann an Heiligabend, wenn wir im Weihnachtsgottesdienst sind. Und das hat gar nicht jetzt nur so mit der spirituellen Ebene von Weihnachtsgottesdienst zu tun, sondern das ist einfach dieser Moment, wo du nichts mehr anderes machen kannst oder musst. Du sitzt da in der Bank und ...

Was bis dahin nicht erledigt ist, ist halt nicht erledigt. Wenn du dir einen Platz ergattert hast in diesem Gottesdienst, kannst du nichts anderes mehr tun. Gehen als Familie mega selten alle zusammen in die Kirche. Also unsere großen Kinder kommen eigentlich praktisch überhaupt nicht mehr mit in Gottesdienst. Aber an Heiligabend kommen alle mit. Und wir sind ja keine ganz kleine Familie, das heißt, wir haben dann wirklich oft so eine halbe Bank, weißt du, sind dann so wir.

Da merke ich so dieses Bild, wenn man dann da so sitzt in dieser Kirchenbank und so rüber guckt und dann sitzen da so die verschiedenen Kinder in ihren verschiedenen Größen irgendwie so nebeneinander und singen alle. Oh, du Fröhliche oder irgendwas. Das ist halt oft für mich so ein Moment, wo ich denke, ja, bei allem, was anstrengend und manchmal überfordernd ist, das ist schon auch ein krasses Geschenk. Einfach.

das hier so erleben zu können, diese Kinder dabei haben zu können, die so feiern zu können, als Familie. solche Momente trotzdem haben zu können, wo alle gemeinsam irgendwo sind und einen Moment wirklich innehalten und nichts anderes machen. Jetzt niemand ist am Handy, niemand macht irgendwas, sondern alle sind da und singen und hören zu und man ist so in diesen Ritualen, dieses Gottesdienst ist halt irgendwie auch so drin.

Das finde ich dann immer ganz schön. Und gleichzeitig muss ich auch dazu sagen, es gab auch Gottesdienste, wo ich ein schreiendes Baby... in der Trage hatte und rausgehen musste. Es gab Gottesdienste, wo ein Kind nach fünf Minuten keinen Bock mehr hatte und dann unter der Bank lag und mit den ...

gegen die Bank getreten hat, wo endlich der Gottesdienst vorbei ist, wo man dann auch so überlegt, machen wir das jetzt noch oder gehen wir frühzeitig? Also wir sind da weit weg von ... jeder Perfektion, aber ich sag mal, jeder Weihnachtsgottesdienst, wo das geklappt hat, dass wir zusammen hin sind, da waren und dann nach einer Stunde da gemeinsam wieder raus sind und dann war Weihnachten so, das ist tatsächlich das, wo ich denke,

Das ist für mich das Innehalten, das ich auch brauche, um diesen Übergang von wir machen auch so allen möglichen Vorbereitungskram zu jetzes Weihnachten hinzukriegen, emotional. Das stimmt. Ja, das kann ich gut verstehen. Aber ihr geht ja nicht in Gottesdienst, aber ihr habt auch so ein Übergangsritual, oder? Nein, ich weiß es dieses Jahr noch gar nicht, aber Übergangsritual. Also die, ob und wie wir in die Kirche gehen, ist immer...

Eine relativ situative Entscheidung der Gesamtgruppe, sag ich mal. Es gab auch schon, dass wir uns aufgeteilt haben, also die, die wollten und die, die nicht wollten. Und dieses Jahr weiß ich es einfach noch nicht. Ich glaube, das entscheidet sich letztlich irgendwie so in den Tagen davor. Aber wir kriegen trotzdem ...

Das ist immer sehr gemütlich. Komm mal vorbei. Ach nee, du kannst es ja leider nicht. Aber nee, wir haben jetzt letztes Jahr umgedreht von Abendessen zu Mittagessen. Also das haben wir umgedreht. Das war super.

Also wir haben sonst immer abends großes Essen gemacht und dann haben wir aber gemerkt, dass wir eigentlich mittags alle schon so Hunger haben, dass jetzt das große Weihnachtsessen ist jetzt bei uns mittags und dadurch glaube ich spätestens dann ist klar, so jetzt ist irgendwie Weihnachten.

Kindheitserinnerungen und neue Magie

Und ob wir dann nochmal alle rausgehen oder in die Kirche oder so, das weiß ich jetzt noch nicht. Also was ich ganz schön fand so in den letzten Tagen war es so, dass ... Also ich habe das glaube ich auch schon mal an anderer Stelle erzählt, aber ich kann das auch nochmal erzählen. Ich habe in Bezug auf Weihnachten oft so ein bisschen das Gefühl, das ich so mit mir herumtrage.

dass ich das überhaupt nicht schaffen kann, meinen Kindern auch nur annähernd so eine magische Weihnachtszeit zu ermöglichen, wie ich die als Kind hatte. Und das liegt an ganz, ganz vielen... Einzelne kleinen Bausteinen irgendwie. Aber ich glaube, dass meine eigenen Kindheitserinnerungen, wie alle Kindheitserinnerungen, natürlich auch immer gefärbt sind. Also man erinnert sich dann und hat so ...

bisschen verschwommene Bilder vor Augen, die sich dann so zusammensetzen. Und was eben ich aus meiner wirklich frühen Kindheit erinnere, ist in vieler Hinsicht so eine absolut... Aus meiner kindlichen Warte perfekt zauberhafte Weihnachtszeit. Ich erinnere mich an eben handgebundene Adventskränze und Adventskranz... Mach Stuben, wo dann irgendwie alles voller Reis ist. Ich erinnere mich an ganz tolle Adventskalender, an eine Million Sorten Plätzchen, an Weihnachtsandachten. Ich bin ja in ...

diesem Internat groß geworden, so einem evangelischen Internat mit Kirche, wo praktisch auch jeden Sonntag so eine Andacht stattfand oder die nächste Kerze angezündet wurde und so. Und selbst sozusagen diese Kulisse, also dass ich ja in so einem ... alten Kloster groß geworden bin, das dann da oft so schneebedeckt in der Weihnachtszeit lag, hat natürlich so ein

sag ich mal, so einen Rahmen hergegeben, also wirklich rein optisch, wo du das Gefühl hast, ich wohne in der Weihnachtspostkarte, so, weißt du? Kannst du dir das vorstellen? Total, ich, äh, total, ich, ähm. Ich habe auch gleich eine Frage, aber bitte erst mal da her. Und wenn das natürlich sozusagen die eigenen... So Mosaikstücke von Kindheitserinnerungen sind so schneebedeckte Berge, eine kleine Kapelle, darin der Adventskranz. Alles ist so total idyllisch. Dann ...

Und sich das dann so zusammensetzt, so muss sich Weihnachten anfühlen, dann ist natürlich jeder normale Advent, den man so erleben kann, im Vergleich dazu... Und ich habe da wirklich teilweise damit gestruggelt, mit unseren Kindern, dass ich wirklich im Advent oft dachte, es ist einfach falsch, dass meine Kinder im Advent Leuchtreklame sehen und ... Straßenbahnen und Busse und also wirklich so normale Dinge, weil ...

Das gehört sozusagen nicht in meine Winterwunderwelt, die ich mir so vorstelle für diese vier Wochen im Jahr. Und hatte dann eben auch so das Gefühl, selbst wenn ich einen Adventskranz habe.

dann ist immer noch nicht das ganze Haus so weinheitlich geschmückt, wie in meiner Vorstellung das sein muss. Selbst wenn ich mit den Kindern Kekse backe, sind es nicht so viele und so tolle. Und selbst wenn ich die Gitarre raushole, singen meine Kinder nicht so engagiert und engelsgleich, wie ich mir das vorstellen würde. Also ich hatte immer so unerfüllbar hohe Messlatten im Kopf, wo ich immer das Gefühl hatte, ich werde das nicht schaffen, dass meine Kinder so ...

Weihnachten als sowas Besonderes empfinden, wie ich das als Kind empfunden habe. Und was ich dann eben so spannend fand war, in den letzten Tagen, bin ich so ein bisschen mit meinen jüngeren Kindern so ein bisschen im Gespräch gewesen und die haben halt erzählt, wie sehr sie sich auf Weihnachten freuen und die sind jetzt langsam in so einem Alter, wo sie so ein bisschen reflektieren können, Weihnachten passiert ja nicht.

jedes Jahr aus dem Nix, sondern es gibt ja sowas wie Tradition, es gibt Dinge, auf die freut man sich jedes Jahr. Und dann haben die so mit leuchtenden Augen erzählt, Weihnachten ist immer die schönste Zeit und es ist so schön, wir haben dann immer den Adventskalender und wir singen. mit dem Schulchor auf dem Weihnachtsmarkt und so. Und auf einmal habe ich so gemerkt, die haben auch ganz tolle Weihnachts...

Erinnerungen und Erfahrungen und die bauen sich so zusammen und mein Sohn, der jetzt in der Grundschule ist, sagte dann so, Das Schönste an Weihnachten, ich weiß gar nicht, ob ich mich entscheiden kann zwischen dem Baum und den Geschenken und der Gemeinschaft und dem Spiele noch im Schlafanzug am nächsten Tag und so unter dem Baum, wenn dann die Sachen sozusagen alle so noch aufgebaut sind.

so viel Begeisterung in seinen Augen, dass ich so dachte, wahrscheinlich wird der genauso verklärt auf Weihnachten zurückgucken wie ich später, auch ohne diese Postkarten-Idylle. im sozusagen rein räumlichen Umfeld. Und das hat mich irgendwie so ein bisschen entlastet mit vielen Jahren Verspätung, dass die Kinder das schon auch haben.

Das zeigt schon auch, und das lässt sich sicher auch auf andere Themen übertragen, dass man manchmal auch mit so einem larger than life Bild aufwächst von Dingen und dann das Gefühl hat, da kann ich gar nicht.

Traditionen, Generationen und Vergänglichkeit

rankommen mit meinem ganz normalen und perfekten Leben. Weißt du, was ich meine? Du wolltest noch was nachfragen. Nee, nee, nee, nee, nee. Also, ähm, ich... Ich kann das verstehen. Ich glaube, das ist dir selber klar, das zerfällt in verschiedene Bereiche. Also das eine ist natürlich, dass es eine kindliche Erinnerung ist.

Ich war jetzt kürzlich bei meinen Eltern und dann haben die erzählt erstmal, also dass es zum Beispiel Konflikte zwischen meinen Eltern und bestimmten Großelternparteien gab, das haben wir als Kinder überhaupt nicht gemerkt. Also weißt du, dass vielleicht… Das ist sicherlich so. Ich habe da sicher super viel nicht mitbekommen. Ich will es überhaupt nicht kleinreden, ich will nur sagen, das ist halt toll, dass du so eine perfekte Weihnachtskinderkapsel quasi hast.

Und ich würde mir die auch erstmal gar nicht nehmen lassen. Ich musste daran denken, ich war auf einem Weihnachtsmarkt im Kloster Beuerberg, ein ehemaliges Kloster. Im Süden von München ist wirklich sehr schön und da war Weihnachtsmarkt im Kloster mitten im Museum. Und da verkauften unter anderem Nonnen, die nicht aus diesem Kloster sind, Weihnachtssachen. Und die hatten so Strohsterne.

Und dann so gebogen Strohsterne und dann so harte Aniskekse, die so gepresst werden und an den Baum gehängt werden. Und das ist was, das kannte ich nur von meiner Oma. Also von den Weihnachtsbaumen meiner Oma. Und da merkte ich dann so, krass, ich bin hier quasi mit diesen Nonnen gefühlt der Letzte, der das noch kennt. Und daran musste ich gerade denken, deswegen, das wäre also meine Frage, war also, was können wir von dem …

Da ist so meine Ambivalenz, deswegen gesagt, ich habe die Rückfrage, ist, weil manches von dem, was wir da aufgeben, geben wir ja dadurch nicht weiter. Und anderes geben wir auf, weil … Alles anders ist. Unsere Welt ist anders. Unsere Beziehungen sind anders. Unser sogenanntes Weihnachten-Slash-Jahres-Endfeier oder was auch immer. Es ist alles anders. Und plötzlich haben wir aber immer noch so diese Bilder.

Nur das war so, wo ich so merkte, das ist halt vielleicht auch, was ist das, Erwachsenwerden oder auch nicht. Also noch privateres Geständnis oder so. Wir haben den Advents... Kranz dieses Jahr abgeschafft, weil wir eigentlich gemerkt haben, was wir brauchen ist eine schöne Kerze und so ein bisschen was Grünes drumherum, was wir aber nicht mehr wollen ist dieses

Aus unserer Sicht nadelnde Dinge und dieses sehr rote und diese vier Kerzen, von denen drei dann immer nur so angerauchte Stunden sind. Aber das, glaube ich, macht letztlich keinen Unterschied. wie die hier irgendwann eines Tages rausgehen mit ihren Erinnerungen an die Feiertage. Und dennoch bleibt für mich eben die Frage, wo bleibt dann sozusagen so dieses …

Wo geht das dann alles hin? Ist das dann alles nur noch museal? Das ist ein Thema, das mich ganz oft beschäftigt, auch wirklich jenseits von Weihnachten, aber auch in Bezug auf Weihnachten. Da hatten wir, glaube ich, auch schon mal in einem anderen Kontext drüber gesprochen, dass ich so...

ein Kind war, das ... auch viel so Traditionen sehr in sich aufgesaugt hat und es irgendwie auch immer so total spannend und schön fand zu sagen, und das ist noch ein Rezept von meiner Urgroßmutter und das ist noch ein Lied, das kommt noch von daher und also ich hatte immer so das Gefühl, dass ... war für mich sowas ganz bedeutsames zu sagen, ich trage da so ein gewisses Familienerbe und meine Kinder zumindest aktuell, alle vier.

haben an sowas verhältnismäßig wenig Interesse. Und das führt eben dazu, dass ich das Gefühl habe, dass manche Dinge ... ich hier nicht weitergeben kann, die ich eigentlich gerne weitergeben würde. Genau, that's the point. Total viele Weihnachtslieder mit allen Strophen gelernt und auswendig und unterm Baum haben wir ewig lang gesungen. Und unsere Kinder haben diese Begeisterung fürs unterm Baum singen so gar nicht. Die singen, wenn ich ...

Um mir eine Freude zu machen, einmal ein Lied mit mir. Aber das Weihnachtslieder-Repertoire meiner Kinder ist vor allem so Rudolf the Red-Nosed Reindeer und so Sachen halt. Und die könnten ganz, ganz viele ... Lieder, die mir bedeutsam sind, nicht mit singen, obwohl ich versucht habe, die denen beizubringen. Und das ist einfach nicht auf so fruchtbaren Boden gefallen. Und die, ich...

Sie backen auch gerne mal mit mir Weihnachtsplätzchen, aber die haben nicht diesen Elan zu sagen, und jetzt nochmal die ganz alten Rezepte. Und das hat dann jetzt eine besondere Bewandtnis, weil das ist das... Familienrezept oder so. Und die haben teilweise so eine Ungeduld und die sind teilweise in so anderen Kontexten unterwegs, dass die ganz, ganz viele Dinge, die jetzt für mich vielleicht besonders ...

weißt du, emotional besetzt sind oder so, gar nicht so sehr wertschätzen können. Und ich will das wirklich gar nicht ... Ich weiß nicht, ob das vielleicht das falsche Wort ist, aber ich will das gar nicht werten zum Ausdruck. Ich kann es nicht so gut beschreiben. Meine Großmutter hat mir, als ich ...

14 war oder sowas, ihren Tauflöffel geschenkt. Das war irgendwann mal so eine Tradition in Norddeutschland halt, also früher, dass man praktisch einem Kind einen Silberlöffel geschenkt hat zur Taufe, wo der Name eingraviert war in den Löffel und das soll praktisch ein Symbol dafür sein, dass das Kind immer genug zu essen haben soll, also dass das halt niemals Hunger leiden soll.

Für mich war das damals wirklich eine richtig krasse Sache, zu sagen, jetzt kriege ich den und jetzt darf ich den behalten. Und jetzt habe ich diesen Löffel und so. Und dann habe ich den neulich mal unseren Kindern gezeigt. Und die erste Frage von meinem Kind war so, warst du da nicht enttäuscht? richtiges Geschenk bekommen hast. Was will man denn mit so einem ollen Löffel? Das war gar nicht so für sie nachvollziehbar. Was für eine Bedeutung auch in so einem ...

nicht so alltagspraktischen Gegenstand da drin stecken kann. Weißt du, was ich meine? Ich fühle das sehr, weil ich habe noch nie von Silber in den Tauflöffeln gehört, aber das ... Dass wir so eine Liste an Erwartungen und Traditionen und Bildern mit uns rumtragen. Ich musste vorhin halt einfach nur so lachen, weil du sagtest, ja und die wollen das nicht und die wollen das nicht und die wollen auch mit mir das nicht.

Bucketlist von Weihnachten und das sind nicht deren. Ich finde das auch so, ich weiß, das heißt, man hört es ja immer nur bei den anderen so leichter. Ich weiß es auch nicht. Und auf der anderen Seite ja auch wiederum wissen, dass das Kochen der, was war das bei uns? Bei uns gab es eine Lebkuchensauce.

Da wurde mir dann irgendwann feierlich das Rezept überreicht und ein bestimmtes Gebäck, das hieß Bomben. Und das sind alles so Erinnerungen. Da steigen bei mir so ganz tiefe alte Weihnachtsvorbereitungszeiten raus. Und doch weiß ich, dass das halt meine Eltern dann auch noch irgendwie schaffen wollten, mussten, diese Dinger da zu backen. Das ist nämlich gar nicht so leicht. Und das wird alles... mit mir untergehen. Das wird keiner hier. Nach mir wird die Lebkuchensoße nochmal. Ja.

Das ist vielleicht so ein Ding, dass einem bei Weihnachten, ohne da jetzt zu sehr irgendwie ab... Bitte. Ich finde Weihnachten als erwachsene Person. Macht einem auch immer viel zum Thema Vergänglichkeit bewusst. Dass man sich erinnert an Dinge, die man als Kind hatte, die es vielleicht auch noch nicht mehr so gibt oder so. Dinge, die man weiterträgt. Ich finde, das ist schon ein Fest. Weißt du, als Kind ist das oft sehr unbelastet. Oft nicht immer, aber oft.

dieses Geschenke und toll und so. Und ich finde, diese ganzen Ebenen, die sich an Weihnachten dann manchmal auch so entfalten, als erwachsene Personen, genau diese Fragen von, was gebe ich weiter? Was muss ich loslassen? Was verändert sich? Wen vermisse ich an Weihnachten? Was gibt es nicht?

mehr, was, wovon muss ich mich irgendwie auch verabschieden und so. Ich finde, das ist schon auch was, was ich glaube ich, also als Kind überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, dass das auch all diese Ebenen hat und dass Weihnachten deswegen einfach emotional manchmal, also je nachdem, wie das natürlich auch in der eigenen Familie so hochgehalten wird,

ja, auch eine sehr verletzliche Zeit sein kann und auch eine Zeit sein kann, wo man manchmal denkt, so, ich bin jetzt auch froh, wenn die Tage wieder rum sind, weil es ist einfach eine Menge, was man da emotional verpacken und halten und, weißt du, so muss.

Ja, sofern du natürlich diese Prägungen hast, von denen wir jetzt mal kurz ausgegangen sind. Also krasser Gegencut ist natürlich jemand, der einfach aus einer anderen Ecke, aus einer anderen... kulturellen religiösen Prägung kommt und einfach sagt so, okay.

Ich blase den Baum jedes Jahr auf, das reicht mir völlig und was habt ihr da eigentlich alle, ihr seid ja irre. Na klar, nee und ich kenne auch Familien, für die ist Weihnachten wirklich ein einfach, sag ich mal, ein fröhliches Kinderfest ohne großartigen... spirituellen Überbau, aber auch ohne sozusagen familiär da jetzt groß aufgeladen zu sein und das ist dann natürlich auch

sehr viel unkomplizierter. Also je weniger Bedeutungsebenen ich in so einem Fest sehe, desto weniger muss ich da im Zweifelsfall auch aushalten, dass es dann sich verändert oder andere Ebenen bekommt. Oder die Bergsportler, die dann sagen, geil, am 25. sind die Pisten leer. Oder am 24. Ja, das stimmt.

Ich glaube, dass es trotzdem was ist, was wahrscheinlich einfach nicht so statisch ist, wie es uns in unserer Kindheitserinnerung vorkommt. Total. Und dass so diese wesentlichen Dinge halt doch dann halt zumindest mitschwingen.

Wertschätzung und Selbstfürsorge für Mütter

Das war nur das, was ich so dachte. Ja. Also was ich eben mitbekomme über jetzt die Nachrichten, die mich auch so erreichen in der Vorweihnachtszeit, über die Nachrichten, die mich so erreichen, ist, dass sozusagen ... Viele Mütter und Frauen wirklich oft traurig sind an den Feiertagen und das hat viel damit zu tun, dass viele Frauen ...

Ganz klassisch sozusagen in dieser Art Care-Arbeit rund um das Fest, um schier untergehen und sehr, sehr wenig Wertschätzung subjektiv aber das Gefühl haben, da auch zu erfahren. Rund um diese Feiertage. Also ich kriege da wirklich immer wieder ganz viele Nachrichten von Müttern, die sagen, ich backe und koche und putze und bereite vor und alles. Und die einzige Person, die nachher unter dem Weihnachtsbaum kein einziges Geschenk hat, bin ich.

niemand dran gedacht hat, dass ich ja auch was bekommen könnte oder so. Und das zerbricht mir immer so ein bisschen das Herz, das zu lesen, weil ich denke, wie kann das sein im Jahr 2025, dass da so wenig...

Weißt du, Achtsamkeit in vielen Familiendynamiken dann ist, ja, dass man das da nicht... die anderen Erwachsenen, wer auch immer das dann genau ist, da so mitdenken und sagen, es kann nicht sein, dass sozusagen alles nur darauf ausgelegt ist, zu sagen, welche Geschenke kriegen die Kinder oder ...

Wo ist unser Essen? Und ich finde, man darf sich da auch nicht drauf zurückziehen, zu sagen, ja, mir wäre das jetzt auch nicht so wichtig an ihrer Stelle oder so, sondern ich glaube, das ist echt wichtig, das zu sehen. dass für sehr, sehr viele Frauen und Mütter in so dieser kleinen Geste, ob sie sozusagen an Weihnachten auch selber mitbedacht werden, unglaublich viel drin hängt.

Und ich muss dann so ein bisschen an unsere Selbstfürsorgefolge denken. Ich habe dann oft, wenn ich dann mit Frauen dazu im Austausch bin, den Impuls zu sagen, dann tu dir selbst was Gutes. Also dann plane praktisch. mehr oder weniger ein Geschenk für dich selbst auch ein, wenn du schon für alle anderen Geschenke besorgst oder dann gönne dir.

einen Tag aus Zeit nach den Feiertagen, wo du nur was für dich machst oder so und gleichzeitig ist das natürlich auch immer nur so ein Trostpflaster, weil der eigentliche Wunsch natürlich auch ist, dass nicht wieder für sich machen zu müssen, sondern dass da sozusagen jemand anderes die Verantwortung und die Fürsorge übernimmt.

Weihnachten im Wandel: Schwangerschaft

Ich bin auch aus manchen Weihnachten auch schon mit relativ starkem Veränderungswunsch fürs nächste Weihnachten rausgegangen. Zumindest dachte ich dann, okay. Jetzt habe ich ja eigentlich auch ein paar 60 Tage Zeit, das anzumoderieren. Und speaking of Veränderung. Bei euch steht ja jetzt quasi auch Veränderung an durch deine Schwangerschaft. Also ist Weihnachten nicht da eh sowieso was ganz Besonderes? Also hat es nicht nochmal einen anderen Drall?

Also man hört auf jeden Fall die Weihnachtsgeschichte nochmal ein bisschen mit anderen Ohren, wenn man selber so hochschwanger ist und hat sich vorstellt, man müsste da auf so einem Esel irgendwie in so einem Stall unterkommen und so. Ja, nee, also ich finde schon, dass ...

Weihnachten schwanger zu sein, immer nochmal so ein bisschen eine spezielle Note mit reinbringt, weil es ist sowieso ein sehr emotionales Fest und das dann auch noch in so einer emotionalen Zeit und man macht sich ja Weihnachten oft. Weil das eben am Jahresende liegt, auch so Gedanken darum, was bringt das neue Jahr, wenn man weiß, das neue Jahr bringt ein neues Kind, ist das natürlich schon auch eine krasse...

Ja, einfach eine krasse emotionale Erfahrung, die man dann so an diesem ohnehin schon aufgeladenen Fest eben auch noch mit in den eigenen Gedanken und Gefühlen halten muss. Ja. Also ich habe schon das Gefühl, wenn ich jetzt so auf das kommende Weihnachten blicke, dass es sich für mich nach einem ...

herausstechenden Weihnachten anfühlt, weil ich denke, es wird das erste Weihnachten sein, wo eins unserer Kinder quasi zu Weihnachten nach Hause kommt. Weißt du, dass er quasi nicht jeden Tag da ist, wo man wirklich so dieses Gefühl hat von ...

Coming home for Christmas. Und gleichzeitig eben mit dieser Schwangerschaft auch so ein ganz ... großes Gefühl von in dieser Konstellation, wenn ich jetzt auf unsere Kernfamilie gucke, wir sechs feiern wir jetzt so zum letzten Mal, nächstes Jahr werden wir zu siebt sein, wie wird das dann sich wieder alles anfühlen und zurechtgeruckelt sein und dieses ungeborene Kind. ist noch nicht dabei und irgendwie ja aber auch doch schon dabei.

präsent so in unserem Denken und Fühlen und Handeln und ich finde das so ganz süß, wie auch die Geschwister jetzt immer schon so fragen, ob wir dann für das Baby auch schon Geschenke unter den Baum legen können und so, dass es dann nicht traurig ist, dass es das verpasst hat. Süß. Ja, also klar, das ist schon nochmal besonders und meine große Hoffnung ist, dass ich eben in allem, was bei uns gerade auch einfach los ist, auch organisatorisch und ...

emotional, dass ich es schaffe, in dieses Innehalten so ein bisschen zu kommen. Idealerweise nicht nur im Weihnachtsgottesdienst, sondern auch an den Tagen drumherum. Ich weiß von mir selber, dass ich manchmal dazu neige, Wenn alles sehr viel ist, also innerlich und äußerlich sehr viel ist, dann so ein bisschen fast wie gefühlstaub zu werden, also einfach aus so einer Art Überreizung heraus, dass ich dann einfach gar nichts mehr wahrnehmen kann, weil einfach alles gleichzeitig passiert.

Und mein Plan, kann ich wirklich so sagen, für dieses Weihnachten ist, das zu registrieren, wenn das passiert und dann wirklich zu versuchen, bewusst. gegenzusteuern und irgendwie zu schauen, wie ich wieder so Details finden kann, in denen ich mich irgendwie festhalten kann, weißt du, wo ich wieder ins Fühlen komme sozusagen, also wo man ... dann vielleicht sich einen Moment einfach hinsetzen kann und sage, ich lasse das jetzt mal so auf mich wirken.

Unsere Kinder, unser Zuhause, unsere Gäste, unseren Baum, unser Essen, was auch immer und versuche wieder so Stück für Stück für Stück wahrzunehmen, was passiert und da auch in eine emotionale Resonanz zu gehen, weil ich das so schade fände. dieses Fest quasi, gerade dieses besondere Fest jetzt in diesem Jahr auch so für uns, quasi emotional zu verpassen, weil zu viel gleichzeitig passiert. Also ich hab mir da richtig ein bisschen so ein ...

Wirklich fast ein bisschen wie so ein Plan zurechtgelegt gegen Überwältigung. Ob ich das dann auch wirklich so hinkriege, ist dann die nächste Frage. Da müssen wir im Januar drüber sprechen. Aber weißt du, da merkst du schon so dran, es ist halt auch nicht mein erstes schwangeres Weihnachten. Und deswegen habe ich da tatsächlich auch schon ein bisschen Erfahrungswerte, wo ich sage,

Ich war da auch schon so überwältigt, dass ich es gar nicht mehr richtig mitgekriegt habe. Das würde ich gerne versuchen, dieses Jahr zu vermeiden. Mal schauen, ob es klappt.

Hörerfeedback und Verabschiedung

Ja, vielleicht können wir ja im Januar nochmal nachhorchen, wie es denn so war. Wie immer, wenn euch was gefehlt hat, ihr was beitragen möchtet, schreibt uns gerne an podcast.nora-imlau.de. Und das war übrigens die letzte Folge für unsere Weihnachtspause. Unsere nächste Folge erscheint dann hopefully am 12. Januar 2026. Genau. Und damit, liebe Nora, Kommen wir nun zu den Sponsoren der aktuellen Folge und deswegen folgt jetzt etwas Werbung.

Ja, unsere aktuelle Folge wird unterstützt von der KJFC Coaching Akademie. Das ist eine Akademie, bei der ihr euch als systemische Kinder-, Jugend- und Familiencoaches ausbilden lassen könnt. Die Ausbildung dauert dann...

zehn Monate und ihr lernt dort, wie ihr Kinder und Eltern ganzheitlich begleiten könnt. Das heißt, immer an dem Punkt, an dem es gerade akut Probleme gibt, ob in der Familie, in der Schule oder auch in diesem Übergang entweder zwischen Schule und Familie oder auch Schule und Beruf. leben. Das heißt, euch stehen als Coaches da ganz vielfältige Tätigkeitsfelder offen.

mit dieser Ausbildung. Und ihr legt selber individuell fest, wo eure Schwerpunkte liegen. Und was das Besondere ist an dieser Ausbildung ist, dass das ganz, ganz kleine Ausbildungsgruppen sind. Meistens nur so neun Teilnehmer, die dann ganz engmaschig und individuell begleitet werden. die Ausbildung findet.

meistens komplett online statt, aber je nach Bedarf gibt es manchmal auch die Möglichkeit, sich in Präsenz dann noch zu sehen, also da wird dann auch am Anfang der Ausbildung individuell geschaut, wo sitzen die verschiedenen Auszubildenden, wer braucht was, wer kann wohin kommen, wer hat welche Möglichkeiten auch an den Ausbildungsworkshops gut teilnehmen zu können. Genau, du bist dann, wenn du diese Ausbildung gemacht hast und auch die Prüfung bestanden hast, eben...

befähigt, Eltern und ihren Kindern zu helfen und auch Themen wie, wie kann ich daraus eben meine eigene Selbstständigkeit entwickeln, finden ebenfalls Raum. Zudem ist man dann ein Jahr lang noch kostenlos im Förderverein Mitglied. Ihr findet alle Informationen auch nochmal bei kjfc-coaching-akademie.de. Und was schon ziemlich cool ist, ist, dass ihr mit dem Code aller Anfang 10

10% Rabatt erhaltet auf die Ausbildungskosten. Die nächste Ausbildung startet im Februar 2026. Insofern vielleicht die Möglichkeit, die Weihnachtszeit zu nutzen. um sich das Angebot mal anzuschauen und ein persönliches Vorgespräch zu vereinbaren. Und damit, liebe Nora, können wir nochmal in unser Postfach schauen. Ja, genau. Wir haben eine total interessante...

Nachricht bekommen, wie ich finde, von einer jungen Referendarin, die nochmal dieses Thema mit den Mützen im Unterricht aufgegriffen hat aus der Höflichkeitsfolge. Und sie hat geschrieben. Ich bin jetzt frischgebackene Lehrerin und möchte aus meiner Perspektive etwas zu Mützen und Co. im Unterricht aufklären. Mir persönlich und so geht es glaube ich vielen KollegInnen.

ist das eigentlich ziemlich wurscht. Im Referendariat wird uns allerdings durch die SeminarlehrerInnen und durch die Schulleitung ziemlich deutlich gesagt, dass Kopfbedeckungen im Unterricht tabu sind, genauso wie Jacken. Um im Referendariat keins auf den Deckel zu bekommen, bestehen wir dann also darauf. Und das bleibt dann leider lange haften. Wenn in einem Unterrichtsbesuch, der für mich ja relevant ist, wegen Beurteilung und so weiter, SchülerInnen Kopfbedeckung tragen und ich ...

sie nicht ermahne, dann bekomme ich später noch eins auf den Deckel, weil ich nichts gesagt habe und dann nochmal eins, weil mir unterstellt wird, ich hätte die Klasse nicht im Blick. Da geht es also meist weniger. um die Höflichkeitsvorstellung der einzelnen Lehrkraft und mehr um tradiertes und nach unten getretenes Empfinden von Menschen in Führungspositionen. Das ist cool, vielen Dank.

Das ist interessant, wie sich oft so Dinge dann so durchschreiben und man nur so diesen kleinen Punkt verpasst, zu sagen, können wir hier nicht einfach links abbiegen und es einfach sein lassen. Ja. Verstehe. Okay. Ich wollte dir noch eine Mail von Miriam vorlesen.

Hallo liebe Nora und lieber Oliver, ich höre gerne euren Podcast und möchte euch gerne eine kurze Rückmeldung nicht zu einer, sondern sozusagen zu allen Folgen geben. Ihr habt den Podcast in etwa gestartet, als ich in den Mutterschutz für mein zweites Kind gegangen bin. Und damals hat mich der Titel und eure Worte dazu, aller Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter, aber immer interessant, so berührt. Weil vor uns halt auch mal wieder ein neuer Anfang lag.

Und ich manchmal voller Vorfreude und Zuversicht und manchmal voller Unsicherheit auf die kommende Zeit geschaut habe. Und jetzt, ein Jahr später, geht es mir wieder so, weil wieder Anfänge vor oder auch gerade schon hinter uns liegen, zurück in den Job.

mein Partner raus aus dem Job, dann langsam Start in die Kita und so weiter. Und es tut gut, immer mal wieder innezuhalten und die Anfänge zu sehen, in ihrer schweren oder auch unerwarteten Leichtigkeit und bei allem das Interessante unsere oft so alltäglich anfühlenden Leben nicht zu verlieren. Alles Gute dir, liebe Nora, für euren erneuten neuen Anfang. Und auch dir, lieber Oliver, bestimmt gibt es in deinem Leben Anfänge, von denen ich nichts weiß. Liebe Grüße, Miriam. Oh, das ist ja schön.

Ist das nicht schön, wie da auch noch das Thema der Folge jetzt irgendwie drin war? Das habe ich ja jetzt erst gesehen. Das Innehalten. Fügt sich magisch zusammen. Ja, wir kriegen echt netteste HörerInnen-Post. Vielen, vielen Dank dafür. Wir wünschen euch eine total schöne Weihnachtspause. Kommt gut rüber.

Genau. Alles Gute von uns und dann würde ich sagen, vielen Dank und bis zum nächsten Mal. Genau und denkt immer daran, aller Anfang ist manchmal schwer, manchmal leichter, aber immer interessant.

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