Alle Zeit der Welt Ja, es ist früh morgens. Wir sollten alle Zeit der Welt haben. Es fühlt sich nicht so an. Ja, worum geht's denn heute, Jonas? Wir reden nochmal über Germanismus. Nochmal fragt ihr? Nochmal, weil ich die letzte Aufnahme verkackte ab. Yay. Eeeeeeeh. So, das war mein Walk of Shame. Es fühlt sich komisch an, die gleichen Fragen nochmal zu stellen. Wie lässt es man? Aber why not? Ja, Germanismus, großes Wort. Er zeigt wahrscheinlich auch viele Bilder im Kopf.
Wer vorhandenkt ihr denn so? Sprich wörtlich an Bilder im Kopf, denke ich bei Germanismus. Sehr gute Überleitung tatsächlich. Die längste Zeit meines Lebens habe ich an Leute mit Trommeln gedacht, in lustigen Outfits, die viele Drogen nehmen. Das war immer so ein bisschen nicht... also der Schamane als Protohippie quasi, nur dass er mehr Leder trägt. Ich kann schon mal von mir behaupten, dass ich meinen echten Schamanen seiner Aussage nach getroffen habe und sein Tübingen.
Es war eine lange betrunkene Nacht und er hat mir davon erzählt, wie er bei seiner Einweihung in den Fluss geworfen wurde, auf Pilzen, sich gerade so an Land retten konnte. Und über besondere Kenntnisse verfügte, wie zum Beispiel Hasch über die Grenze zu schmuggeln. Nicht in den allergrößten Mengen, aber er hat mir erklärt, wie er das in kleine Ü-Eier packt und sich dann in den Arsch steckt und noch nie gebastelt wurde.
Also ein Schamane verfügt für mich über besondere Kenntnisse, über die der Otto Normalverbraucher, besonders hier in Deutschland der Otto Normalverbraucher, nicht verfügt. Und ja, ich habe so das Gefühl, dass unsere Erfahrungen, die wir mit Schamane gemacht haben, trotzdem noch mal ein bisschen was anderes sind als das, was Schamanismus eigentlich bezeichnet. Vielleicht können wir da ja anfangen.
Genau, wir haben einfach Leute getroffen, die sich als Schamanen bezeichnet haben. Warum eigentlich? Dieser Frage können wir ein bisschen nachgehen heute. Was übt die Faszination Schamanismus ein bisschen aus und worum geht es da wirklich? Wo kommt denn der Begriff Schamanismus her, Jonas? Ja, der Begriff kommt aus dem Sibirischen und bedeutet so viel wie der, der weiß.
Und das zeigt ja auch schon, dass der Schamane oder die Schamanin offenbar ein gewisses Geheimwissen besitzt, das andere nur mal nicht zugänglich ist.
Aber Schamane waren eben in diesen ganzen Kulturen sowas wie Naturmystiker. Vielleicht könnte man es darauf herunterbrechen, dass sie zum einen eine sozial bestimmte Rolle eingenommen haben, die in verschiedenen Kulturen einfach essenziell war, weil das menschliche Wissen begrenzt war und es innerhalb von Gesellschaften immer Menschen gebraucht hat,
die die Welt irgendwie auf eine gewisse Weise interpretieren und daraus Schlüsse ziehen, wie sich Menschen und wie sich Gesellschaften verhalten sollen. Ich habe eine ganz kurze, lustige Definition gefunden von einem Ethnologen, von Klaus E. Müller. Nach seiner These ist der Schamanismus eine Wissenschaft des magisch-mythischen Denkens mit berufenen, sozial verpflichteten Sachverständigen. Bei der Definition gefällt mir eigentlich ganz gut, dass noch dieser soziale Aspekt aufgenommen wird.
Meistens waren das dann Leute, die wahrscheinlich außerhalb der Gemeinschaft gewohnt haben und waren dann als Vermittler tätig. Einmal zwischen Natur und Menschen und andererseits auch zwischen den Geistern, den Ahnen und der Welt hier. Und das bei ihrem Beitrag zur Gemeinschaft, das gibt es natürlich in vielen Kulturen, über die ganze Welt verstreut, von Ozeanen bis Nord- und Südamerika.
Genau, man findet quasi diesen Animismus und man findet diese soziale Rolle in animistischen Kulturen auf der gesamten Welt. Das Problem ist, dass das alles quasi von Europäern zusammengeschustert wurde, die dann gesagt haben, das ist alles Schamanismus.
Die haben sich quasi in der Zeit des Kolonialismus und so viel mit Finnland und Sibirien auseinandergesetzt, eben vor allem über russische Quellen, die eben dort diesen klassischen Typus des Taiga-Nomaden, sag ich jetzt einfach mal, angetroffen haben.
Und auf dieser Basis wurden dann spätere Entdeckungen immer wieder diesen Prototypen zugeordnet, wo gesagt wurde, wenn ich in Ozeanien bin und dort einen animistischen Kulturzweig entdecke, der eben so eine Art soziale Rolle hat, wo jemand sich mystisch mit der Welt auseinandersetzt und Rituale hat und vielleicht auch Medizin und so ausübt, dann wurde der eben mit den Sibirischen Schamanen quasi in eine Kategorie gepackt, wegen dieser Ähnlichkeiten.
Und das Gleiche passiert, wenn wir uns Ausgrabungen anschauen und da Sachen gefunden wurden, die eben an den Sibirischen Schamanismus erinnern, dass dann gesagt werden, oh, das müssen Schamane gewesen sein. Das ist natürlich ein bisschen problematisch, weil da riesige Jahrzehntausende der Menschheitsgeschichte
und riesige geografische Unterschiede gleichgemacht werden. Und es ist natürlich wichtig, einen Überbegriff zu haben, aber gleichzeitig wird es dann oft nicht den Details der einzelnen Austrägungen wirklich gerecht. Deswegen müssen wir uns bewusst sein, wenn wir quasi weltweit von Schamanen reden, dass das ein Konzept ist, das aus Sibirien auf die Welt übertragen wurde und das vielleicht nicht immer ganz so gut passt, wie wir das von außen denken.
Also die Funktion erfüllen sie nach wie vor, die bleibt ja konstant eben, dass es Menschen in Gesellschaften braucht, die mehr wahrnehmen, mehr sehen, mehr interpretieren, als für den normalen Menschen zu sehen, zu hören, zu schmecken, zu sehen und zu glauben ist. Und diese Funktion wurde dann natürlich in verschiedenen Kulturen anders ausgefroren.
Die Techniken, die Praktiken haben sich zum Großteil extrem unterschieden, was der Tatsache, dass Schamanismus ja so ein allgemeiner Begriff ist, eben das nicht gut tut.
Die Definition ist viel zu weit, da wurde viel zu viel zusammengeworfen, obwohl man eigentlich vielleicht nur sagen wollte, weil man auch keinen Begriff dafür hatte für dieses Phänomen, außer eben den christlich-jüdisch-islamischen Begriffskontext, wie dann Imam oder Priester oder Arabi etc., die ähnliche Funktionen dann in anderen Kulturkreisen und religiösen Kreisen ausgeübt haben.
Aber die Funktion, die Welt zu deuten, Aussagen darüber zu treffen und der Gesellschaft einen Weg zu zeigen und einen Weg vorzuzeichnen, diese Aufgabe hat in wahrscheinlich jeder bestehenden Kultur eine Person übernommen.
Und dass diese Person eben die Sachverständigen waren, die Schamanen, was wir jetzt gemeinhin als Schamanen verstehen, genau, sie galten immer als Sachverständigen, sie wurden in diese Position berufen oder durch ihre natürlichen Eigenschaften, die sie besaßen oder weil jetzt jemand gestorben ist, ob man trotzdem diese Funktion ausfüllen musste. Diese Funktion des Priesters wurde eben schon viel früher ausgefüllt in weniger organisierten, dezentraleren Glaubensvorstellungen wie dem Animismus.
Und dann ist es eben der Schamane, nicht der Priester. Ich glaube, ich wäre mit dem Vergleich ein bisschen vorsichtig, Priester und Schamane. Mit der Vergleich nicht, aber dass sie immer in der Entwicklungslinie stehen, dass quasi der Priester den Schamanen ersetzt dann später. Wenn wir das Christentum wohin kommt, dann ersetzt quasi oder wenn der Islam wohin kommt, dann werden quasi die Lokalklauben oberflächlich ersetzt und die Rollen.
Aber natürlich ist in den großen monatistischen Religionen und auch der Hinduismus, ich muss das immer wieder aufzählen, die großen Religionen unserer Zeit sind ja ganz viele von diesen animistischen Glaubenssachen auch mit eingeflossen. Also das ist ja eine gegenseitige Beeinschlusung, nur dass es dann eben keine Schamanen so mehr gibt in ihrer Rolle, sondern das eben ersetzt. Das war mein Gedanke. Das ist die größere Frage, wie wird man ein Schamane, Jonas?
Na ja, also da gibt es einige Punkte, wie man Schamane wird. Meistens folgt man einer Berufung, die sich durch eine Krankheit ausdrücken kann, also durch eine körperliche Versehrtheit, aber auch geistige Krankheit.
Da muss man jetzt aber mit dem Begriff der Krankheit ein bisschen vorsichtig umgehen, weil genau das ist ja das Ding, was wir eben heute als Krankheit bezeichnen und was so körperliche oder geistige Dispositionen darstellt, hat damals Menschen in besonderem Maße qualifiziert, Aussagen über die Wirklichkeit zu treffen.
Und heute im Gegensatz werden diese Eigenschaften und diese Dispositionen als andersartig dargestellt und zwar als so andersartig, dass sie entwegt eine Therapie bedürfen oder sogar in Extremfällen solche Menschen von der Gesellschaft explodiert werden müssen, in Psychiatrien gesteckt werden oder weil sie straffällig geworden sind schließlich in Gefängnisse.
Aber dieses Verständnis von Krankheit, von Normalität und dem Umgang auch mit Außergewöhnlichkeit, das hat sich über die letzten Jahrtausende und von Gesellschaft zu Gesellschaft gravierend geändert.
Und gerade diese psychischen Krankheiten, wie epileptische Anfälle oder auch Schizophrenie, das sprechen dann in Zungen verschiedene, also dass Menschen einfach weggetreten sind, überhaupt nicht ansprechbar sind, also so richtig katatonisch sind, die sind erst relevant geworden und zum Ausschluss relevant geworden aus unserer Gesellschaft, glaube ich, vor allem seit sich der Kapitalismus so ausgebreitet hat und ein neuer Bewertungsmaßstab geschaffen wurde,
was als gesellschaftlich relevant und nützlich gilt. Und wenn man eben nicht körperlich oder geistig in vollem Maße seine 40 bis 80 Stundenwoche absolvieren konnte und sich nicht ausbeuten lassen kann von dem kapitalistischen System, dann sind solche Krankheiten und solche Dispositionen natürlich potenziell gefährlich und sollten behandelt werden, weil da Arbeitskraft und Potenzial verloren geht.
Und es geht tatsächlich Potenzial verloren, aber eher durch die Art und Weise, wie damit umgegangen wird, weil eben solche Schamanen, ich nass sage jetzt wieder Schamanen oder solche Menschen, die einfach besondere Dispositionen hatten, die anders waren als andere Menschen durch irgendwie einen genetischen Defekt, durch psychische Disposition, dass die eben andere Dinge wahrgenommen haben und die nicht als verrückt oder als wahn
und damit als völlig ideal abgestempelt wurden, wie es heute getan wird, sondern dass ihrer Einschätzung, ihrer Wahrnehmung große Bedeutung beigemessen wurde. Das hat sich in den letzten Jahrtausenden geändert.
Weil eben auch geglaubt wurde, dass sie mit der Geisterwelt kommunizieren und nicht nur das aus ihnen herausgeschied und dass der Ausdruck der Krankheit ist, sondern dass das der Ausdruck von Geistwesen im Animismus zum Beispiel ist, die die Natur besehlen und alle Dinge besehlen und dadurch ist natürlich eine besondere Sprachruhe. Wenn man jetzt Schützephrenen oder einen epileptischen Anfall hat zum Beispiel, wird das natürlich anders gedeutet in diesem Kontext.
Ein berühmtes Beispiel in Rom war Epilepsie eines der qualifizierenden Merkmale eines Auguren der großen Priesterschaft, die die Könige eingeschworen hat, als es noch Könige gab und die dann später in der Republik auch wichtige Rollen erfüllt haben. Staatstragende Rollen. Die Auguren haben die Hühner des Krieges gefüttert und damit entschieden, ob der Tag richtig oder nicht richtig ist, um einen Angriff zu starten. Mit dem Putin mal auch mal besser machen sollen. Die Hühner aus dem Krieg.
Der hat keine Hühner des Krieges, der hat nicht drauf gehört. Also gut, dass er es nicht gemacht hat. Die Hühner. Ja, aber ja, da hätte Livy einiges zu sagen zu dem misslungenen Krieg. Julius Caesar war zum Beispiel berühmter Epileptiker und auch Augur.
Das englische Wort inaugurated kommt daher, dass quasi wenn die US-Präsidenten eingeschworen werden, ist immer noch der Augur in der Sprache anwesend und das ist auch so eine Art, es waren so diese Vogelseer, es waren so Vogelschamanen quasi, der Römer, die dann integriert wurden in den Staat, in die Republik. Ein anderes berühmtes Beispiel ist diese Schamanin von Bad Dürrenberg.
Das ist ja auch ein Beispiel in Deutschland, wo jetzt archäologisch, wo nochmal in der Zeit ganz nicht geografisch, sondern in der Zeit zurückgegangen wird und in Deutschland quasi ein Grab einer Frau gefunden wurde, die mit großen Ehren begraben wurde und bei der Untersuchung kam raus, dass sie eben einen körperlichen Defizit hatte, dass wenn sie ihren Kopf in die eine Richtung gedreht hat, die Blutzirkulation zu ihrem Gehirn teilweise abgeklemmt wurde und sie dann eben Anfälle hatte.
Und das hat aber nicht dazu geführt, dass sie irgendwie ausgestoßen wurde, sondern sie wurde zu einer überregional verehrten, auch nach ihrem Tod noch lang verehrten Religionsfigur vielleicht oder spirituellen Führerin auf jeden Fall. Ja, und die Leute sind zu ihr gekommen, auch um Krankheiten zu behandeln lassen. Das kam jetzt vielleicht ein bisschen zu kurz. Wir haben uns viel auf diesen religiös-mystischen Aspekt konzentriert.
Aber wichtige Aufgabe war natürlich auch, Krankheiten zu behandeln. Und es wurde jetzt nicht etwa der zu behandelnden Person irgendeine Substanz verabreicht oder sie in Ekstase versetzt. Also das ist auch ein wichtiger Punkt. Um dann überhaupt in Kontakt mit dieser Geisterwelt zu kommen, gibt es dann verschiedene Techniken. Sei es jetzt durch Tanzen, auch natürlich durch Substanzen wie Fliegenpilz, Magic Mushrooms usw. Atemtechniken sind ja auch bekannt. Das funktioniert ebenso. Tanzen, singen.
Man muss keine Drogen nehmen, um Geister zu sehen. Oder man tanzt halt wirklich hart und lang. Oder wie die Derwische dreht sich im Kreis ganz doll. Oder man kann natürlich auch anders in den Drosszustand kommen. Man kann durch die Atemtechnik das allein machen. Man kann lange nichts essen und sich in Schnee setzen. Man kann sich in eine sehr heiße Sauna zu lang setzen. Man kann quasi, man muss seinen Körper nur ein bisschen pushen.
Ja, also vielleicht mal noch kurz wie so eine Behandlung aussehen könnte von so einem Schamanen. Also er begibt sich dann in diese Dross durch was auch immer. Und nimmt Kontakt zu den Hilfsgeistern auf. Also das sind die Geister, die ihm in dieser anderen Welt, in dieser Anderswelt, in dieser Zwischenwelt, in dieser Geisterwelt, und wie der Name schon sagt, helfen, ihn begleiten, ihn führen auch, damit er dort in dieser anderen Welt die Krankheit ausfindig machen kann. Oder was sie verursacht.
Damit er dann in der realen Welt, in Anführungszeichen, die Person entsprechend behandeln kann. Also er ist jedes Mal auf seinem Trip auf so einer Quest, um rauszufinden, wo die Krankheit steckt. Ja, war damit offensichtlich erfolgreich. Ja, worauf ich gerne noch raus wollte, wer moderner Schamanismus ist, das begegnet einem ja jetzt im Internet oder auch sonst wie, egal ob in der Türkei oder in Tübingen was trinken geht, man trifft Schamanen.
Und das so ein bisschen einzuordnen, finde ich ganz spannend. Also zum Beispiel diese Leute, die sich jetzt als germanische Schamanen verstehen, kommen natürlich oft aus einer völkischen Ecke. Und es gibt da halt keine Basis für. Also es gibt da keine schriftliche Textbasis oder auch für Druiden. Das war halt eine keltische Geheimwissenschaft, die nur mündlich weitergegeben wurde, wie das oft eben auch beim Schamanismus ist.
Oder beim Schamanismus jetzt in Anführungszeichen in verschiedenen Kulturen. Und wenn dann eine monotheistische Religion kommt und diese Priesterschaft ausreichend unterdrückt über 2000 Jahre oder so, oder auch nur 200 Jahre, man kann rituelle Gegenstände finden, man kann sich quasi anschauen, wie da gelebt wurde. Aber es gibt keine Erklärung, wie diese Geisterreise direkt abläuft oder wie man konkret diese Krankheit ausfindig macht oder so.
Also da wird oft dieser Eindruck erweckt, man hätte uraltes Wissen, weil ich bin Druide oder ich bin germanischer Schamane. Da wird dann aber entweder Sachen aus anderen Kulturen einfach quasi oberflächlich gelesen und sich scheinbar angeeignet. Oder da wird einfach nur Humbug erzählt. Da muss man sehr vorsichtig sein auf jeden Fall. Fand ich noch so erwähnenswert. Ja, es ist halt auch lukrativ vermutlich. Das muss man auch dazu sagen, weil es gibt ja...
Also es gibt super viele Leute, die sich so von der... Na wie sagt man... Von der klassischen Medizin auch ein bisschen abgewendet haben und andere Möglichkeiten suchen. Ich glaube, da ist auch immer mehr geworden in den letzten Jahren. Nicht zuletzt auch wegen Corona vermutlich. Davor auch schon. Und da lässt sich gut Geld verdienen. Und so dann als selbst ernannte Schamane mit ein bisschen kultureller Aneignung und so weiter lässt sich das dann schon verkaufen.
Hat dann nicht mehr viel mit so einem echten Schamane zu tun, die es heute natürlich auch noch gibt. Wenige, aber sie existieren schon noch. Aber generell kann man vielleicht auch dazu sagen, was kann ich das bezeichnen? Es gibt ja auch einen ganzen Tourismuszweig, der sich darauf spezialisiert. Auf solche Retreats. Jetzt vielleicht insbesondere Südamerika mit Ayahuasca, der früher eigentlich auch nur von Schamanen verabreicht wurde.
Da wird es viel Geld reingepumpt aus den USA und so weiter, die da solche Retreats errichten. Und für teures Geld dann diese Sessions anbieten und Heilung versprechen von, weiß ich nicht, von allen möglichen, von Kleinigkeiten bis zu großen Dingen. Klar, für so Kriegsveteranen ist das wahrscheinlich super, um ihre posttraumatischen Belastungsstörungen zu behandeln. Es ist ja auch nachgewiesen, dass das funktioniert und große Effekte hat oder bei der Sucht, bei Alkohol oder Heroin.
Aber da kommen ja noch andere Leute. Und es ist eben auch nicht dieses Allheilmittel, zu dem es teilweise gemacht wird. Man muss natürlich dann trotzdem an sich arbeiten. Auch wenn man danach sich besser fühlt, ist natürlich nicht alles gedöst. Man kann jetzt nicht seine gesamte Therapie wegwerfen, wenn man einmal am Wochenende in die Anden fliegt und einen Ayahuasca verabreichen lässt. Das wird schon auch so ein bisschen als Cheatcode verkauft, was ich denke, ein bisschen irreführend ist.
Zahl 5000 Euro, flieg um die halbe Welt, um diesen Ayahuasca-Trip mitzumachen. Du wirst danach ein guter Mensch sein, der beste Mensch, der danach existiert. Also diese Gedanke der Selbstoptimierung in der heutigen Gesellschaft. Genau, der Gedanke der Selbstoptimierung und es wird halt verkauft auch. Es wird direkt kapitalistisch ausge-... Es hat nichts mehr mit dieser persönlichen Erfahrung zu tun, die vielleicht gesucht wird, sondern es wird direkt so ein Massenprodukt.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es die Pille gibt, die Ayahuasca-Pille, die man sich dann nachmittags geben kann. Das ist halt diese Sindsuche auch in der heutigen Zeit. Ich meine, wenn man ist einer von acht Milliarden Menschen und alle in ein System hereingeboren werden, in dem wir uns alle ein bisschen unwohl fühlen von Zeit zu Zeit, aus dem wir auch entfliehen wollen, aber die Möglichkeiten wirklich da rauszukommen, sind natürlich begrenzt.
Für viele Menschen geht die Sindsuche nach außen, indem sie irgendwie 5000 Kilometer in den Amazonas fliegen, um sich da endlich selbst zu finden und endlich abseits von allem in sich schauen zu können, durch die Hilfe von Wissenden, von Schamanen, von Schamaninnen, die anscheinend über besonderes Wissen verfügen und dir eigentlich einfach nur so einen kleinen Drogentrip verabreichen und dir halt versprechen, dass du danach als geläuteter Mensch
und als neuer Mensch aus der Asche wieder auferstehen wirst und all deine Probleme weg sein werden. Ich denke, das ist eher so ein systemisches Problem, dass sich einfach megaviele Leute scheiße fühlen, obwohl sie eigentlich die Profiteure dieses Problems sind und sich dann eben auch leisten können, mal 5000 bis 10.000 Euro für so einen kleinen Yoga-Retreat oder so auszugeben, anstatt es zu spenden.
Oder sonst irgendwas Gutes damit zu tun, geben sie es halt für sich und ihre Selbstsorge, Selbstfürsorge aus und erhoffen sich dabei besondere Einsichten. Ich kann es ja verstehen, aber das ein bisschen zu hinterfragen und kritisch zu sehen gehört, denke ich, zu einem anderen Punkt. Ich will niemandem irgendwie absprechen, dass so ein Drogentrip oder so ein psychedelischer Trip nicht positive Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Welt, auf das eigene Selbst haben kann.
Ich glaube, die Erfahrungen haben wir vielleicht alle schon gemacht, kann man glaube ich sagen. Aber ja, es ist doch nochmal was ganz anderes, wie dieser rituelle Gebrauchssinn, der sich so ein bisschen auf die ganze Welt befindet, und wie diese Vernehmungen auch interpretiert wurden.
Und wie sie eingebunden sind in die Gesellschaft und das System, das ist denke ich ganz entscheidend, weil jetzt wird es da so ein Mischmasch aus verklärten mystischen Bildern und historischen Bildern verkauft, was letzten Endes so ein bisschen von der Zeit, als die Glaubenswerte, die da waren, verkauft, was letzten Endes einfach nur sich wunderbar in das kapitalistische System irgendwie einfügt, wo zum einen Menschen darauf warten, dass die Versprechungen des Kapitalismus
endlich in Erfüllung gehen, und wenn sie nicht in Erfüllung gehen, dann geht man eben in so ein Retreat.
Zum anderen ist es halt nicht mehr diese soziale Bedeutung, die damals bei den Schamaninnen noch eine Rolle spielte, dass die, die diese Erfahrung gemacht haben, über besonderes Wissen verfügen, das für den gesamtgesellschaftlichen Nutzen irgendwie eingesetzt wurde, oder gesamtgesellschaftlich verwertet wurde, indem dann gesagt wurde, hey, die Götter Mutter Erde, irgendetwas hat mir gesagt, dass wir jetzt beispielsweise woanders unser Lager aufschlagen müssen, weil bald
ein Gewitter oder ein Erdbeben stattfinden wird, oder die Götter unzufrieden sind mit dem, wie wir uns gerade verhalten. Es gibt ja die Überlieferung der Römer über die Germanen bei der Völkerwanderung, dass, wenn man sich die Routen anschaut, die die Westgoten und so teilweise durchs Römische Reich gelaufen sind, würde mir gerne ein Navi vorbeibringen, weil es tatsächlich
wenig um gerade ausgeht. Das wird auf den Karten dann teilweise später so ein bisschen grob heiß in den ganzen Kreis gelaufen und die Römer haben eben gemeint, das liegt daran, dass sie jedes Mal quasi ein Opferstein hinstellen und ein Blutopfer verbringen und je nachdem, in welche Richtung dann das Blut auf dem Stein herunterläuft, wird dann weiter marschiert als göttliche Eingebung der Richtung, was jetzt als Brotonavi sicherlich ein bisschen unpraktisch
ist, man muss die ganze Zeit so schwere Steine haben, dass man sich dann auch mal so ein bisschen auf die Karten schütteln kann. Und wenn man sich dann so ein bisschen auf die Karten schütteln kann, dann kann der Anführer natürlich immer sagen, naja, dass wir jetzt hier in dieser Situation gelandet sind, ist ja nicht die Schuld des Anführers, er hat sich ja nur nach dem göttlichen Omen gerichtet.
Und wenn was schief geht, können die Priester und selbst dann der Schaman, wie wir sie schon kennengelernt haben, die einem auf Pilzen wilde Sachen erzählen, sondern ich spreche eher über die Funktion, über die wir vorhin schon geredet haben, also was in Gesellschaften besondere Menschen sozial dazu bestimmt sind, auf mystisch magische Weise die Welt zu deuten.
Mystisch magisch muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass es irrational ist, sondern dass es halt ja eine Qualität dahinter gibt, auch eine besondere Sprache, besondere Praktiken und Techniken, um dieses Wissen zu erlangen und die Welt zu deuten.
Weil ich dachte mir, so arg viel anders als moderne WissenschaftlerInnen ist es ja eigentlich gar nicht, was die Schamanen damals vollbracht haben, vielleicht so eine Mischung aus, mit dem religiösen Unterbau, vielleicht noch so eine Mischung aus modernen Wissenschaftlern und Priestern.
WissenschaftlerInnen von heute ja auch nichts anderes als die Welt zu deuten und das in einer besonderen Sprache, in einer wissenschaftlichen Sprache, die wenn wir uns beispielsweise so krasse Beispiele wie die Quantenphysik nehmen, die über so eine besondere Lexik verfügen, über eine eigene Sprache, die uns als autonome Verbraucher nicht zugänglich ist und da mit Voraussagen treffen, also wir können ja mittlerweile nicht mal nur in der Vergangenheit irgendwie aufarbeiten, sondern
WissenschaftlerInnen sind ja heutzutage wirklich in der Lage in die Zukunft zu schauen, das Wetter vorher zu sagen oder zu sagen, ob in 30 Jahren dieser Asteroid in 1000 km an der Erde vorbei rast oder das Restrisiko von 0,003% besteht, dass der Asteroid unsere Erde trifft.
Also ähnliche Funktionen erfüllen ja heutzutage auch die Wissenschaftler, indem sie Voraussagen treffen, auch die Sozialwissenschaftler, was in unserer Gesellschaft beispielsweise falsch läuft, wo sich unsere Gesellschaft entwickelte hat, wohin sie sich entwickeln wird und wohin sie sich entwickeln könnte und was notwendige Maßnahmen sind, um das zu erreichen. Ich denke, das zieht sich durch die gesamte Wissenschaft.
Ich bin ganz bei dir, dass die Wissenschaftler in einer materialistischen Auslegung der Welt zu einer Art Priesterschaft werden, die eben mit einer offeneren Quellenlage im Gegensatz zu den meisten religiösen Geheimwissenschaften, das ist eben nicht mehr okkult, mystisch, magisch, sondern es ist durch die Methodik verändert. Sie legen die Welt aus und sie deuten die Welt und sie formen das
Weltbild auf jeden Fall. Und dann natürlich auch die Gegenbewegung, die es dagegen gibt, also die natürlich, wenn du sehr antimaterialistisch unterwegs bist, sei das religiös oder eben esoterisch, dann ist es eben dein Imam, dein Rabbi, dein Priester, dein Pfarrer oder deine Heilpraktiker oder deine Heilpraktikerin, die diese Rolle erfüllt. Du bist halt dann abhängig, wer da sitzt
bei dir im Dorf. Ob du da jetzt gerade in deiner Generation jemanden fähigen und netten und irgendwie mit einer guten Qualifikation hast oder ob da jemand ist, der vielleicht problematisch ist. Ich bin mir sicher, es gab auch problematische Figuren. Du redest jetzt von dem globalen Dorf des Internets, weil das fügt dir dem ganzen noch eine ganz andere
Dimension hinzu. Da bist du nicht mehr darauf angewiesen, dass eine kompetente Person oder eine inkompetente Person in deinem Dorf sitzt, sondern du ist das Dorf zu dir, das am besten zu dir passt und bewegst dich dann auch in Kreisen, die deinen Dorf und deine Weltsicht bestätigen, also diese Echo kann man, ich glaube da kann man in sehr düstere, aber auch sehr bereichende Ecken des Internets vorstoßen und auf SchamanInnen und auf ExpertInnen jeglicher Couleur treffen, die einem die
Welt auslegen und deuten und sagen, wie du zu einem besseren Menschen werden kannst. Also ich glaube, ja, das spielt heute eine ganz, ganz besondere
Rolle. Also die Menschen sind glaube ich viel mehr auf sich selbst fixiert und an der Selbstfürsorge und sich selbst, weil es auch eben dieses Narrativ des Kapitalismus irgendwie ist, die Arbeit an sich selbst, dass das jeder schaffen kann und dass du glücklich werden kannst in deinem System, dass du nur die richtigen Techniken, Praktiken, das richtige Wissen und die richtige Persönlichkeit verfügen musst, um dich durchzuboxen durch die Widrigkeiten des modernen postkapitalistischen
Systems, durch die digitalen Wüsten etc. Also es ist viel mehr zentriert um deine Persönlichkeit und dich als Individuum, was auch wahrscheinlich vor tausenden Jahren noch gar nicht so existiert hat. Also die Bedeutung des eigenen Lebens und die Bedeutung des Selbst ist erst ein relativ modernes Phänomen, das in den 200, 300 Jahren jetzt so zentral geworden ist, dass Menschenleben überhaupt
so viel wert sind, so sei der Aufklärung. Das hat lange Zeit nicht gar nicht nur den Individualismus, sondern auch generell sowas wie Menschenrechte, aber ja, genau der Individualismus der heutigen Zeit macht auch diese Sinnsuche zu einem äußerst individualistischen Unterfangen. Es geht nicht mehr um die Gesellschaft, sondern es geht um dich als Person und du musst dich irgendwie arrangieren mit den gesellschaftlichen Verhältnissen, aber ja.
Ja, Slaughterdyke hat mal in dem Kapitel von dem Buch, glaube ich, die Überschrift war, wohin gehen die Mönche heute, was ich eine ganz spannende Frage finde, eben es gab im Mittelalter oder also ganz früher oder kommt auf deine Kultur an, entweder du wirst Schamane oder du wurdest dann eben
Mönch. Wenn du diese spezielle, wenn du nicht ganz reingepasst hast in den Rest deiner, der Gesellschaft, quasi in die anderen Rollen nicht passend waren, dann wurdest du eben Kleriker auf eine Art und Weise, ja, und welche, wo können diese Leute heute hingehen? Klar, in die Physik, in die Uni, wenn ihnen das liegt, aber das finde ich eine spannende Frage, die wir uns alle stellen können, wo gehen denn diese Leute hin, wo gehen die Ritter hin und wo gehen die Mönche hin?
Wir haben ja kurz angeschnitten nur, das ist eigentlich auch so eine Voraussetzung, was heißt Voraussetzung, also das Weltbild ist ja, dass sie in einer animierten, lebendigen Welt sich bewegen, das ist ja heutzutage mehr oder weniger
verloren gegangen. Da wird sie... Ja, nicht für die Anthroposophen, da kommen wir drauf, bei Steiner ist die ganze Welt beseelt von kleinen Zwergen und helfenden Geistern und so, also Millionen Anthroposophen in Deutschland leben mit diesem Glauben, auch viele religiöse Christen, die an Engelglauben leben genau mit diesem Glauben, also ich glaube, du unterschätzt die, der Anteil deiner Nachbarschaft, der mit
einer beseelten Welt unterwegs ist. Ist ja auch eine schöne Vorstellung, als Gegensatz, als Kontrast hier zu der stählernen Welt, der riesigen Fabriken und dampfenden Schornsteine, die kühl und kalt und unbelebt wirken, die Menschen, die man auf der Straße, gerade in Großstädten, sie wirken nicht belebt, sondern wie Roboter, die an einem vorbei jeden Tag ihren Weg zur Arbeit laufen und sich dann irgendwie in die Natur zurückzuziehen oder durch die Natur zu laufen, sich vorzustellen, dass überall
dort dieses Leben vorherrscht, das in den Städten möglichst ausgelöscht wird oder verbannt wird, schon eine schöne Vorstellung, die Menschen helfen kann. Also das ist eine romantische Vorstellung und die deutsche Flucht in den Wald. Wir machen mal eine Folge noch über Jünger und andere postfaschistische Ideen, aber natürlich steckt da auch die, du beschreibst jetzt die positive Seite, auf der anderen Seite bist du in einer beseelten Welt die ganze Zeit den Geistern ausgeliefert.
Alles, was in deinem Leben schlecht läuft, ist, weil die Geister dir schlecht auch gesinnt sind. Du wirst die ganze Zeit beobachtet, du wirst die ganze Zeit gejudged, ob das deine Ahnen sind, die dir die ganze Zeit zuschauen und die du mildtätig stimmen musst mit Opfern oder ob das die Naturgeister sind oder ob das höhere Götter sind oder Engel, ist quasi im
Endeffekt Bums. Im Endeffekt wirst du beobachtet und hast die ständige Stasi bei dir am Lacken und da muss man schon auch Bock drauf haben, kann ich dir persönlich sagen, ist nicht mein Ding. Wenn alle deine Vorfahren dir immer überall zugucken, ist nicht der beste Moment morgens auf dem Klo. Also da können die sich gerne woanders hin gesinnt, die
Vorfahren. Ich finde noch ein wichtiger Punkt ist auch, dass der Animismus, der Glaube an die animierte Welt, ich glaube das ist fast mehr als eine Religion, da ist ja auch eine Art mit der Welt zu interagieren
und mit ihr umzugehen. Und wenn wir heutzutage schauen, die Trennung zwischen Natur und Kultur zwischen dem Mensch und dem nicht menschlichen Lebewesen so klar aufgeteilt ist und mittlerweile ist es ja auch so, wie günstig durch die Forschung, wir wissen, dass Fische Schmerz empfinden können zum Beispiel, dass Bäume miteinander kommunizieren, dass eigentlich die Lebewesen wahrscheinlich fast konstant irgendwie in Austausch miteinander
sind. Und so langsam glaube ich, fängt dieser Duanismus Natur und Kultur auch an zu bröckeln und vielleicht war der Animismus gar nicht so falsch, das war das in mancher Hinsicht gerade im Bezug darauf, wie wir mit nichtmenschlichen Lebensformen umgehen wollen und auch miteinander tatsächlich, ich meine wir gehen ja selbst nicht gerade zimperlich miteinander
um, Menschen unter sich. Ja und wenn wir den Planeten bewohnbar halten wollen, für möglichst viele Lebewesen wirkt dann auch nicht drum herum, als an seinem Weltbild zu verändern, an dem Umgang, mit einander. Deswegen ist das glaube ich auch aktuell und da kann es nicht immer nur um technische Lösungen gehen, dass es ein scheiß E-Auto oder E-Fuel sind.
Wichtig wird vor allem auch sein, das im Denken der Menschen zu verändern, ja, Umgang mit der Welt und miteinander wird noch ein weiter Weg, befürchte ich.
Absolut, das wollte ich dir nicht absprechen, das muss ich dann einwerfen, ich wollte der Natur nicht ihr Lebendigsein absprechen, würde ihr beseelt sein, auf gar keine Art und Weise, dass jeder Baum was empfindet, da bin ich ganz bei dir, aber da müssen eben keine Wassernymphen drin sitzen oder also das ist der feine Unterschied, kann ich den Baum quasi gut behandeln ohne dass ich ihm Opfer darbringe. Habt
ihr gelesen von den Affen? Es gibt Schimpansen, die in Westafrika Steine an gewisse Bäume ablegen und zwar rituell und da gibt es so Haufen von Steinen vor diesen Bäumen, ich glaube Schimpansen, die das da, das wurde beobachtet in den letzten Jahren, erst von Forschern und das ist quasi eine Art von Protoreligiosität, die man da sehen kann, die quasi unsere sehr nahen Verwandten auch schon entwickeln und vielleicht, wenn man genauer hinguckt, gibt es auch noch andere Tiere, die Dinge
tun, die vielleicht keinen so direkten Sinn erfüllen im ersten Moment außer einem psychologischen, wie du gerade gesagt hast, also das Ritual und so, das ist auf jeden Fall hilfreich und kann den Menschen sehr, sehr gut tun. Ich bin
nur gegen die Geisterstasi. Und ihr müsst dafür nicht mal 5000 Euro für einen Ayahuasca Retreat zahlen, sondern ihr müsst einfach nur 5 bis 50 Euro auf Patreon für diesen Podcast bezahlen und ihr könnt solche Einsichten innerhalb von einer Stunde haben, ohne um die halbe Welt fliegen zu müssen. Ist das nicht ein super Angebot, liebe Freunde und
Freundinnen? Ja, wir sind es auch so ein bisschen, ich weiß nicht, es ging so grob um Schamanismus und um noch viele andere Dinge irgendwie, aber das ist ja auch okay. Schamanismus ist es so ein bisschen, weiß ich nicht, man hätte wahrscheinlich noch mehr zu Schamanismus erzählen können heute. Wenn euch das Thema interessiert, es gibt auf jeden Fall Literatur dazu. Eliade hat so das Standardwerk zugeschrieben, wobei das auch nicht ganz unproblematisch ist.
Spricht da sehr viel von den primitiven Kulturen und war auch selbst ein Unterstützer der Eisenlandgarden in Rumänien, einer faschistischen Organisation. Also seine Auslegung des ganzen ist auch sehr euerozentristisch, sehr judo, judäo, christozentristisch und muss auf jeden Fall mit Vorsicht genossen werden, wobei seine Werke super interessant
sind. Eliade geht es auch viel um die Gemeinsamkeiten, also er versucht halt quasi die Gemeinsamkeiten überall zu sehen und herzustellen zwischen allen möglichen Kulturen und wenn das die Mission ist, dann vergisst man eben die Unterschiede, wie ich eingegangen schon
mal erwähnt hatte. Also es ist natürlich schön, wenn man Gemeinsamkeiten sehen kann, aber man sollte dann eben auch bei diesem ganz makro Blick auf die menschliche Geschichte oder auf verschiedenste Kulturen, auf verschiedenste Jahrtausende muss man natürlich vorsichtig sein, dass man da nicht eine große historische Gleichmacherei betreibt. Genau und vielleicht dann auch das Gipnof Laszlo Vader, der hat auch acht Punkte zusammengefasst, die für ihn jemanden
zu Schamanen machen. Also wäre vielleicht auch interessant für den einen oder anderen. Genau, folgt uns auf YouTube und auf Patreon und auf Spotify und bewertet uns mal ein bisschen. Wir brauchen noch ein paar positive Bewertungen auf den ganzen Portalen bitte. Wir freuen uns auch über wütende YouTube-Kommentare. Hex-Hex. Hex-Hex, genau. Also, was gut.
