Savitri Devi I - Die Priesterin der Neo-Nazis - podcast episode cover

Savitri Devi I - Die Priesterin der Neo-Nazis

Jun 02, 202340 minSeason 1Ep. 23
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Savitri Devi I - Die Vordenkerin der Neo-Nazis

Heute beschäftigen wir uns mit Savitri Devi, einer Frau, deren persönliche Geschichte und antisemitisches und nationalsozialistisches historisches Erbe wir heute im Internet mehr spüren als jemals zuvor.

Sie verbindet verschiedene -ismen bzw Ideologien zu einem Synkretismus, der das Ende des 2. Weltkriegs überdauerte: Faschismus, Nationalsozialismus, Hinduismus und Paganismus zu einer Ideologie namens "Esoterischer Hitlerismus".

Quellen & Literatur

https://scroll.in/article/823142/writings-of-french-hindu-who-worshipped-hitler-as-an-avatar-of-vishnu-are-inspiring-the-us-alt-right

https://www.ibtimes.co.uk/savitri-devi-strange-story-how-hindu-hitler-worshipper-became-alt-right-icon-1608413

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/26668/der-hindu-nationalismus-und-die-politik-der-unverhandelbarkeit/

https://wiki.edu.vn/wiki12/2020/12/26/savitri-devi-wikipedia/

Hitler's Priestess: Savitri Devi, the Hindu-Aryan Myth, and Neo-Nazism:

https://archive.org/details/goodrick-clarke-nicholas-hitlers-priestess-savitri-devi-the-hindu-aryan-myth-and-neo-nazism/page/n3/mode/2up

https://ia801002.us.archive.org/31/items/kali-yuga-savitri-devi_202111/Savitri%20Devi/Gold%20in%20the%20Furnace%20-%20Savitri%20Devi%20.pdf

https://archive.org/details/lightningsun

https://www.jstor.org/stable/10.2307/26918296

https://www.jstor.org/stable/jj.285007.5

https://www.jstor.org/stable/4412016?read-now=1#page_scan_tab_contents

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Tags: Zeitgeschichte, Europa, Asien, Deutschland, Indien, Savitri Devi, Hitlerismus, Eoterik, Braune Esoterik

Transcript

Alle Zeit der Welt Herzlich willkommen zurück zu einer neuen Folge von Alle Zeit der Welt. Heute reden wir über eine ganz besondere Person, Savitri Devi. Und wir starten direkt mal mit einem Eingangszitat aus einem Buch, was heute mit die Grundlage für die Folge war, nämlich von Nicolas Goodrick Clark, Hitler's Priestess, Savitri Devi, The Hindu Aryan Myth and Neo-Nazism. Das klingt schon mal großartig.

Genau, der Titel klingt schon mal großartig und wie das alles zusammenpasst, werden wir heute erfahren und warum das alles sehr obskur klingt, aber sehr relevant für unsere heutige Zeit und unsere Internetkultur und auch die Bedrohung von rechts ist. Von daher, Jonas, starte doch mal mit dem Zitat aus Hitler's Priests. Der junge Deutsche saß auf dem abgenutzten Sofa und lauschte den Worten der alten Frau vor ihm.

Durch die Fenster, die sich zu einem Balkon hin öffnen, fällt staubiges Sonnenlicht in den abgedunkelten Raum ihres bescheidenen, spartanisch eingerichteten Zimmers. Draußen ertönte der seltsame, berauschende Klang Indiens in der prallen Mittagssitze. Rundherum hörte er die Straßengeräusche und das Lärm der geschäftigen Elend in dieser Hintergasse in Delhi. Gelegentlich wurde ihre Erzählung durch den Gesang der exotischen Vögel unterbrochen, die sie in ihrem Zimmer hielt.

Und der junge Mann wurde durch die plötzlichen Bewegungen der vielen Katzen, ihrer unzertrennlichen Gefährten abgelenkt, die zu ihren Füßen lagen oder auf dem Balkon in der warmen Luft dösten. Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf das Abgenutzte und faltige Gesicht der alten Frau, die sorgfältig ihre Worte wählte, um die Geschichte ihres Lebens zu erzählen. Sie war nach der Art der indischen Frauen gekleidet, trug einen weiten, weißen Sari und ein dünnes Baumwolltuch über den Schultern.

Die alte Frau hieß Savitri Devi und der junge Mann war extra aus Frankfurt angereist, um sie in diesem kleinen, kahlen Raum im Alten Indien zu finden und in ihren eigenen Worten die Geschichte ihrer heiligen Mission für Hitler und den Nationalsozialismus zu hören. Ja, diese crazy cat lady in Delhi hat einen entscheidenden Einfluss auf die Moderne, auch wenn man das vielleicht so nicht wahrnimmt, auf den ersten Blick, oder es nicht so scheint.

Denn sie hat es geschafft, einen Synchretismus aus Faschismus, Nationalsozialismus, Hinduismus und Paganismus zu kreieren, der es geschafft hat, das Ende des Zweiten Weltkriegs zu überdauern, beziehungsweise nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geschaffen wurde als Mythos für Neonazis, als eine Art Religion für Neonazis. Das klingt erstmal alles sehr abstrakt und abstrus. Klingt so, als hätte er alles gepackt in den Thermomix gehauen, um mal zu schauen, was dabei rauskommt.

Keine Ahnung, wie das schmecken würde, aber ich glaube, es würde schwer untergehen. ...braune Soße, die dabei rauskommt. Ich habe direkt eine Frage dazu. Ja, gern Jonas. Hat sie diese radikalen Hindus, die es heutzutage auch gibt in Indien, auch irgendwie beeinflusst? Ja, auf jeden Fall. Sie hat die sogar persönlich gekannt.

Sie hat nicht nur Gandhi persönlich getroffen und so ziemlich jeden überlebenden Nazi nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern also jeden mit Namen und einer Wikipedia-Seite jedenfalls, sondern eben auch die Begründer und Radikalisierer des indischen Nationalismus, der ja heute mit der BJP und Narendra Modi auch das Land führt, das bevölkerungsreichste Land der Welt.

Savitri Devi hat sehr viele Fans in Indien, wahrscheinlich zahlenmäßig die meisten, auch wenn sie viele Nazi-Fans im Westen hat, werden die nicht so zahlenmäßig sein wie ihre hinduistisch-nationalistischen Fans in Indien. Deswegen eine Frau, die vielen von unseren Zuhörerinnen wahrscheinlich nicht bekannt ist und nicht sagt, aber einfach nur, weil sie keine Nazi sind. Savitri Devi nicht zu kennen ist, denke ich, ein gutes Zeichen.

Aber das wollen wir heute ändern, damit wir wissen, wo moderne Nazi-Kultur ihren Ursprung findet. Und dafür steigen wir einfach mal mit ihrer Lebensgeschichte ein. Ganz kurz noch zur Quelle, zu diesem Hitler's Priest, das Buch von Goodrich Clark. Das ist eine super Ressource und wahrscheinlich auch das meistgelesene Buch über sie, das ganz viel Forschung zusammenfasst und sich ausgiebig mit ihrem Leben beschäftigt.

Das Problem ist, dass oft die einzigen Quellen für ihr Leben die autobiografischen Zeugnisse von Savitri Devi selbst sind. Das heißt, wenn ich jetzt ihr Leben erzähle, dann sind da große Fragezeichen immer dahinter, ob das wirklich so war oder ob sie das aus einem gewissen Grund nachträglich so erzählen will.

Aber da es alles ist, worauf wir diese Geschichte basieren können und da zum Glück durch die Forschung auch schon ein bisschen kritisch durchgekämmt wird, auch wenn das Buch oft meiner Meinung nach nicht kritisch genug ist, müssen wir uns die Geschichte trotzdem anschauen, auch mit diesen Fragezeichen. Naja, man wird ja auch als Mensch schlau, wenn man zuhört, wie sie selbst über ihr Leben reden und sich selbst bezeichnen und beschreiben. Da können wir schon eine ganze Menge lernen.

Ja, das hoffe ich auch. Die Geschichte von Savitri Devi beginnt spannenderweise in Frankreich, denn sie wurde als Maximiani Portas in Lyon geboren und zwar am 30. September 1905. Damals... Papa Ante Portas? Genau, Ante Portas, Maximiani Ante Portas. Hört sich jetzt erstmal nicht besonders indisch an, ist es auch nicht. Ihre Mutter Julia, geborene Nash, kam aus Cornwall und war eine von zwei überlebenden Töchtern, eines William Nash aus England, der seine Cousine ersten Grades geheiratet hatte.

Hier steht Insert Incest Joke hier. Also ihr dürft... Bitte. Ihr dürft lachen. Ihr dürft euch einen Witz überlegen. Naja, aber auf jeden Fall... Derzeit natürlich noch ein bisschen.

Ihre Mutter, damals auch schon sehr verpönt, also über diese Incest Gesetze in Europa und was das mit der nuklearen Familie zu tun hat und warum diese katholischen Verbote, die Cousine ersten Grades zu heiraten, aus dem frühen Mittelalter dazu geführt hat, warum wir im Westen so komische Familienkonstrukte haben, da machen wir gerne mal eine extra Folge zu, da freue ich mich drauf. Erleuchte uns. Ich habe das nur erzählt, weil quasi das auch bei Savitri zu Geburtskomplikationen geführt hat.

Ich weiß nicht, ob deswegen, aber sie hat bei der Geburt nur 930 Gramm gewogen und wurde zweieinhalb Monate zu früh geboren und hat es auch immer selber quasi hervorgehoben, dass sie eigentlich leben sollte ursprünglich. Und dann aber gegen alle Erwartungen trotzdem überlebt hat und ein gesundes junges Kind wurde und es ihr, wie man später sieht, auf jeden Fall intellektuell nicht geschadet hat. Vordergründig. Moment, nein. Also der Teaser erzählt doch eine andere Geschichte.

Ich komme gleich darauf zurück, warum ich das so sage. Ihr Vater, also ihre Mutter Engländerin, ihr Vater war Sohn einer italienischen Mutter aus London und eines griechischen Vaters, der aufgrund seines Aufenthalts in Frankreich die französische Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Und sie entscheidet sich aber, obwohl sie von Geburt an Französin ist, früh für diese griechische Identität und verspürt die größte Zuneigung gegenüber griechischer Traditionen und Kultur.

Ihr Vater war ein sehr angesehenes Mitglied der großen griechischen Gemeinde in Lyon und sie hat in ihren Kindheitserinnerungen die sehr positiv erwähnt und wie gern sie dort Zeit verbracht hat. Mit 18 nach ihrem Abitur reiste Maximiani dann nach Griechenland und entdeckte die antiken Ruinen, quasi ihre Wahlheimat, ihre Inneren.

Und sie studierte nach ihrem Abitur Philosophie zuerst und dann später auch noch Chemie und hat zwei Masterabschlüsse und einen Doktortitel erlangt in Philosophie von der Universität Lyon. Und in der Philosophie hat sie die Chemie quasi extra deswegen studiert, den Master noch gemacht, weil sie über Wissenschaftsphilosophie ihren Doktor geschrieben hat und das als notwendige Grundlage erachtete. Das heißt, wir haben es hier mit einer sehr gebildeten Frau zu tun Anfang des 20. Jahrhunderts.

Deswegen habe ich vorhin auch gesagt, es hat ihr intellektuell vordergründig nicht geschadet, so ein Frühchen gewesen zu sein. Während ihres Studiums, sie hat während ihrem Studium auch Zeit in Griechenland verbracht, in Athen, las sie von den Entdeckungen von Heinrich Schliemann und den Ausgrabungen. Was wisst ihr denn über Heinrich Schliemann? Ein Troja entdeckt oder nicht? War das so? Richtig, 100 Punkte.

Schliemann war so ein reicher deutscher Industrieller, der mit Waffenhandel oder Stahl für die Eisenbahnen oder irgend so was hat er gemacht. Munition, irgendwas, was im 19. Jahrhundert gerade gut anlief. Und wurde damit unglaublich reich und hat dann, weil er als Kind ein riesiger Nerd für griechische Sagen und Homer und so war, selbstfinanziert als Abenteuertyp beschlossen, Troja zu finden. Und hat gegen, keiner weiß bis heute genau warum, tatsächlich eine Stelle gefunden vor Troja.

Hat dann aber, weil er keine Geduld hatte und die Archäologie zu der Zeit noch in ihren Kinderschuhen steckte, viel mit Dynamit gearbeitet, mit dem von Nobel damals, gerade frisch, also TNT, großender Mode damals. Und hat aus Versehen ein paar Schichten so viel abgesprengt und weggebaggert, weswegen wir wahrscheinlich niemals echte Artefakte aus Troja finden werden, weil die von Schlimmann alle damals vernichtet wurden.

Unglaublich. Eine der, also die Archäologie streitet über diesen Mann seit damals. Er hat dann aus einer tieferen Geschichte, quasi vor Trojanisch, ganz tolle Sachen gefunden, trotzdem wie seine Frau dann in Istanbul auf Abendpartys getragen hat. Quasi aus der Ausgrabung steffte daraus direkt auf die Abendparty. Und hat auch sonst, also Wissenschaftsethik war da kein großes Thema bei Schlimmann, aber er hat tatsächlich die Stelle gefunden, wo wahrscheinlich Troja war.

Kurzer Exkurs, dabei hat er aber dort einen Haufen Hakenkreuze gefunden. Einen Haufen. Viele Swastikas. In diesen tieferen Ebenen, unter dem eigentlichen Troja. Das wurde damals riesig publiziert und ist einer der Ursprünge für die Popularität des Hakenkreuzes zu der Zeit, die wir in der Ariosophie-Folge noch nicht thematisiert hatten und auch nicht bei den Theosophen und die mir jetzt nochmal quasi bei der Recherche zu dem Thema untergekommen ist.

Was für ein großes Thema das damals quasi in ganz Europa war. Die Funde von Schlimmann. Und wie schnell die dann eben auch von diesen verschiedenen Bewegungen noch weiter vereinnahmt wurden. Zu dieser Zeit gab es auch einen großen deutsch-griechischen Kulturaustausch. Was ich dazu noch halt, also wenn man so ein bisschen sucht, wo diese junge Maximiani so fasziniert vom Nationalismus und vom Faschismus wurde, da muss man sich glaube ich da ihre Jugend-Faszination anschauen ein bisschen.

Und Jonas, es gibt hier ein schönes Zitat aus dem Buch, was das ganz gut zusammenfasst, die deutsch-griechische Verbindung zu der Zeit. Nachdem der bayerische Prinz Otto den griechischen Thron bestiegen hatte, blühte ein reger Kultur- und Gedankenverkehr zwischen Bayern und Griechenland. Leopold von Klenze, der bayerische Hofartarchitekt König Ludwigs I., hatte die Münchner Ludwigsstraße und das Siegeszor nach klassizistischem Vorbild entworfen.

Er plante auch den Grundriss der wiederaufgebauten griechischen Hauptstadt und viele andere deutsche und dänische Architekten lieferten öffentliche Gebäude für das neue Athen, das jahrhundertelang vom Osmanischen Reich vernachlässigt worden war. Diese deutsch-griechische Kulturachse setzte eine deutsche intellektuelle Tradition fort, die aus dem späten 18. Jahrhundert stammte, als Johann Joachim Winkelmann die Wertschätzung der griechischen Kunst in der deutschen Literatur wiederbelebte.

Als sie schließlich München besuchte und Klenzes neoklassizistische Klyptothek und Propyläen auf dem Königsplatz sah, interpretierte sie den Austausch zwischen Griechenland und Deutschland im 19. Jahrhundert als Beweis für ihre gemeinsame arische Abstammung.

Genau, das ist jetzt von Savitri Devi aka Maximiani Portas später rückwirkend geschrieben, nach ihrem Deutschlandbesuchen und so, aber diese Achse zwischen München und Athen war mir persönlich jetzt nicht so ganz bewusst, auch mit dem König, und das hat eben zu der Zeit dazu geführt, dass die Deutschen noch viel Griechenland-Begeisterter waren, als sie erst seit Winkelmann sowieso schon waren und eben andersrum auf eine Art und Weise auch.

Und das hat Portas eben zum Ursprung genommen in ihrem Studium und in der Zeit danach ihre Rassenideologie quasi auszuformen und zu sagen, Griechen sind auch arischen Ursprungs.

Weil ihr Vater aus der Lombardie kam, aus Norditalien, das war in der Lillobarven, war ja auch ein germanischer Stamm, der sich da mal angesiedelt hat, und so hat sie sich das eben zusammengestückelt, um als aus Lyon stammende Französin sagen zu können, sie ist ja quasi doch uraarisch und deswegen bei diesem ganzen nationalsozialistischen Projekt auch mit angesprochen später.

Was noch erwähnenswert ist, ist, dass Maximiani eine riesen Tierliebhaberin seit ihrer jüngsten Kindheit war und von Anfang an der Umgang ihrer Mitmenschen sie mit Haus- und Nutztieren angewidert hat. Also sie hat sehr früh sehr starke Thesen über Tierrechte und eine Art frühen Ökofaschismus.

Sie war auch hier ein Leben lang Vegetarierin und das hat für sie das menschliche Leben entwertet, zu sehen, wie schlecht Katzen, das war immer ihr Beispiel, sie war super viele Katzen später, auch in Deli damit 20 Katzen zusammen gelebt, mindestens einer Cobra und trainierten Vögel. Und hat eben in ihrer Jugend erlebt, wie Katzen in Frankreich auf dem Land getötet wurden, weil es da zu viele gab und es irgendwie auch in Frankreich so Feste gab, wo Katzen angebzündet wurden,

auf so Scheiterhäufen als Zeichen des Bösen. Ich habe einen Wikipedia Eintrag von so im 17. Jahrhundert, dass er eben der französische König dann in Paris das große Volksfest damit eröffnet hat, dass er so einen Katzenbaum verbrannt hat. What the fuck. Danke für das Bild. Ja und das hat sie auf jeden Fall dazu veranlasst zu sagen, menschliches Leben ist eigentlich genauso wertig wie tierisches Leben.

Und anstatt zu sagen, da muss das tierische Leben aufgewertet werden, hat sie sich dazu entschlossen, das menschliche Leben abzuwerten und zu sagen, dass sie den Großvielmenschen eben auch ihre Existenzberechtigung abzusprechen. Nachdem Maximiani nach ihrem Studium, vielen Masterabschlüssen und ihrer Doktorarbeit zum Schluss kam, dass sie quasi eine Arierin wäre, hat sie dann 1928 ihre französische Staatsbürgerschaft aufgegeben und die griechische erworben.

Und ein Jahr später pilgerte sie dann während der Fastenzeit immer noch als junges Mädchen. 1929 ist sie 24 dann. Nach Palästina auf eine Pilgerfahrt genau und hat dann dort oder behauptet später in ihren Memoiren, dass sie dort zur Antisemitin führte, wo sie quasi die Zionisten, die damals quasi frisch angekommen sind und eben auch die alten Rabbiner in Jerusalem gesehen hätte, dass das für sie quasi das Erweckungserlebnis war zu sagen, das ist ganz schlechter Einfluss

und die haben die gesamte europäische Kultur durch das Christentum. Bis dahin war sie auch quasi orthodox christlich, wie mit ihrem Vater in der Gemeinde dort immer unterwegs und das sehr ambitioniert, ist sehr christlich aufgezogen, Worten orthodox und hat dann aber nach ihrer eigenen Aussage quasi ihren Monotheismus grundlegend angezweifelt nach dieser Israelreise und nachdem sie gesagt hat, wir müssen diese gesamte monotheistische Tradition abwerfen, weil das kommt eben an.

Also sie rückt mit jedem Schritt näher an den Nationalsozialismus hin. Sie hat erst ihre arische Rassenzugehörigkeit für sie selber geklärt und jetzt fügt sie da den Antisemitismus hinzu.

Die Stelle in ihrem Originalbuch ist höchstwahrscheinlich als Anlehnung an eine Stelle aus meinem Kampf konstruiert, wo Hitler beschreibt, wie er seinen Antisemitismus gefunden hat und höchstwahrscheinlich ist das so eine Art persönliche Mythenbildung von ihr, dass sie rückwirkend dann gesagt hat, da ist ein schlechter Urlaub und da hatte sie viel in meinem Kampf gelesen und dann hat sie das so rückwirkend konstruiert,

halte ich persönlich für wahrscheinlicher, aber wie auch immer. 32, drei Jahre nach ihrer Palästina Reise reiste sie dann nach Indien, ein Jahr bevor Hitler an die Macht kommt in Deutschland, auf der Suche nach einer lebendigen heidnischen arischen Kultur. Schlimmste Art von Touristen. In Indien gibt es ja auch wirklich viele schlimme Touristen und die Hippies sind auch wirklich nervig, aber die Nazi Hippies sind die allernervigsten. Den kennt ihr euch ja auch, ne? Verkackte Scheiße.

Zugenügend. Oh man ey. Und ich hatte wirklich nervige Gespräche in Goa am Lagerfeuer. Also der Moment, wo ich angefangen habe, wirklich gegen Hippies zu wenden, da sollte ich mal so eine Geschichte drüber schreiben, weil da war ich auch gerade 18, 19 und allein unterwegs und in Goa und dann saß ich am Feuer und habe mir die ganzen Hippies angeguckt und denen zugehört und dann erkannt, dass ich kein Hippie sein will. Da könnte ich meine Anlehnung an meinen Kampf schreiben.

In Indien nahmen sie dann wie die schlimmste Art von Hippie direkt einen indischen Namen an und zwar ganz zurückhaltend, wie Maximiani als Persönlichkeit ist, nimmt sie Savitri Devi an, was auf Sanskrit die Sonnenstrahlgöttin heißt. Und sie erleben lang in ihren Schriften auch mit Sonnen und Sonnengöttern und Sonnenanbetung und so extrem fasziniert. Das heißt, es zieht sich da auf jeden Fall als Motiv bei ihr irgendwie durch.

Sie konvertiert zum Hinduismus und sucht sich einen lächerlich selbstverständlichen Namen aus. Was sie dann da in Indien macht, ist extrem faszinierend für mich. Wollt ihr raten? Nicht im Skript lesen. Wollt ihr einfach mal raten, was sie in Indien macht? Sie geht in den Aschram. Schlimmer. Erst bin ich gespannt.

Sie zieht durch Indien von Dorf zu Dorf und versucht die Inder zu missionieren, jeglichen Monotheismus abzulehnen und das Kastensystem weiter zu befolgen, weil das von den Aryen geschenkte Kultur ist und die Herrschaft der Aryer über die Mletcha. Mletcha ist ein Sanskrit-Begriff, der ähnlich wie das griechische Barbaren oder Barbares quasi lautmalerisch nachempfindet, wie jemand sich anhört, der die Sprache schlecht spricht.

Also Barbar ist quasi wie ein Grieche jemand gehört hat, der von außen versucht hat, Griechisch zu sprechen. Das war quasi lautmalerisch sich lustig machen über die. Unumatopoetisch. Genau und genauso wurde im Sanskrit auch die Beleidigung für alle nicht gut Sanskrit-Sprechenden gebildet, nämlich Mletcha für die nicht Sanskrit-Sprechende Bevölkerung von Indien selbst auf dem Subkontinent und eben auch aussagt.

Also sie hat quasi die Anti-Barbarentur gemacht und gesagt, Kastensystem ist gut, vertraut nicht, weil das natürlich auch eine Zeit war, wo im britischen Raj die Engländer versucht haben, vor allem aus der Unterschicht heraus Leute zu konvertieren und zu sagen, wenn ihr zum Christentum konvertiert, dann könnte der Klassen in dem Kastensystem entkommen und guck mal, wie minderwertig der Hinduismus ist. Das war alles Quatsch. Guck, wir haben richtige Religionen mit dem Christentum.

Und da wurde quasi in Indien versucht, also ein riesiger Minderwertigkeitskomplex zu, kultureller Minderwertigkeitskomplex zu implementieren von außen, um die eigene koloniale Herrschaft zu rechtfertigen. Und die Nachwirkung davon spüren wir mit der BJP und Narendra Modi und heutigen Faschistoiden, nationalistischen Bewegungen in Indien. Das hat seine Wurzeln alles ganz tief im Kolonialismus und das darf man dabei, finde ich, oft nicht vergessen.

Umso problematischer ist es, dass es da eine Griechin aus Frankreich jetzt durch die Dörfer zieht im Sari und den Leuten erzählt, dass sie sich im Kastensystem doch bitte unterzuordnen haben, und zwar unter sie als Weis-Arierin. Das ist nämlich ihre Message, mit der sie da rumtourt. Sie kommt aber, findet viel Akzeptanz dort, weil sie muss es ja wissen. Sie kommt aus dem Westen und erklärt quasi ihnen, dass der Westen schlecht ist.

Das hat sie natürlich zu einer unglaublich glaubwürdigen Figur gemacht. Sie hatte auf jeden Fall Credibility und dadurch, dass sie so religiös erzogen und gebildet wurde in ihrer frühen Schularziehung und alles, hatte sie auch die Grundlagen dafür und kannte ihre Bibel sehr gut. Sie war sehr biblfest, was später noch mal bei einer meiner Theorien eine Rolle spielen wird. Jetzt haben wir schon ganz kurz diesen Hindunationalismus angesprochen.

Und ich weiß nicht, ob wir da einen kleinen Exkurs zu machen sollen. Eigentlich sollten wir dazu mal eine eigene Folge machen. Wir können das vielleicht ganz kurz zusammenfassen, indem wir sagen, Savitri Devi ist damals, als sie nach Indien kommt, nicht die Einzige, die nach einem Arya Revival intellektuell quasi sich sehend oder daran arbeitet.

Es gibt in den Zehner und Zwanzigerjahren vor allem viele Intellektuelle in Indien, die versuchen durch die Wiederbelebung von einer Art arischen Mythos quasi die eigene kulturelle Gleichwertigkeit vor allem mit den Engländern erst mal quasi zu erreichen, um zu sagen, wir haben eigentlich ähnliche Wurzeln wie ihr Engländer oder ihr Kolonialmächte. Auch wir stammen von den Aryan ab, von denen eure Wissenschaftler sagen, ihr stammt ab.

Es gibt diese frühe Sprachforschung, die das alles miteinander verbindet, Hindi und die Sprachen in Nordindien, die auf Sanskrit zurückgehen, sind alle indo-europäische Sprachen, sagen wir heute noch mal nicht mehr indo-arische wie früher. Aber zu der Zeit, als da die Sprachwissenschaft im 19. Jahrhundert vor allem da drauf kam, wurde das indo-arisch genannt.

Und dadurch, dass die Inder dann sich selber nicht auf den Indo-Part, sondern auf den arischen Part auch bezogen haben und gesagt haben, arisch ist auch unser Ursprung, wurde da vor allem von der Oberschicht versucht zu sagen, wir sind gleichwertig. Dass es dann nicht für alle Kasten gegalten hat, zwangsläufig, war quasi für die Intellektuellen oft selber kein Problem oder kein Thema. Und mit solchen Leuten kann Savitri sich wahrscheinlich tagelang perfekt unterhalten.

Wow. Das heißt, sie ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort angekommen. Und in dieser Zeit trifft sie auch Gandhi und Savaka und behauptet auch, dass sie den Kontakt zwischen Subhashantra Bose und den Japanern hergestellt hat. Subhashantra Bose, quasi der nationalistische Führer, der für einen bewaffneten Kampf gegen die Engländer war im Zweiten Weltkrieg, während Gandhi ja immer auf die friedliche Lösung oder den friedlichen Protest, den gewaltfreien, gesetzt hat.

Und Subhashantra Bose hat offen mit den Japanern und den Achsenmächten und dem Deutschen Reich kollaboriert und hatte Leute in Berlin hier, ich glaube, er war sogar in Berlin, Subhashantra Bose hat hier eine Radiostation gemacht, die Propaganda verteilt hat und hat quasi zwischen Japan und Berlin oder zwischen Japan und dem Deutschen Reich versucht, Indien als potenzielles faschistisches Projekt nach der Befreiung durch Japaner zu entwickeln.

Und den Kontakt sagt Savitri Devi, Savitri, wie ich sie von jetzt an nennen werde, hat sie anscheinend hergestellt, hat sich selber damit gerühmt später. Dass dieser indische Nationalismus sehr geschichtsrevolutionistisch war und versucht, eine fiktive Einheit zu konstruieren, die es so nie gab in Indien. Also es gab nie einen indischen Subkontinent, wo es eine Religion nur gab oder so. Wenn dann war der Buddhismus, dann mal kurz davor, das zu erreichen.

Aber es gibt dieses einheitliche, hinduistische Bild nicht oder gibt es historisch nicht, das jetzt von den Nationalisten zu der Zeit evoziert wird, um diese Gleichwertigkeit mit dem Westen eben zu beschwören. Dass da viele Leute unter die Räder fallen von so einem neuen, gemachten nationalistischen Projekt, das ist denke ich außer Frage.

Und dass da heute vor allem die muslimischen Minderheiten darunter leiden, als größte Gruppe, als größte Minderheit in Indien, da müssen wir uns auf jeden Fall thematisch noch ausgiebiger beschäftigen, wenn wir mal zu den aktuelleren Bewegungen kommen. Während dem Zweiten Weltkrieg zurück zu Savitri Devi verbreitet sie Propaganda für die Achsenmächte und sammelt Informationen über die Briten in Indien.

Das heißt sie spioniert und macht Karten von Lageplänen, die dann an die Japaner weitergegeben werden, damit sie wissen, was sie in Burma und in Indien bombardieren müssen mit ihrer Luftkriege. Zu der Zeit heiratet sie dann 1940, als ihr die Abschiebung droht, weil die Engländer irgendwann sagen, Moment mal, was macht eigentlich diese verrückte Europäerin, Nazi Europäerin hier in Indien, was will die?

Dann hat sie einen indischen Staatsbürger, einen Staatsbürger des britischen Rajs, geheiratet, nämlich Devi Asit Krishna Mukherjee. Und Mukherjee war ein bengalischer Brahmane mit nationalistischen, na nicht nationalsozialistischen Ansichten, also nicht nur nationalistischen, wie es viele zu der Zeit in der Freiheitsbewegung hatten, sondern es war ein richtiger Nazi, ein richtiger Hitler-Fan.

Es war so ein großer Nazi, dass der eine pro-deutsche Zeitung rausgegeben hat, die neuer Merkur heißt, hieß. Ich habe versucht ein Archiv von einem neuen Merkur zu finden und leider nichts gefunden, aber zu der Zeit gab es in Deutschland einen Haufen Merkure, ist mir bei der Recherche aufgefallen, das ist ein sehr typischer Name. Und der neue Merkur war halt noch frei und den hat der Mukherjee herausgegeben.

Die haben dann zusammen eben spioniert und sind damit auch während ihrer Zeit im Zweiten Weltkrieg durchgekommen. In dieser Zeit, was besonders spannend und relevant ist für uns, im Zweiten Weltkrieg in Indien, entwickelt Savitri die Grundlage für ihren späteren Glauben, nämlich dem esoterischen Hitlerismus. What? Wir sind endlich angekommen.

Ja, eigentliches Hauptthema, wir sind ein bisschen angekommen bei der heutigen Folge, wir haben sie jetzt bis nach Indien begleitet und jetzt wird der esoterische Hitlerismus geboren. Und das ist ein schrecklicher Name, weil da zwei Dinge drinstecken, die... Also das ist ein Begriff, der tatsächlich so verwendet wird in der Forschung, der auch von Leuten als Selbstbezeichnung verwendet wird. Miguel Serrano, über den wir uns meine eigene Folge machen werden, war ein riesen Savitri Devi Fan.

Sie haben sich später in ihrem Leben Briefaustausch gestanden und er ist quasi eins zu eins direkt von ihr beeinflusst, gemeinsam mit ganz vielen anderen Leuten. Julius Evola, ein Theosoph und SS-Mitglied und nach eigener Aussage Suprafaschist, ein Überfaschist. Das hat er während dem Gerichtsprozess gesagt, als er gefragt wurde ob er Faschist ist und nicht gesagt hat er ist Überfaschist.

Über den machen wir auch eine Folge, um die Theosophie noch ein bisschen hier in unseren Gedunskreis des Faschismus mit rein zu begleiten. Aber das sind alles Figuren, die extrem entscheidend sind für Neonazis und den Narzissmus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und sie entwickelt die Grundlage für all das mit ihrem Nazi Ehemann in Indien während des zweiten Weltkriegs. Bam!

Sie hat später in den 50ern ein Buch geschrieben, das heißt Gold im Schmelztiegel über ihre Reise durch das Nachkriegsdeutschland 1948. Und da hat sie aber einen sehr aufschlussreichen Satz geschrieben, den ich Jonas jetzt bitten würde einmal vorzulesen, der uns das ganz gut einordnet. Ich werde mich immer daran erinnern, wie ein junger Diener, ein Junge von etwa 15 Jahren, mir im glorreichen Jahr 40 sagte, auch ich bewundere ihren Führer.

Und als ich ihn fragte, ob er ihn noch deshalb bewundere, weil er triumphiere, antwortete der Junge, oh nein, ich bewundere ihn und liebe ihn, wenn er dafür kämpft, im Westen die Bibel durch die Bhagavad Gita zu ersetzen. Diese außergewöhnliche Information hatte er bei einem Gespräch auf dem Fischmarkt von Calcutta erhalten. Ich war verblüfft, denn die Information war zwar buchstäblich fantasievoll, aber im Geiste vollkommen korrekt.

Man hat es schon gehört, hinter der Vorkämpfer der Bibel die Bhagavad Gita. Ja, genau. Sie hat sich während des Zweiten Weltkriegs viele Vorwürfe gemacht, dass sie nicht nach Deutschland gereist ist und die Sache quasi nur als Spionin in Indien unterstützt hat. Und hat es dann nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg gut machen und nachholen wollen. Als sie mit der Politik der Alliierten gegenüber den besiegten Deutschen konfrontiert wurde, hat sie gesagt, man kann die Natur nicht entnazifizieren.

Man kann die Natur nicht nazifizieren, aber sie kann es. Sie hat mit jedem ihre Lebenswerke dem widersprochen. Also nach dem Zweiten Weltkrieg reiste Savitri dann Ende 1945 nach Europa unter dem Namen Savitri Devi Mukherjee als Ehefrau eines britischen Untertanen aus Indien. Also aus einem alliierten Gebiet mit einem britisch-indischen Pass, was ihr ermöglicht hat.

Sie hielt kurz in England an, besuchte dann ihre Mutter in Frankreich und reiste dann weiter nach Island, wo sie Zeuge des Ausbruchs des Mount Heckler, also eines Vulkans dort wurde, kam dann nach England zurück und reiste dann nach Schweden, wo sie Sven Hedin traf. Muss man den kennen? Ja, der war schwedischer Geograf, Turbograf, Entdeckungsreisender, Fotograf, reisiger Riftsteller und Illustrator und Überraschung Nazi. Ja. Ein großer Beruhigter Mann seiner Zeit auf jeden Fall.

Dann fuhr sie am 15. Juni 1948 mit dem Nordexpress von Dänemark nach Deutschland und verteilte dort 1000 Exemplare handgeschriebener Flugblätter mit so kleinen Zigaretten oder Zuckerpäckchen dran, in denen sie die Männer und Frauen Deutschlands ermutigte an, Zitat,

um unserem herrlichen, nationalsozialistischen Glauben festzuhalten und Widerstand zu leisten, Zitat Ende. Wie vorhin schon geteasert hat sie über diese Erfahrungen in Deutschland 1948 dann ein Buch geschrieben, das Gold im Ofen heißt. Ganz kurz, was ich lustig finde, ist dieses Bild von dieser Frau aus Indien, die quasi den ganzen zweiten Weltkrieg nicht bombardiert wurde, quasi überhaupt nichts damit, den ganzen Schrecken davon zu tun hatte.

Und die dann einfach nach dem zweiten Weltkrieg dahin reist und kleine Päckchen mit Flugblättern überall mit der Bahn rumfährt und Leuten Flugblätter verteilt, dass sie doch bitte jetzt Widerstand leisten sollen. Sie erhofft sich da so einen neuen Volkssturm davon, den sie da persönlich ausruft. What the fuck.

Also sie weiß auf jeden Fall nicht, wie man ein gutes Publikum findet, bzw. noch nicht. Später findet sie dann die Nazis sehr gut zuhören. Jonas, willst du mal Zitat aus Gold im Ofen vorlesen?

Wäre Deutschland aus dem zweiten Weltkrieg siegreich hervorgegangen und hätte Hitlers Traum der gesamten irdischen Sphäre aufgezwungen, oder hätte es keinen Krieg gegeben und hätte die Idee langsam und stetig Boden erobert, allein durch die Kraft ihres Appells an die natürliche Aristokratie der Menschheit, was für ein wunderbarer Ort wäre dieser Planet in weniger als ein oder zwei Generationen geworden.

Wir wären dann Zeugen der intelligenten Herrschaft der Besten über eine Welt geworden, die nach demselben Geist organisiert wäre, in dem die schönen, starken und weisen Eroberer, die Aryer oder Edlen, Indien, das Land der vielen Rassen in den weit zurückliegenden Tagen organisierten, als der nordische Stolz noch in ihren Herzen lebte, zusammen mit der Erinnerung an ihre ferne arktische Heimat.

Das habe ich rausgesucht, weil ich ein gutes Beispiel fand für die Art, wie sie schreibt und auch wie sie denkt und die ganze Zeit, ich finde, sie hört sich an wie so eine reisende Predigerin immer noch. Dieses Redenschwingen über Aryer und wie edel die sind und über die Heimat und das Kulturbringende und den ganzen Rassismus, der sie damit schön reinpackt. Das alles ist in allen ihren Schriften auf jeden Fall.

Und was ich auch spannend fand, war diese Referenz zu Thule oder Hypoporea, dieser arktischen, fernen Heimat. Und sie hat da selber spannenderweise eine Fußnote gesetzt an dieser Stelle in ihrem Buch. Und diese Fußnote verweist auf Lokamanya Belgandaha Tilak, der der erste Führer des Indian Independence Movements war, der ein Buch geschrieben hat, das The Arctic Home of the Vedas hieß. In the Vedas, sorry. The Arctic Home in the Vedas.

Und der, ich habe ein bisschen nachgegraben, zisiert wiederum William Fairfield Warren, ein Theologen und Professor der Universität Boston. Warren hat 1885 ein Buch geschrieben, wo er die Überzeugung vertrat, dass das ursprüngliche Zentrum der Menschheit eins am Nordpol lag. Das hatte den Titel Paradise Found, The Cradle of the Human Race at the North Pole.

Und in dem Werk verortet Warren Atlantis am Nordpol, genauso wie den Garten Eden, den Berg Meru, der ja in der hinduistischen Theologie ganz wichtig ist, Avalon und Hypoporea. Das ist alles am Nordpol. Ah ja, die lebensfreundlichste Umgebung. Aber ich war positiv überrascht, dass sie überhaupt Fußnoten gesetzt haben. Also Blavatsky hätte das niemals gemacht. Auch Steiner nicht. Von daher, da merkt man schon, dass die Frau einen Doktor hat. Die setzt wenigstens so ein, zwei Fußnoten pro Seite.

Aber ich fand es ganz spannend, dieses Wormhole nachzuverfolgen, wo diese Ideen herkommen und was das für angesehene Persönlichkeiten der Zeit waren, die das jeweils vertreten haben in Amerika und in Indien. Der hat, also der William Fairfield Warren, war Leiter der Theologischen Fakultät in Boston und dann später Leiter der Uni Boston insgesamt, also hat er richtig Karriere gemacht. Das Buch hat da keinen Abbruch getan zu der Zeit auf jeden Fall.

Das ist also, heutige Schwurbler bewegen sich da oft einfach auf dem wissenschaftlichen Niveau von 1885. Es gab dieses wissenschaftliche Niveau mal, aber seit es 150 Jahre her. Und meistens als all diese Wissenschaften gerade so in ihren Anfängen gesteckt haben.

Die Menschen waren zu dumm und zu vulgär, um die Schönheit dieses Traums zu erkennen. Die Welt, die adische Rasse selbst im Großen und Ganzen, lehnte das Geschenk von Hitlers Liebe und Genie ab und dankte es ihm mit der größten Undankbarkeit. Nur wenige der Großen sind von ihren wertlosen Zeitgenossen so gnadenlos verleumdet worden wie er. Keiner wurde so gründlich missverstanden, so systematisch verraten und vor allem so sehr gehasst.

Der arme, arme Hitler. Buhuhu. Nun haben die Agenten der Zersetzung zumindest äußerlich ihren Willen bekommen. Ganz kurzer Einwurf. Die Agenten der Zersetzung ist natürlich Kot für bei ihr für die Juden. Also sie verwendet schon ganz viele von diesen Kotbegriffen, die man später und heute in rechter Presse und rechten Sachen findet.

So muss man bei ihr immer mitdenken. Sobald von irgendwelchen Mächten der Dunkelheit, Mächten der Zersetzung und so geredet ist, dann ist es in ihrer Vorstellung, dass die internationale jüdische Verschwörung, alle die darüber mehr wissen wollen, hört uns euch gern die Protokolle der Weißen von Sion an die Folge von uns Savitri, der große Gläubige an dieses Plagiat.

Ja und ich glaube dabei belassen wir es bei für die heutige Folge, denn mir ist beim Schnitt aufgefallen, dass wir viel zu lange aufgenommen haben, um das alles in eine einzige Folge zu packen. Deswegen wird aus Savitri Devi jetzt ein Zweiteiler und die zweite Hälfte ihres Lebens gemeinsam mit der Theologie des esoterischen Hitlerismus und gemeinsam mit dem Ende ihres Lebens und den Nachwirkungen, die ihre Ideologie auf das Internet auch hatte und aktuelle rechte Szene im Netz.

Damit werden wir uns in der zweiten Folge beschäftigen. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Lasst uns gerne gute Bewertungen auf den Podcast-Plattformen da, wo ihr uns hört. Folgt uns auf YouTube, wir sind jetzt auch auf Twitter und freuen uns über alle, die uns da unterstützen und folgen und sich dafür interessieren, was wir machen. Wir freuen uns wirklich sehr über das Interesse an den, wie gesagt, sehr nischigen Themen, die wir behandeln. Damit bis nächste Woche.

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