Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Bonjour im neuen Jahr. Herzlich willkommen zu einem neuen Jahr Wahnsinn mit Alle Zeit der Welt. Wir freuen uns heute wieder für euch da zu sein. Heute mal zu einer morgendlichen Aufnahme, weil ich mich beschwert habe, dass ich am Abend immer so ein bisschen durchhänge, wenn wir die Folgen machen und schon den ganzen Tag hinter mir habe.
Deswegen sitzen wir heute mal zu Jonas Freude um 9 Uhr morgens da und nehmen eine oder vielleicht auch zwei Folgen auf zu einem ganz besonderen Thema, das finde ich auch ganz gut, zu dem Jahresanfang passt. 2024. Was erwartet ihr denn von dem Jahr? Genau was sind eure persönlichen Prophezeiungen für 2024, bevor wir die direkt dann mit den Prophezeiungen von Nostradamus aufkleiden können, wie wir es heute mal in unserer heutigen Folge Michel de Nostre-Dame, wie er eigentlich hieß.
Und ja Jonas, was erwartest du von 2024? Nicht viel. Die Erwartungen nicht zu hochsetzen. Aber ich meine... Ah ja, die Überlebensstrategie des mittelalterlichen, leibeigenen Bauern. Nichts erwarten, nichts wollen. Und trotzdem enttäuscht werden. Und trotzdem beim Bauernaufstand war von drei Rittern getötet. 1000 Bauern, die von drei Rittern niedergemacht werden, irgendwo auf dem Acker. Wir müssen irgendwann mal eine Folge zu den Bauernaufständen machen.
Und weil die haben mit die lustigsten Kill-Ratios, die man so in der modernen Geschichte sehen kann. 10.000 Bauern und fünf Ritter treffen sich auf dem Feld, ein Ritter leicht verletzt, 4.000 Bauern tot, Bauernaufstand beendet. Großartig, da gibt es tolle Geschichten überwieder, wie so Basisdemokratie einfach an der Waffengewandtheit einer professionellen Kriegerkasse immer wieder gescheitert ist auch. Das war nicht das Problem.
Dieses Problem wäre im Mittelalter nicht entstanden, wenn die Bauern auf 1500 PS end aufs Schlachtfeld gedrückt werden. Dann würde die Sache anders aussehen. Nur so viel dazu. Ich finde es auch krass, wie vehement sie sich jetzt auf einmal für Klimaschutz einsetzen. Das ist verrückt. Die blockieren die ganzen Autobahnen deswegen. Endlich macht das mal jemand. Und ich ziehe das mal jemand durch mit dieser Verkehrswende. Ja, egal.
Die große Frage, ob Nostradamus jetzt auch Bauernproteste für 2024 vorhergesagt hatte, ich habe in meiner Recherche viele Nostradamus gelesen, viele Prophezeiungen die letzten Tage und bin in einige Rapid-Rolls abgerutscht bei dieser Recherche. Ich dachte, ja, das startet super, da reden wir mal über Nostradamus. Der Tipp kam übrigens aus der Community.
Ein langzeitiger Hörer hat uns darauf hingewiesen, dass die Krishnamurti-Folge noch fehlt, von der wir letztes Jahr mal gedehnt haben bei der Theosophie und dass Nostradamus nochmal ein spannendes Thema wäre. Gerade in diesem Kontext Alchemie, John Dee, Edward Kelly, mit dem wir uns mit Hexenverfolgung und quasi diese Zeit, mit der wir uns ja schon beschäftigt haben, der frühen Neuzeit.
Und Nostradamus passt da natürlich super rein und ist der Name, der heutzutage in Europa und eigentlich der gesamten westlichen Welt mit Prophezeiungen zusammengebracht wird. Also welchen neuen großen esoterischen Propheten gibt es immer gesagt, der Nostradamus von. Und natürlich gab es in der Regenbogenpresse auch Veröffentlichungen jetzt zum Jahreswechsel, zu 2024, was Nostradamus scheinbar vorhergesagt haben soll.
Ich habe dir da mal einen schönen kleinen Ausschnitt rausgesucht, Jonas, aus dem Qualitätsblatt oe24.at österreichische Regenbogenpresse. Hau rein, was sagen die? Ja, für das Jahr 2024 sagte Nostradamus einige überraschende und schockierende Ereignisse voraus. So soll unter anderem China im kommenden Jahr andere Großmächte in den Schatten stellen und endgültig zum neuen Weltführer aufsteigen. Außerdem muss ich Russlands Präsident Putin auf einen Tanz mit dem Schicksal einstellen.
Dabei lässt Nostradamus aber offen, ob es für den Kremelschef dabei gut oder schlecht ausgeht. Und auch wirtschaftliche Fortschritte soll Nostradamus in seinen Prophezeiungen genannt haben. So soll es 2024 bahnbrechende Fortschritte im Bereich der Organverpflanzung und so eine medizinische Revolution geben. Gleichzeitig soll auch die künstliche Intelligenz technologische Wunder hervorbringen, wie auch immer die aussehen mögen.
Ja, das ist doch mal spannend, da Nostradamus hat im 16. Jahrhundert gelebt. Und dieser Mann soll damals scheinbar die aktuelle Weltlage ins Detail vorhergesagt haben. Also wenn man das jetzt zulässt, hat man den Eindruck, da ging es konkret um Putin, ging es konkret um China. Und natürlich wurde von Organverpflanzung gerebelt. Ganz klar dieser Einfluss. Und das taucht eben jedes Jahr wieder auf, diese Nostradamus-Horoskope oder Vorhersagen für das kommende Jahr.
Und bis heute halten viele Anhänger von Nostradamus seine Prophezeiungen für wahr und relevant für das kommende Jahr. Wenn man ins Internet schaut und dann nach Nostradamus sucht, findet man Regenbogenpresse und extrem schwurbelige Websites aus den 90ern gefilmt mit ganz vielen direkt gesetzten Links.
Und da wird dann zum Beispiel behauptet, dass Nostradamus den großen Brand von London vorhergesagt hat, über den haben wir in der Freimaurer-Folge geredet, dass der quasi vielleicht der Anstoß für die moderne Freimaurerei war, weil damals London niedergebrannt ist und dann Steinmetze aus ganz Europa nach England kamen, um London wieder aufzubauen für eine Weile. Und sich da eben in diesem Zeitraum die ersten Logien gegründet haben. Jetzt ganz kurzer Exkurs zum Brand von London.
Und dann, dass natürlich Nostradamus die Französische Revolution vorhergesagt hätte, den Aufstieg der Polions und Adolf Hitlers. Und dass die beiden Weltkriege sowie die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki in seinen Werken schon vorhergesagt werden.
Zur Französischen Revolution habe ich selber mal einfach geguckt, was dazu passen würde und direkt im ersten Zenturion seiner Prophezeiung, was das alles bedeutet, werden wir später noch genauer klären, einen Vierzeiler gefunden, einen schönen, der jetzt direkt von Nostradamus ist, damit wir nicht nur die Varianten aus der Regenbogenpresse hören, sondern hier auch mal einen Vierzeiler vom Propheten selbst.
Von der versklavten Bevölkerung Lieder, Gesänge und Forderungen, während Prinzen und Fürsten in Gefängnissen gefangen gehalten werden. Diese werden in Zukunft von kopflosen Idioten als göttliche Gebete empfangen werden. Nur so als kleines Beispiel, wie diese ganzen Prophezeiungen sich so lesen und anhören, natürlich nicht in Deutsch verfasst, sondern hier übersetzt. Es sind immer so Vierzeiler, so ein bisschen haikuartig, die sich auf zukünftige, sehr vage auf zukünftige Ereignisse beziehen.
Auffällig ist, dass bei diesen ganzen modernen Nostradamus-Büchern, Publikationen, Dokus auf YouTube und so, oft genau das jeweilige große Ereignis vorhergesagt wird, das zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade stattfindet. Also wir haben große Bücher von Nostradamus über die Mondlandung von 1969, wir haben Bücher über die Space Shuttle Challenger Katastrophe von 86, den Tod von Diana 97 und dann eben über die World Trade Center Anschläge von 2001.
Und da hatte Nostradamus auch noch mal großes Comeback auf jeden Fall zur Jahrtausendwende. Großes Ding, 1999 zu 2000, die Leute haben Angst vor Y2K und lesen Nostradamus-Prophezeiungen für das nächste Jahrtausend. Und 2023, 2024, 2024 sitzen irgendwelche Regenbogenpressen, Journalisten, irgendwelche Redaktionen und suchen schöne Nostradamus-Zitate raus, um die Geschehnisse von 2023 auf das Jahr 2024 zu projizieren und Bewegungen in dieser Statik auszumachen.
Genau, das ist die Methode. Und damit sind wir aber eigentlich schon genau bei dem Thema unseres Podcasts. Also wenn da so Muster gesponnen werden, die vielleicht keine Muster sind und große historische Ereignisse verknüpft werden miteinander, von der frühen Neuzeit bis zu den Anschlägen im 11. September, dann sollte man sich das Ganze doch mal genauer anschauen, dachte ich mir.
Und deswegen eben wir heute über Nostradamus, aber nicht nur, wir steigen ein mit einem kleinen Exkurs zum Thema, was ist überhaupt Astrologie, warum? Warum Astrologen? Woher? Nachdem wir das geklärt haben, steigen wir ein in die Biografie von Nostradamus, in welcher Zeit hat er gelebt, im Frankreich im 16. Jahrhunderts, und gehen dann genauer auf seine Prophezeiungen ein, was da drin steht, wie das aussieht, wo das herkommt und was davon alles wahr wurde.
Und ja, kleine Warnung für den Bilder, ich bin tatsächlich, wie vorhin schon erwähnt, in mehrere Lecheraffen gerutscht. Mehrere Rabbit Holes abgerutscht und ich werde euch da mitnehmen, hoffentlich in verkürzter Form. Gerade diese Rabbit Holes, Astrologie und freien zywischen Geschichten zur Zeit von Nostradamus, fand ich sehr ergiebig und spannend und habe ich in den anderen Medienerzeugnissen, die ich in der Vorbereitung hier zu konsumiert habe, zum Thema Nostradamus,
die da teilweise ein bisschen zu kurz kamen, falle ich. Ich bin gespannt. Deswegen hoffe ich, ihr macht die kleine Exkurs mit, weil ich bin der Meinung, das trägt zum größeren Verständnis der ganze Situation bei. So, cool. Dann Astrologie. Seid ihr bereit? Auf jeden Fall. Yes. Was ist Astrologie? Frage an uns, Frage ans Publikum. Frage an euch. Frage an die Hörer. Die Hörer antworten jetzt alle bitte. Was ist Astrologie? Wir lassen euch kurz Zeit für die Antwort.
Und dann schaut man, wer im Bus in eurer Nähe nickt oder den Kopf schüttelt. Konsensbildung Demokratische. Astrologie ist generell eine Überzeugung oder Praxis, die davon ausgeht, dass die relativen Positionen von Himmelskörpern, wie Sternen und Planeten Einfluss auf menschliche Angelegenheiten und Ereignisse auf der Erde hat. So als ganz grobe Überdefinition.
Es geht darum, dass das Verhältnis der Sterne zueinander eben diese Konstellationen und das, wie wir das heute eben auch kennen, die Planetenbewegung, die sich eben nicht, also Planeten bewegen sich unabhängig von den Sternen. Wenn du den Sternenhimmel nachts anschaust, dann bewegt sich die Venus oder der Mars gegen die Sterne, die als der Art Fickspunkt dienen. Und davor hast du die Bewegung von Planeten. Und das verändert sich über das Jahr.
Und das ist Menschen sehr früh aufgefallen und hat Menschen sehr früh verwirrt. Und es ist vor allem den Menschen aufgefallen an einem Ort, an dem du sehr wenig Wolken hast, sehr klaren Himmel über die meiste Zeit des Jahres, nämlich in Mesopotamien. Also dass sich dort in Nordindien, in Mesopotamien, in dieser Zone eben die frühe Astrologie entwickelt hat oder generell die Beschäftigung mit Himmelskörpern, ist kein Wunder.
Weil wenn du irgendwo anders sitzt, wo du im Jahr nachts 30 mal die Sterne siehst vielleicht, wie im deutschen Wald oder in den Anden oder was weiß ich wo, dann ist es schwerer, diese Muster zu erkennen. Wenn du aber teilweise monatelang klaren Himmel hast, kannst du eben die Venus oder den Mars viel besser verfolgen. Einfach als praktische Hintergrund davon auch ein bisschen.
Und seit der frühen Bronzezeit haben in Mesopotamien, also Babylon und die Asyrer und ich glaube die Sumerer noch nicht, aber ich glaube ab den Mabillonien wurden dann sogenannte Zikorath gebaut. Das sind so Pyramiden, so Stufentempel, die dazu gedient haben als eine Art Observatorium. Oben konnte man dann den Stern näher und konnte Astrologie betreiben.
Und der Hohe Priester bzw. der Herrscher, der Stadt, der König, denen wurden immer eine besondere Verbindung zu den Sternen und zum Himmelskörper nachgesagt. Und ihre Herrschaftslegitimation ziehen sie zunehmend daraus, dass sie diejenigen sind, die die Sternenbilder korrekt interpretieren können. Weil sich in diesen Sternenkonstellationen eben der Wille der Götter ausdrückt und die Götter damit Signale senden an die Menschen, was in Zukunft passieren wird.
Eine Art Geheimsprache der Götter, damit die Eingeweihten in der Lage sind, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dabei spielt Ishtar dann als mit Venus verbundener Gottheit eine große Rolle dort. Und es entwickelt sich so eine Art Bronzezeitliche Wissenschaft, die sich dann ab dem Jahr 1500 v. Chr. auch weiter verbreitet. Also das Ganze hat sich ganz frisch nach Indien geschafft.
Da ist nicht ganz klar, ob das irgendwie aus Nordindien, Indus Civilization mäßig aus der Ecke mehr kam oder eher aus der Ecke Mesopotamien. Da gab es sowieso enge Handelsbeziehungen und dementsprechend in diesem Bereich haben sich wahrscheinlich auch unsere modernen Tierkreis-Symbole entwickelt. Ihr erkennt es alle, Vage, Fisch, Krebs und so weiter, was heute in den Horoskopen ebenso wichtig ist.
Das wurde damals schon entwickelt und hat mit dem wirklichen Aussehen der Sterne überhaupt nichts zu tun. Das ist quasi eine reine Nachkonstellation, dass man das dann irgendwie so grafisch draufprojiziert und sagt, guck, das sieht doch ein bisschen aus wie ein Schütze. Sondern tatsächlich geht es da um die Lebenswelt von Bronzezeitlichen Menschen in Mesopotamien und Indien,
die eben je nach Saison andere Lebensmittelpunkte hatten bzw. Vage ist ebenso derzeit, wo du die Tag-Nacht-Gleiche dort hast. Da kann man eben gucken, bei welchem Höhengrad habe ich den Tag-Nacht-Gleiche im Zeitpunkt der Vage z. B. oder es ist die Zeit, wo alle Fischen gehen oder so, dann ist es eben die Fische als Zeichen. Es gibt also einen konkreten Bezug zur Lebenswelt der Menschen vor Ort und deswegen wurde das sogenannte Nicht-Anders-Runden.
Man projiziert quasi das eigene Leben in die Sterne und sieht nicht krasse Sternbilder und sagt, guck mal, das sieht doch aus wie ein Stier. Das Ganze hat sich aber erhalten, also wir haben heute immer noch die Babylonischen Tierkreise. Was sich dort entwickelt hat, war eine Astrologie, die sich vor allem mit den Geburten von Herrschern und Umweltkatastrophen beschäftigt hat.
Also relevante Themen für die Gesellschaft, Politik, Wetter. Die eine Hälfte sind Bauern, die andere, der Großteil sind Bauern und die Herrscherkaste macht sich Sorgen um den Nachwuchs, damit die Dynastie bestehen bleibt. Also die Probleme, die man eben hat so als Bronzezeitlicher bzw. dann eisenseitlicher König irgendwann 1500 v. Chr. und es gibt dann auch erste in Kaltschrift verfasste wissenschaftliche Abhandlungen darüber, welche Sternen- und Planetenkonstellationen konkret was bedeuten.
Das Ganze heißt dann Mundanastrologie, weil es eben um Ereignisse auf der Erde geht. Und hier gibt es mal ein Beispiel, Jonas, ein Beispiel aus einer Babylonischen Quelle. Wenn die Venus bei ihrem Aufgang in einer Scheibe steht, der König wird seine Untertanen in einer Schlacht zur Rechenschaft ziehen. Wenn die Venus bei Sonnenaufgang neben der Sonnenscheibe steht, das Land wird aufbegehren, es wird eine schwere Hungersnot geben. Das Volk des Königs wird ihn in einer Schlacht töten.
Wenn die Sonnenscheibe beim Aufgang neben dem Mond steht und die Venus vor ihnen sichtbar ist, eine bekannte, wichtige Person wird sich gegen den Herrn auflehnen. Also wie ihr seht, es geht hier in dem Beispiel jetzt viel um, wer herrscht und wann ist eine Rebellion, also eine Art Rebellionsvorhersager.
Also was Sie jetzt aufgeschrieben haben an Vorhersagen, ist das auch wie die moderne Nostradamus-Vorhersagen daran orientiert, was geschehen ist und was für ein Sternbild zu diesem Zeitpunkt irgendwie am Himmel stand. Dass es da irgendwie große Aufzeichnungen in der letzten 100 Jahre der verschiedenen Sternkonstellationen historische Ereignisse gibt.
Und die praktisch, ich war nicht die Magie, oder die Astronogen zu dieser Zeit haben eben dann praktisch in den Geschichtsbüchern gelesen, wann es das letzte Mal dieses Sternbild gab, was damals geschehen ist, und haben daraus dann herausgelesen, dass das jetzt im nächsten Jahr wieder passieren wird, weil dieses Sternbild wieder am Himmel stehen wird.
Ja, teilweise auf jeden Fall. Ja, es gab diese wissenschaftliche Herangehensweise, die zu der Zeit tatsächlich auch viel mit Mathematik gearbeitet hat und auch Grundlagen der frühen Mathematik gelegt hat auf der einen Seite. Also da wurden durchaus Zusammenhänge beobachtet und dann niedergeschrieben für zukünftige quasi und das, wie du gesagt hast, dann zu reproduzieren.
Auf der anderen Seite kommt diese Tradition natürlich aber auch aus der Zeit oder aus Traditionen wie Eingeweite lesen und stellt ähnlich, also statt in Eingeweiten zu lesen, wie es zu Eingeweiten des Universums zu sagen, und diese Eben des Göttlichen und der Göttlichkeit, das Venus eben auch ist stark repräsentiert und für Fruchtbarkeit und Macht steht. Also das wurde alles dann überinterpretiert, so eigentlich, aus einer anderen Perspektive und dann eine Wissenschaft herausgemacht.
Das heißt aber nicht, dass wir sagen können, das waren alles nur beobachtete Sachen, die dann sich genauso wiederholt haben, sondern du hast eben diesen ganzen mythologischen Aspekt davon auch immer noch, welche Eigenschaften werden denn je jeweiligen Rümskörpern zugeschrieben?
Und vielleicht auch wieder so eine politische Pragmatik, weil ja also Religion, Politik, alles ineinander geflossen ist und die Leute, die aus den Sternen lesen konnten, auch enge Berater des Königs waren und vielleicht auch um die besonderen Gegebenheiten zu einem gewissen Zeitpunkt wussten, um bestimmte Konflikte, die vielleicht schon bestanden, wie jetzt bei deiner NostraMos Vorhersage, dass China und Russland und KI oder so zu einem Problem werden könnten,
dass die damals eben auch am Puls der Zeit waren und eben wussten, was wichtig ist und in welche Richtung das Geschehen sich ohnehin entwickeln wird, weil wenn sie irgendwas ganz wildes voraussagen, was sich niemals erfüllen wird, dann würden sich die Leute wahrscheinlich auch irgendwann fragen, was redet der, wovon redet der, es hat überhaupt keine Relevanz für uns.
Wobei, wenn du natürlich die Aufstände sagst und dann sagst hier, die Venus war östlicher Sonne und deswegen haben wir einen Bauernaufstand, der uns hier bevorsteht und der König dann dementsprechend die Steuern senkt oder besonders viele Soldaten zusammenzieht und dann nichts passiert, dann kann man natürlich auch sagen, okay, haben wir richtig reagiert. Die Frau bestand ja trotzdem.
Das ist natürlich eine Frage. Und damals, gerade im Mesopotamien hast du auch so eine Personalunion zwischen Herrschern und hohe Priestern, dass dann der Herrscher oder die Herrschaftsfamilie eben auch die Sterndeuter direkt sind, wurde es dann, also die Beraterfunktion und so, das sehen wir später dann viel, das gab es auch zu der Zeit auf jeden Fall schon, aber im Idealfall hattest du eben als Herrscher von Babylon zum Beispiel
jemanden, der selbst die Sterne interpretieren konnte und ganz viel Zeit auf der Zikorat verbracht hat, um eben zu wissen, was der beste nächste politische Move ist. Das Ganze hat sich dann aus dieser Idee von, wir machen, wir sagen, große weltbewegende Naturkatastrophen und politische Ereignisse hervorzu, einer neuen Idee gewandelt und zwar so im fünften Jahrhundert von Christus, ich glaube von 410, ja von 410 vor Christus, ist das älteste Geburtenhoroskop.
Und hier ist eben eine Individualisierung. Es geht jetzt nicht mehr um den gesamten Staat, um die gesamte Welt, oder um die Königsgenastie, sondern das man sagt, je nachdem wann eine einzelne Person geboren wurde, der Zeitpunkt ihrer Geburt bestimmt, welchen Charakter sie haben wird, was für ein Schicksal sie haben wird, was ihrem Leben passieren wird und dementsprechend kann ich durch eine hoch mathematische,
in Anführungszeichen, Berechnung im Rahmen der astrologischen Logik dann vorhersagen, was für ein Leben eine Person leben wird, worauf sie achten muss usw. Und das ist das Geburtenhoroskop als große neue Erfindung vor zweieinhalbtausend Jahren, diese Individualisierung des Schicksals. Jeder kann jetzt ein Horoskop haben, weil jeder wurde geboren und du musst nicht mehr der König von Babylon sein, um dich mit den Sternen zu beschäftigen, weil auf einmal hat es auch für dich Relevanz.
Und das ist natürlich eine hermetische Idee, also die gesamte Astrologie basiert auf diesen Ideen, die wir schon mal bei Hermes de Riz-Bagistus und der Archämiefolge auch mit besprochen haben, nämlich diese Vorstellung, dass der Makrokosmos und der Mikrokosmos eine Einheit sind, die sie aufeinander beziehen und widerspiegeln. Der Mensch ist quasi der Mikrokosmos, ein Spiegel des Makrokosmos und damit gibt es im Körper des Menschen eine Entsprechung zu allem im Weltall usw.
Und das Weltall ist im Endeffekt auch nur ein großer Organismus, das wie wir im größeren miteinander kommuniziert. Und diese Idee wird spätestens dann nach den erfolgreichen Kriegen von Alexander dem großen Teil des Hellenismus und damit auch Teil der westlichen Welt.
Das Ganze hat sich extrem verbreitet, das war in Porsche in Eisenzeit eine extrem populäre Religion oder religiöse Praktis, könnte man schon sagen bei der Astrologie, weil wenn du das Herrschenden erklärt hast, ist das natürlich, also es ist eine Wissenschaft für die Herrschenden ursprünglich, es ist ursprünglich wirklich dafür da und deswegen auch so nützlich in einer Zeit der tausenden kleinen Königreiche zu sagen,
schau mal was die Babylonier als Großreich, als sie da Neues entwickelt haben als Technologie, wir als kleines Königreich müssen uns diese brauchenden Hofastrologen, wir müssen uns diese Technologie quasi zu eigen machen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Diese Vorstellung ein bisschen, dass es ja überlebenswichtig war für dich, dein Dynastie, dein Volk, dass du einen Hofastrologen hast, einen guten. Wenn du darin glaubst, was da alles von abhängt, wie fähig dein Hofastrologe ist.
Durch die zunehmende Individualisierung und den Hellenismus und so verbreitet sich das Ganze dann aber auch jetzt königsunabhängig, sage ich mal, auf einer persönlicheren Ebene im Westen. Und dann kommen zunehmend noch neue Arten, die letzten neuen Arten von Horoskopen dazu, nämlich zum Beispiel Katarchenhoroskope, die dafür da waren, um den besten Zeitpunkt eines öffentlichen oder privaten Handlungsbeginns zu bestimmen.
Also da ging es dann zum Beispiel, ich bin ein Händler im Mittelmeerraum im zweiten Jahrhundert vor Christus und ich frage mich, wann ist der beste Zeitpunkt, mein Schiff mit Bronze loszuschicken?
Dann mache ich jetzt ein Horoskop, noch mal eine andere Anwendungsart, geht es nicht mehr nur um die Geburt und damit um die gesamte Lebensfrähe, sage ich, sondern für einzelne Events jedes Mal, wenn ich mir nicht sicher bin, was ist die gute Businessentscheidung, was ist die gute Lebensentscheidung, kann ich jedes Mal mir ein neues Horoskop auslegen lassen, das mir das Ganze erläutert und dann habe ich eine klare Entscheidungsbasis.
Praktisch, wann gehe ich morgen früh aufs Klo, was gibt es zu essen, kann man alles mit einem Katarchenhoroskop lösen. Und dann gab es noch Thema Mundihoroskope, so Urhoroskope, die versucht haben, den Zeitpunkt der Weltschaffung rückzuerrechnen und quasi eine Art Rückvorhersage zum Ursprung der Welt, auch spannend. Im römischen Reich erlangte der Astrologie dann ab dem ersten nachristlichen Jahrhundert eine große Popularität in allen Bevölkerungsschichten und war ein großes Ding.
Durch die Christianisierung kam es dann aber zunehmend zu einem Verlust der Hintergründe, also viele der oberflächlichen Texte wurden weiter kopiert von Menschen. Es ist nicht so, dass sie das bewusst irgendwie nicht kopiert hätten, weil sie es vorher ethisch gehalten hätten, sondern das Problem war, dass die Mathematik und die gesamte Wissenschaft dahinter so komplex war und so viel Erfahrung und Hintergrundwissen erfordert hat,
dass das zunehmend niemand mehr verstanden hat. Vom Fünften bis ins Neue Jahrhundert im oströmischen Reich, also in Pletavus, wurde das Ganze weiterhin bewahrt und erhalten, aber in Westeuropa ist das Ganze mit den klassischen Römern quasi, mit dem Niedergang des weströmischen Reiches dann zunehmend in Vergessenheit gehabt. Die drei Heiligen Könige waren doch auch in der Bibel Astrologen aus Babylon oder so, die Jesu Geburt aus den Sternen gelesen haben.
Genau, im Matthäus-Evangelium. Also im Matthäus-Evangelium kommen die drei Weisen oder die drei Magi aus dem Osten, die drei Magier. Und sie sind quasi die einzigen, die abgesehen von den Hirten, die ja quasi den direkten Engelsbefehl bekommen, in der Lage sind vorherzuerkennen, dass Jesus geboren wird. Also quasi in der Lage sind, die große Prophetie Gottes vorherzusehen. Und was du ansprichst, ist richtig.
Also deswegen, die Kirche hat das nicht übersetzt, weil sie es theoretisch gehalten hat. Es gab die meiste Zeit eine relativ große Akzeptanz der Kirche, auch wenn es da einen internen Streit gab darüber, wie viel Akzeptanz um Astrologie zukommen lassen sollte. Weil im Mittelalter ja sowieso so Fragen auf wie viel frei will er der Mensch, wenn Gott allmächtig ist, und so diskutiert wurden.
Und in diesem Rahmen wurden natürlich auch Fragen der Astrologie debattiert. Aber grundlegend hast du vollkommen recht. Das ist im Neuen Testament vertreten, wie in der Weihnachtsgeschichte vom Matthäus-Evangelium. Und das Deuten des Sterns ist eben auch das Deuten des Willen Gottes. Also das Ganze wurde im Modus Deutaismus, auch im Islam, ja weiter tradiert und weiter fortgeführt, weil man eben gesagt hat,
das ist eine ganz hoch ausgearbeitete Wissenschaft aus der Branche. Also eine uralte, hochkomplexe Wissenschaft. Da muss was dran sein, da muss man ja weiter dran arbeiten. Und im Endeffekt hat sich ja auch aus diesen Wurzeln dann unsere moderne Mathematik und das moderne Astro Numi, die wir ja als legitime Wissenschaft kennen, irgendwie entwickelt.
Das sind nur die Wurzeln, die verlaufen da eben zusammen. Und im Monotheismus wurde dann einfach gesagt, wären vorher die polytheistischen Götter, je nachdem einzelne Götter mit einzelnen Planeten personifiziert wurden, und ihr Wille dadurch ausgedrückt wurde, hatten wir dann einen monotheistischen Gott, der allmächtig ist und der eben genauso in den Planeten Bewegungen und Sternen seinen Willen ausdrückt. Von daher kein Problem. Von daher sehr gut integrierbar.
Kennt ihr den Theophrastus Paracelsus von Hohenheim? Ja, da habe ich auch schon mal in der Alchemie von ihm gesprochen. Ja, und der hat ja auch mit der Weihnachtsgeschichte was zu tun gehabt. Der hat ja auch viele Sachen, die wir als normalen Teil der Weihnachtsgeschichte ansehen, hat er einfach erfunden im Mittelalter.
Egal. Der hat zum Beispiel auch geschrieben in seinem philosophischen Werk, dass alle Dinge im Universum aufs Inix hier miteinander verbunden und verwandt sind und sich geistig, zänig und körperlich auf einander einwirken würden. Zitat. Und es ist eine große Wahrheit, dass es nichts im Himmel oder auf Erden gibt, das nicht auch im Menschen vorhanden ist. Ein Gott, der im Himmel ist, ist auch im Menschen.
Als Beispiel für eine christliche, astrologische Welt, für einen Synchrotismus zwischen den beiden Sachen, die es da vereibern. Deswegen sprechen wir ja auch von Himmel wahrscheinlich in unserer Vorstellung vom Paradies. Und was im Paradies gilt, alles, was sich dort an Wünschen, Vorstellungen oder so abspielt, spiegelt ja eigentlich die Wünsche der Menschen wieder in Frieden und Harmonie irgendwie zu leben.
Sagt wie im Himmel auf Erden, was Gottes Gesetz im Himmel ist, das soll auch das Gesetz der Menschen auf Erden sein und wir sollen nach seinen Vorstellungen leben und nach seinen... Wie im Himmel so auf Erden ist fast schon eine hermetische Anspielung. Ah jo, wie es da drin steckt. Da hast du doch gar nicht drüber nachgebracht. Stimmt.
Und generell kommt es aber in Europa dann zu einer Blütezeit der Astrologie vom 12. bis 16. Jahrhundert, weil eben über die Kreuzzüge in Sizilien und auf der iberischen Halbinsel es einen intensiven Kontakt mit der islamischen Zivilisation gibt, die zu der Zeit, in der Blütezeit oder in der Hochblütezeit steht und die führende Wissenschaft wahrscheinlich zu der Zeit betrieben hat
und die eben viel von diesen Antiken ein bisschen gradiert hatten und das dann wieder rück übersetzt wurde ins tarteinische oder ins altgläbische. Und auf der Basis hat sich dann das Wissen mit der Renaissance und so eben in Europa verbreitet und es kam zu einer riesigen Akzeptanz, die immer haben dran geglaubt, das war mit dem Christentum eigentlich vereinbar, wie wir gerade gesprochen haben.
Damit gab es keinen Grund, dass sich nicht jeder kleine Herrscher auch wieder einen Hofastrologen besorgt, wie in der Bronze- und Eisenzeit. Und wir haben ja schon über John Dee und Edward Kelly geredet. Die fallen eben auch in diese Zeit sehr, sehr gut, in der auch Nostradamus aktiv dann rein wird im 16. Jahrhundert.
Die waren ein bisschen früherer, im 15. unterwegs, aber haben eben auch diese Welle der Begeisterung für Alchemie und Astrologie zu der Zeit mitgeritten und davon profitiert, dass man Herrschern mit diesem Wissen sehr gut einen Adelstitel und eine kleine Burg irgendwo ablocken konnte, im Fall von Kelly.
Und zum Beispiel Johannes Kepler, der berühmte Astronom, der Astronomie als Ursprung gibt, hat auch, wo der erst 1630 dann verstarb, einen Teil von seinem Lebensunterhalt damit verdient, dass er Geburts- und Jahreshöroskope unter Berücksichtigung genauer Planetenberechnung, quasi die wissenschaftliche Art und Weise davon, verkauft hat an Kunden. Und selbst zu Keplers Zeit war diese Differenzierung noch nicht so ganz klar.
Kepler selber hat sich ganz viel über andere Astrologen beschwert, die unwissenschaftlich überwinden sind. Und hat dann selber die richtigen Geburtenhöroskope berechnet, weil er hat es mathematisch richtig gemacht. Also da sieht man, da ist quasi so eine gedankliche Kontingenz von Schriftstücken von 1500 v. Chr. Ökologik, Keitschrift, Texte bis ins 16. Jahrhundert, 3000 Jahre Astrologie als konstante und als höchste Wissenschaft.
Als mit das komplexeste, okkulteste Wissen, das man sich so aneignen konnte. Und mit Alchemie auf der anderen Seite wahrscheinlich auch als sich ergänzendes. Die ganze Alchemie steckt ja auch voll von Astrologie und von Erklärungen, die mit hermetischen Argumenten argumentieren, warum Quecksilber eben für den Merkur steht und deswegen bei der Stellung des Steins des Weisen so und so verwendet werden muss. Also da wird ja auch immer in die Sterne geguckt.
Und dann gibt es auch bestimmte himmlische Kräfte, auch den einzelnen Elementen innewohnen, die dann neu zusammengefügt werden können, gereinigt werden können, dann zu einem höheren Zustand kommen. Also unedle Metalle in Gold zu verwandeln, vom Unreinen ins Reine zu kommen, auch was die Moral, was die Tugenden des Menschen angehen.
Das hatte ja auch alles mit der Vorstellung zu tun, dass es außerhalb der Welt im Himmel, hinter der Fixsternsphäre, irgendwie göttliche Prinzipien gibt, die am Werk sind, eine bestimmte Ordnung, die existiert, die auch auf uns Menschen zutrifft und die wir irgendwie verstehen können. Und ja, ein Willen, dem wir auch Ausdruck verleihen können, dem wir unser Handeln, unsere Welt, unsere Gesellschaft in eine bestimmte Richtung ausrichten.
Ja, ja, absolut. Und das Ganze wurde dann aber ab der Zeit der Aufklärung zunehmend in Frage gestellt, berechtigterweise, sage ich mal. Und es gab generell sich verbreitende Skepsis, bis dann schließlich die Astrologie, die Anerkennung als Wissenschaft völlig verlor und noch die Astronomie als Wissenschaft anerkannt wurde, dass quasi Astronomie als seriöse Variante davon gebildet hat. Trotzdem war die Unterscheidung zwischen Astrologie und Astronomie lange nicht so ganz klar.
Und die Fortschritte in der Astronomie selber waren oft dadurch motiviert, also durch den Versuch motiviert, die Genauigkeit von der Astrologie zu verbessern. Also da wurden quasi mathematisch und hochwissenschaftlich gearbeitet, um endlich diese Geburtenhoroskopen besser zu machen. Also ganz, ganz lustige Motivationsberge. Ja, und ratet mal, wer um 1900 dazu beigetragen hat, dass sich wieder ernsthaftes Interesse an der Astrologie dann um 1900 gebildet hat.
Bräuchtenerhorn. Die Theosophen. Die Theosophen, tatsächlich. Ja klar, natürlich, die Theosophen. Wer würde sonst Horoskope wie Leikoden modernisieren? Der Beginn der New Age-Bereuung. Helena Blavatsky und ihre Theosophische Gesellschaft. In dem Fall vor allem zwei englische Theosophen, die damals begonnen haben, dann Astrologie und Glicher zu publizieren und damit sehr gut ankamen, um 1900 eben in dieser Zeit also sowieso ein Rieseninteresse an Okultem und so weiter bestand.
Und das Ganze hat sich dann aus den Theosophischen Randzirkeln immer mehr ins Zentrum der Gesellschaft gearbeitet im Westen, bis dann 1930 in Amerika die ersten Radiosendungen und Zeitungen angefangen haben, Horoskope herauszugeben. Und bei diesen Horoskopen in den 1930ern wurde die große Erfindung gemacht, dass es jetzt nicht mehr ein Geburtenhoroskop ist, wo dein genaues Geburtsdatum und die genaue Uhrzeit mit der Planetenkonstellation errechnet werden müssen und so,
sondern dass man ganz allgemein einfach nur dein Tierkreis-Symbol nimmt und das zu einer allgemeinen Aussage fällt. Das gab es vorher nicht. Also diese Idee, was wir heute als Horoskop verstehen, ist eine Erfindung von vor 90 Jahren und die 3000 Jahre davor, der langen Geschichte, auf die man sich auch gern bezieht, hat ja ganz anders funktioniert.
Da ging es ja vielmehr um was modernen Horoskope, was passiert mit der Welt, was passiert mit meinem Herrscher, wann wird der neue Sohn geboren, wann gibt es die Tabellion oder dann eben später, wie wird mein ganzes Leben verlaufen, beziehungsweise zu wenn ich Samstag um 13 Uhr mein Schiff losfahren lassen will, werde ich eine gute Fahrt haben. Also das waren viel konkretere Sachen, aber so brauchst du jedes Mal eine Individualanfrage.
Als Zeitung oder als Radiosender willst du ja Aussagen treffen können, die möglichst von vielen Leuten, von vielen Leuten deiner Hörerschaft anfangen. Oder wenn du Bücher schreibst. Und das war eine Gen. Es ist immer ein guter Tipp, eine möglichst große Hörerschaft anzusprechen. Vorher sagen zu Treffen, die man mit einer so großen Offenheit ausstatten kann, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch eintreffen oder dass man so reinlesen kann, sehr hoch ist.
Genau. Und das ist eine geniale Erfindung der, also die Wahrheit ist keine Erfindung der Dreißiger, aber dieses Verallgemeinern auf die Tierkreis-Symbole ist ein genialer Marketing-Trick der Dreißiger in Amerika.
Das hat dann dazu geführt, dass eben zunehmend neue Horoskope gewesen haben und dann spätestens in den Sechskern, quasi als dann die theosophische Gesellschaft mit dem New Age und der hippie Bewegung es geschafft hatte, quasi voll erblüht war die Pflanze, die Blamatsky da den Saben, den sie eingepflanzt hatte. Da war natürlich in Hollywood und überall Horoskope und Astrologie der absolute Renner.
Das Ganze hat dann so ein bisschen seinen Peak erreicht in Ronald Reagan und Nancy Reagan, die auch aus Hollywood kamen und die dann ihre Astrologen mit ins Weiße Haus gebracht haben für ihre Amtszeit. Spannend fand ich auch, dass zum Beispiel Charles de Gaulle selber Erhofer Astrologen hatte im Zweiten Weltkrieg und davor und danach und teilweise sogar seine militärischen Operationen nach Astrologen gerichtet hat, wann welche Operation wie startet.
Das heißt da haben wir wieder diese Variante, wann muss mein Schiff losfahren, nur halt im zweiten Weltkrieg. Wann schlägt die Resistoren hinten? Hatte nicht Saddam Hussein auch eine Seherin beschäftigt? Das würde mich nicht überraschen. Saddam Hussein hat auch Wrestler beschäftigt. Saddam Hussein hat so Wrestler-Events von der WWE veranstaltet, wo die Wrestler fast gelüftet wurden, weil der Falsche gewonnen hat.
Da kann man sich mal nachschauen, wer das war. Es gab auf jeden Fall berühmte Wrestler-Geschichten, die unter Saddam Hussein im Irak geredet haben und das gemacht wurden. Genau, so viel zur Astrologie. Mit irakischen Wrestlern ist alles gesagt zur Astrologie. Perfekter Abschluss, jetzt zurück zu Nos-Tadavus, zurück in 16. Jahrhundert, der quasi Nos-Tadavus selber hat am Ende dieser letzten zweiten Blütezeit der Astrologie in Europa gelebt.
Wenn wir heute in der dritten Blütezeit leben, war das die zweite. Und was wir eben davon mitnehmen können von diesem vielleicht sehr langen Exkurs, ist, dass es eine extrem hohe Akzeptanz für Astrologie in der Gesellschaft gab, in der Nos-Tadavus gelebt hat. Ja wunderbar, das wäre eigentlich ein guter Cut für die erste Folge, oder? Ja, ja, eigentlich. Eigentlich optimal. Eigentlich ist das kein schlechter Cut. Das Problem ist, wir sind noch in meinem Skript nicht so weit.
Was kommt jetzt noch? Was hättest du jetzt noch gemacht in der Folge? Na, ich hätte ihn vielleicht noch gebären lassen, aber dann kommt das nächste. Nee, das ist eigentlich schon ein guter Cut, du hast schon recht. So viel zu heute. Mimi hat mich gebremst. Das reicht erst mal als erste Folge heute, der Exkurs zur Astrologie. Nächstes Mal steigen wir konkret ein mit dem Leben der Biografie von Nos-Tadavus.
Wer ist es, warum ist er heute berühmt, was hat er konkret geschrieben und was hat es mit diesem Büchel und Prophezeiung eigentlich auf sich? Wir freuen euch, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet. Lasst uns eine gute Bewertung da. Folgt uns auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube, wo auch immer. Wir freuen uns über eure Kommentare und über alle Bewertungen. Und wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr uns auf Patreon gerne ein paar Euro im Monat für ein Bier spenden.
Wir würden gerne so ein Bier nochmal trinken, wenn ich ihn bekommen habe. Und zwar am Stück alle. Und genau, vielen Dank für alle, die einschalten. Wir freuen uns über die Hörerzahlen. Wir freuen uns über euch, dass ihr euch unser Gelaber anhört. Mein Gelaber jetzt heute vor allem. Und ja, bis nächste Woche. Ciao.
