Alle Zeit der Welt. Alle Zeit der Welt. Narayana ist das Alls Herr. Im Herzen aller Lebewesen wohnend. Der Weltgewandt ist Vasudeva. Auf ihn sollen sei es gesagt, alle Jogis meditieren. Er ist die Glückseligkeit, die Unsterblichkeit, die Ewigkeit, die höchste Seele, Gott. Meditiere beständig auf Vishnu Krishna in deinem Herzen und mit deinem Geiste. Yoga Jainavalki aus dem 13. Jahrhundert.
Herzlich Willkommen zu der neuen Folge von Alle Zeit der Welt mit heute Jonas und mir in alter Standardbesetzung. Nach längerer Zeit mal wieder. Hallo. Wir nähern uns heute einem weitverbreiteten Sport, einer Ansammlung an den Übungen und so viele mehr anscheinend dem Yoga. Und hast du persönliche Erfahrungen mit Yoga gesammelt? Hast du mal Yoga gemacht, Jonas?
Ich glaube, das hat fast jeder behaupten. Ich glaube, meine Übungen sind auch in meiner Aufwärm-Routine mit drin oder nach den Sportstretchen, vor dem Tanzestratching. Da gehört das Herr Rapschauen der Hund. Das ist einfach eine gute Übung. Aber du warst nie länger im Yoga-Studio angemeldet oder so. Losinteresse. Es hätte sein können, dass es passiert ist und nicht, was nur verpasst hat in deiner Vergangenheit.
Aber Yoga ist tatsächlich omnipresent und heutzutage, vor allem auch in Deutschland, omnipresenter als es vielleicht jemals war, von der YogaEasy.de-Website. Aus dem Artikel, was ist Yoga, eine extrem seriösen Quelle, heißt es, Zitat, Yoga ist eine vor Tausenden von Jahren entstandene indische Lehre, die Körper und Geist zusammenbringt. Der ungeheure und stetige Erfolg dieser Lehre im 21. Jahrhundert hat Yoga aus einem Nischen da sein befreit. Yoga ist heute Mainstream.
Die aktuelle Studie des Berufsverbandes der Yoga-Lehrenden in Deutschland, auch schon eine seriöse Quelle, durchgeführt 2023 von der GFK zeigt, dass in Deutschland jede fünfte Bürger, jede fünfte Bürgerin Yoga bereits praktiziert.
Also tatsächlich in irgendeiner Form oder der anderen. Vielleicht sind es Leute, die wie du sagen, ich habe das irgendwie schon mal gemacht und baue da Sachen quasi selber in meine Ideenübungen mit ein oder Leute, die das tatsächlich bei Lehrenden in irgendwelchen Yoga-Vereinen machen. Aber es ist tatsächlich sehr, sehr weit verbreitelt. Egal wie schön man jetzt den BDY-Y Yoga hier und den Interessenverband der Yoga-Lehrer glauben will.
Und ich meine, da werden wir bestimmt auch noch drauf kommen, aber diese Übungen, die Übergänge, ist das jetzt Yoga? Was ist das überhaupt? Oder ist das einfach nur eine Dehnübung? Also diese Übergänge sind ja auch irgendwo fließend, würde ich sagen. Tatsächlich geht es mir in der heutigen Folge darum, schon mal als kleine Heptoraussicht, das alles ein bisschen zu entwirren, den Yoga-Bekriff, den wir heute haben, ein bisschen kritisch zu hinterfragen und genau diese Sache nachzugehen.
Also die Atemübungen, die Gymnastikübungen, was kommt davon wirklich aus Indien und was hat es überhaupt tatsächlich mit Indien zu tun und wie viel vielleicht eher mit unseren lieben Esoterikern und den esoterischen Kreisen im ausgehenden 19. Jahrhundert, den wir uns so oft hier im Podcast schon gewidmet haben.
Also wenn ihr es noch nicht gemacht habt, als Vorbereitung für die jetzige Folge, empfehle ich euch auf jeden Fall, die Folge zu Helena Belałacki einmal anzuhören, als kleiner Vorgriff, auf das wir heute noch alles so besprechen werden.
Ich habe hier, um mit der Entwörung des Begriffes einmal anzufangen, den Digipedialartikel, einfach mal ganz faul, länger rauskopiert, weil der, glaube ich, ein relativ ausgewogenes Bild darstellt und einen Überblick darüber gibt, wo dieser Begriff überhaupt herkommt, was ist der itimologische Ursprung des Begriffes Yoga und was können wir tatsächlich über Yoga enzyklopädisch behaupten, als Ausgangspunkt für unsere heutige Untersuchung.
Yoga kommt aus dem so einen Skrit, es ist männlich, von Yoga, von Joch und Jui für Anjochen, Zusammenbinden, Anspannen, Anschüren. Es ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen bzw. praktiken wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pradyahara, Kriyas, Meditation und Ascheese umfasst.
Der Begriff Yoga kann sowohl Vereinigung oder Integration bedeuten, als auch im Sinne von Anschüren, Anschörung vergleich Jochen und Anspannen des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit dem Bewusstsein verstanden werden. Da jeder Weg zur Selbsterkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wähge, die den jeweiligen Veranlagungen, der nach Selbsterkenntnisstreben dann angepasst sind.
Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen darshanas der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Europa und Nordamerika wurden bis vor Kurzem unter dem Begriff Yoga oft nur körperliche Übungen verstanden, die asanas oder yogasanas. Und der Begriff somit weitgehend mit hatha-yuga gleichgesetzt.
Das sind ganz viele Informationen, die auf einen Rack einhageln. Das Wichtige ist, dass wenn wir im Westen an Yoga denken, wir vor allem an körperliche Übungen denken. Atemübungen vielleicht auch noch, aber vor allem die asanas und die yogasanas, also die runden Positionen und die bewegten Positionen im Yoga.
Und was hatha-yuga und ich schnell mir uns gleich auch noch mal genauer anschauen, aber das ist eine Tradition, die im 12.13. Jahrhundert losgeht, bis in Körper basierter war, als das, was wir aus Indien als Yoga vorherkennen. Wichtig ist, dass wir unterscheiden zwischen dem, was in Indien als Yoga bezeichnet wird, wo es eben um, wie wir gerade schon in Wikipedia Ausschnitt gehört haben, um Wege zur Selbsterkenntnis gehen.
Und im Endeffekt langfristig aus aus einem Ausbruch des Zyklus der Wiedergeboten im Gegensatz zu körperlichen Denübungen, die in der Forschungsliteratur, die ich gelesen habe, zu heutigen Folge, oft als transnationales Yoga oder körperzentriertes Yoga bezeichnet wurden, um sich eben von diesem anderen Yoga Begriff zu unterscheiden.
Diesem Indischen, dieser einer der Schulen der Darshanas, einer der großen philosophischen Schulen Indiens quasi, sich davon abzukränzen, weil das eben gleichgemacht wird in der heutigen Yoga Praxis, was wir im Westen so in Yoga-Schulen auf den Webseiten hören und beim Unterricht mitbekommen, im Vergleich zu dem, was eben tatsächlich der Fall ist.
Und für die heutige Folge werde ich, wenn ich jetzt im weiteren über Yoga rede, eben über dieses transnationale, dieses körperzentrierte Yoga hauptsächlich sprechen, was wir aus dem Westen kennen. Und wenn ich über was anderes rede, dann werde ich das dann speziell harte Yoga oder wie auch immer nennen, nur damit wir da begrifflich auf einer Ebene sind und uns verstehen, weil das kann sonst sehr, sehr verwirrend werden, wenn wir das quasi wieder zusammen einen Tropf bekrifft.
Zu dem Behauptung, die einem so über den Weg laufen. Ihr habt ja gerade eben schon bei YogaEasy.de aus dem Zitat gehört, dass eben da behauptet wurde, dass Yoga eine vor Jahrtausenden entstandene Indische Lehre ist und sich da aber ganz klar auf das körperzentrierte Yoga, was sie unterrichten beziehen,
das Yoga als Körperübung, als Gymnastik. Was man sonst so noch online findet, waren so Behauptungen, wie das Yoga vor 5000 Jahren erfunden wurde, das habe ich mehrmals gelesen, dass eben die Praktiken, die sie unterrichten in ihrer Yoga-Schule auf Jahrtausenden alten Traditionen aus Südasien beruhen würden und dass die Asanas entwickelt wurden, um den Körper auf Meditationen vorzubereiten.
Das sind so Sachen, die mir da so begegnet sind als Behauptung, aber gerade das hohe Alter von über 5000 Jahren, die immer wieder erwähnt werden, sticht einem da ins Auge. Man hat die Vorstellung, dass in Indien seit 5000 Jahren die Leute die gleichen Yoga-Übungen machen, wie die heute im Westen und auch in Indien heute gelehrt werden, und es da diese uralte Kontingenz gäbe.
Und wenn ich so sage, wenn wir in diesem Podcast über alte Traditionen reden, dann wisst ihr, dass es non-sense ist. Das ist so ein bisschen die Kernidee von unserer Bearbeitung von scheinbar uralten Traditionen, die jedes Mal aus dem 19. Jahrhundert kommen.
Ich was, die Verbreitung von solchen Ideen wurde lange Zeit im 20. Jahrhundert komplett unkritisch aufgenommen und weiterverbreitet und es gibt tatsächlich erst seit den 1990er Jahren kritische akademische Forschung zu dem Thema, wo sich nicht Yoga-Praktizierende, auch Yoga-Praktizierende, aber eben Wissenschaftler und an den wissenschaftlichen Anspruch damit beschäftigen
und die ganzen Mythen entlarvt haben, die da normalerweise so verbreitet werden im Yoga-Unterricht und darüber hinaus, wenn man in der Öffentlichkeit über Yoga redet. Ich hatte eine Frage. Wann ist denn das Yoga nach Europa oder in den Resten rübergekommen?
Das werde ich heute erzählen. Das wird Teil der heutigen Folge. Da sind wir noch nicht, aber das werden wir, ich will jetzt erst ganz kurz ein bisschen die Standardbild dekonstruieren, bevor wir dann die wahre Geschichte erzählen und ein bisschen storytellingmäßig einsteigen. Okay, had it on zur Verbreitung.
Nein, es ist gut, weil sich die Leute das wahrscheinlich aufragenden Sitz hier hören. Seit den 1990ern beschäftigen sich also Wissenschaftler kritisch mit dem Behauptungen aus der Yoga-Industrie und eine kundliche Analyse in den letzten mittlerweile 45 Jahren, 35 Jahren, hat ergeben, dass es tatsächlich keine Kontingenz der heutigen verbreiteten Körper-zentrierten Yoga-Praktiken in die Vergangenheit gibt und dass sie tatsächlich erst im 19. Jahrhundert entstanden sind.
Die frühen Verweise, auf die ich sehr gerne bezogen würde, auf die ich jetzt hier in verschiedenen aktuellen Büchern zum Thema Yoga gestoßen bin, beziehen sich gerne auf die frühen Verweise auf Sitzhaltung, die es tatsächlich gibt, die aber sich konkret auf Meditationsanweisungen beziehen, zum Beispiel den Lotusitz.
Aber den Lotusitz als Beweis zu nehmen für eine Kontingenz und dass Yoga subraktiziert wurde, es haben Leute im Schneider Sitz seit 5000 Jahren in Indien meditiert, gegönnt, vom Jahr aus so. Das ist nachweisbar. Aber der ganze klarer Rabatz, der darauf aufgebaut wird, der ist komplett haltlos. Und die Asanas, von denen wir schon geredet haben, sind eben auch zu Deutsch der Sitz und sind eben überwiegend unterschiedliche Sitzstellungen für Meditationspraktikungen, Meditationsübungen.
Und da geht es weder um Flexibilität noch um, es geht nur darum, dass du mit der Atemübung und dem Sitz eine Meditation anstrebst und Erleuchtung oder Selbsterkenntnisse erreichst. No stretching, keine Dehnung. Ich habe jetzt hier ein Interview aus dem Deutschlandfunk von 2021, ein Zitat, ein Theologin Jahnel, rausgesucht, das das ganz gut auf den Punkt bringt.
Jahnel sagt, es gibt verschiedene indische Quellen. Das ist das Spannende beim Yoga. Es gibt auf der einen Seite die körperbezogenen indischen Quellen, iyata-Jugagwellen, die jüngeren Datums sind. Wir sprechen hier von Jung, so 16., 17. Jahrhundert. Dann beziehen sich aber viele, die sich auf das Yoga beziehen, auf das Peptanjali Sutra, eine Yogatradition aus dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert.
Das hat wiederum mit Körperlichkeit und dem, was viele Yoga-Praktizierende suchen, gar nichts zu tun. Weber fragt, da wird überhaupt nicht über den Körper geschrieben. Jahnel sagt, doch es wird über den Körper geschrieben. Und zwar ein kurzer Satz über die Sitzhaltung. Dein Sitz sei fest und stabil. Das ist es dann auch schon.
Ja, und dann wird aus diesem Einsatz dein Sitz sei fest und stabil abgeleitet wird, dass das der Ursprung von modernen Yoga ist. Und dann schaut mal bitte in eine moderne Yoga-Klasse in den Fitnessstudio rein. Da ist wenig stabiler Sitz. Und wenn dann vielleicht an der kurzen Meditations- und Atemübung am Anfang oder am Ende irgendwie mit dabei, aber jetzt nicht der Kern, von dem wir als Yoga erkennen würden heutzutage.
Und gerade auch die vielen Verweise auf wedische Texte haben sich nachträglich eigentlich alle als haltlos und ganz starke Uminterpretation von ganz anderen Sachen erwiesen. Es gibt auch das offizierte Siegel der Indus-Zivilisation, wo auch eben Leute in Lothus-Sitz zu sehen sind oder Götterstatuen genauer gesagt, wo man nicht ganz sicher ist, welcher Gottes ist, in Lothus-Sitz zu sehen ist.
Und das ist eben alles kein eindeutiger Beweis für eine so alte Yoga-Tradition, wie wie das gerne gemacht wird. Also die 5000 Jahre können wir komplett streichen, die harte Yoga-Ursprünge, also diese Idee schon ein bisschen körperbezogene Atem- und Meditationsübungen zu machen, auch noch weit weg von dem, was wir heute als Yoga im Westen kennen. Das stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert in seiner konkreteren Form, wie eben gesagt, und dann alles Moderne aus dem 19. Jahrhundert.
Bevor wir jetzt uns anschauen, wie das Ganze sich dem 19. Jahrhundert entwickelt hat und verbreitet hat, fand ich die Frage ganz spannend, wie das dann tatsächlich harte Yoga, auch diese Sachen aus dem 14. Jahrhundert, die angesprochen wurden, was da so drin steht. Und der hat mich dann ein bisschen reingelesen und ich habe zum Beispiel hier ein Zitat für dich rausgesucht, oder für euch alle, nicht mehr für dich Jonas, aus der harte Yoga Pradipika von Sbad Marama aus dem 14. Jahrhundert.
Auch wenn ich hier ausspreche, ist es die harte Yoga-Bibel, quasi so das große Kernwerk, auf das sich da ganz stark bezogen wird. Ja, wie ist es mal vor, Jonas, wie da Yoga praktiziert wird und was dafür notwendig ist.
Derjenige, der harte Yoga praktiziert, sollte allein in einer kleinen Einsiedelai, Mata leben, die sich an einem Ort befindet, der frei von Steinen, Rasser und Feuer ist, und zwar im Umfang einer Bogenlänge und in einem tugendhaften, gut regierten Königreich, das wohlhabend und frei von Störungen ist. Das Alleinsein ist wichtig, weil das Ziel der Jugarschulung die Selbstverwirklichung ist. Die Anwesenheit von Felsen, Wasser und Feuer in der unmittelbaren Umgebung ist wirklich störend.
Die feinstoffliche Energie dieser Elemente kann durch ihre Dominanz die Versuche, die eigene Energie zu kontrollieren, stören und sogar zum Scheitern bringen. Es ist offensichtlich, dass es ziemlich schwierig ist, sich über spirituelle Dinge Gedanken zu machen, wenn das Hauptanliegen... Ja, die Natur ist, da fehlt ein Stück, aber genau.
Wir sehen, es geht um Selbstverwirklichung, um Aschese, um Einsiedelai, um sie ein Zurückziehen aus der Welt, um Selbstverwirklichung und Selbsterkennung zu erlangen. Die Übungen, die dann heute als Asanas, also als die Ruhe, Positionen bekannt sind, erschienen im Hatha-Juga selbst, aber auch erst ab den 1800er Jahren. Also auch eine Entwicklung des 19. Jahrhunderts erst.
Selbst das Hatha-Juga, das quasi scheinbar diese älteren Traditionen hat, oder das hat diese klar eindeutig diese Tradition, aber in der modernen Form, die es praktiziert wird, geht es eben oft auch auf das 19. Jahrhundert zurück. Einige Atemübungen, die in früheren Texten erwähnt werden, sind sehr spekulativ, die Verbindung zu dem aktuellen Yoga-Atemübung. Und tatsächlich gibt es eine sehr spannende These, wo die Atemübungen tatsächlich her sind.
Kleine Überraschung, dazu ein Mann, so eine Frau, ihre Erfindung geklaut und nicht gekredet wird. Kam es uns nie vor in der ganzen Geschichte? Nein, Mirhard. Der einzige Fall an dem ich denken kann, wo das andersherum prominent passiert ist, ist Linge Riefensstahl, die einen männlichen, sehr visionären Editor in die Psychiatrie hat einweisen lassen, damit er nicht darauf hinweisen konnte, dass ihre ganzen großartigen Erfindungen von ihm stammen.
Aber dazu gibt es eine gute Artidokog. Schaut es euch an. Wie entstand denn jetzt tatsächlich das moderne Yoga? Kurz gesagt, in der modernen Form ist Yoga ein Ergebnis des britischen Kolonialismus in Indien oder konkreter der Reaktionen der indischen Eliten auf den Westen durch den Kolonialismus. Diese Erzwungen der Außeneinandersetzung. Hier noch ein Zitat von Elizabeth de Michaelis, History of Modern Yoga.
Ein Buch, das ist der ganz viel für die heutige Folge, das ganz zentral ist für die Vorbereitung. Das ist auch in die Beschreibung. Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt und mehr Tiefere einsteigen wollt,
dann empfehle ich euch das. Das ist sehr lesenswert und sie selber ist eben Akademikerin irgendwie und hat selber angefangen Yoga zu praktizieren und sich dann in 2000 dann eingefangen, auch dafür zu interessieren, was denn die Hintergründe sind und hat dann selber Samskritt gelernt und die Originaltexte studiert und tatsächlich dann gute wissenschaftliche Arbeit in den Bereich jetzt geliefert und das Buch ist extrem lesenswert und sehr gut geschrieben. Genau.
Wie halbfass weiter ausführt, hat die indische Antwort auf Europa viele Ebenen und Facetten. Zahlreiche Aspekte dieser Ost-West-Begegnung sind mehr oder weniger ausführlich erforscht worden. Ein entscheidender Gesprächspartner in diesem vielschichtigen Dialog wurde jedoch immer wieder übersehen,
nämlich die westliche Esoterik. Diese Weltanschauung oder Denkform hat in religiösen Fragen eine besonders wichtige Rolle gespielt und ihr Einfluss ist in bestimmten modernen Neuentwicklungen des Hinduismus einschließlich des modernen Yoga allgegenwärtig gewesen. Denn wie sie dann weiter schreibt und ausführt, ist die heutige Form von Yoga eben eine Entwicklung
aus dem 19. Jahrhundert von Mitgliedern der hinduistischen Elite, die sich auf scheinbar uralte Traditionen berufen, etwas entwickelt haben, was ja von den Briten gefördert wurde, weil sie eine Art Gymnastikersatz gesucht haben, weil in Europa war zu der Zeit Gymnastik das große Ding. Also 19. Jahrhundert, Turnvater, ja ihr kennt die Geschichte, die revolutionären Gymnastikvereine und es wird ein riesen Ding.
Reformbewegungen, dazu haben wir eine Folge gemacht zu den Banderflügen, zur Reformbewegung, die könnt ihr euch gerne anhören auch. Also dieser ganze Kosmos an, jetzt muss der Körper irgendwie wieder zurück zu Natur und wie kann man den gesunden Körper erhalten und wie sieht ein gesunder Körper aus? Und im Endeffekt der große Fitnessboom der 1980er Jahre und der 2010er Jahre,
das gilt im Endeffekt alles langfristig auf den ersten Fitnessboom der Moderne im 19. Jahrhundert zurück, wo Leute auch einmal sich Gedanken gemacht haben, wie viel Sonnenlicht ihr Körper braucht und wie viel Zeit man an Natur sie verbringen müssen und wie viel frische Luft sie nackt einordnen müssen, was sie sich so überlegt haben, auch FKK-Bewegungen und so geht natürlich auch diese Zeit zurück.
Und in dieser Zeit, im 19. Jahrhundert, gab es nicht nur den Deutschland-Turmvater Jan, der Turnübungen erfunden hat, um Schüler und Schülerinnen für die nächsten Jahrhunderte zu quälen. Jonas, wie schaut dich an, wir waren gemeinsam im Sportunterricht, du hast gesehen, wie ich am Bock gescheitert bin, du hast gesehen, wie ich über diesen Baukasten drübergeflogen bin und Kopf zuerst hinter dem Bauge, hinter diesem Kasten gelandet bin, nach dem Krampolin sprungen.
Ich dachte nicht, ich habe mir das Kinn nicht gebrochen, weil ich so leblos da lag. Ja, ich habe da bessere Erinnerungen dran, mir hat es immer Spaß gemacht. Du bist auch immer drübergeflogen über diesen Bock und ich bin dagegen geflogen, wenn ich es drüber geschafft habe, weil mir fast sehr nicht gebrochen war. Ich schaue mal aus wie ein Crash-Test-Dummy, den mein irgendwie so eine Gymnastik über reinschnallt und der dann komplett ohne Körperschwangen durch die Gegend fliegt.
Um Jugendliche wie mich zu reformieren, wurde im 19. Jahrhundert die Gymnastik erfunden und es gab außerhalb von Deutschland sehr einflussreich in Schweden den Gymnastikinstruktor und großen Übungserfinder Pére Henrik Linge.
Der hat ein System entwickelt, das Linge-System, was in Europa extrem populär wurde, über die Grenzen von Steden hinaus, unter anderem in Großbritannien und die Briten haben dann in Großbritannien nach etwas Ähnlichem, einer Art Linger-Satz in Indien gesucht und haben dabei eben das Hatha Yoga entdeckt und diese Tradition, die es dort gab mit Atem- und Körperübungen und eben seit dem 16. Jahrhundert und auf die wurde dann aufgebaut.
Das Problem war, dass Hatha Yoga zwar spirituelle Disziplinen erfordert, mit dem Fokus auf Militation und Atemtechnik aber keinen nennenswerten körperlichen Fokus hatte. Das heißt, sie haben etwas gefunden, was so ein bisschen da reingepasst hat in die Richtung, aber noch nicht so richtig.
Dementsprechend haben dann die indischen Lehrer angefangen, das westliche Gymnastikkonzept aufzunehmen, zu integrieren in ihre eigenen Praktiken und ein eigenes körperzentriertes, körperorientiertes Yoga-System zu schaffen, aus den Gymnastikbüchern aus Schweden und auf Basis des Lingesystems und zwei, drei andere großen Gymnasten, die zu der Zeit noch sehr verbreitet waren. Ich habe hier mal ein Bild, das ich auch gerne in die Beschreibung der Folge pack, auf das du jetzt mal klicken darfst.
Auf der linken Seite siehst du die Darstellung des Ling, man nur manuals des Grundbuches und rechts siehst du die indische Kopie davon, 1 zu 1.
Der Unterschied ist, dass Ling die Arme verschränkt, wie ein Badass, während er die Übungen macht, während der indische Yoga-Lehrer die Hände zum traditionellen indischen Kurs verschränkt, zum klassischen Namas T. Das sind nicht die einzigen Bilder, da gibt es noch mehr Beispiele von diesen 1 zu 1 kopierten Posen, die wir heute als typische Yoga-Posen sehen würden.
Wo kein Mensch denken würde, dass die Ursprung in Schweden liegt bei einem schnurberdigen Mann namens Pia Henry Kling, der einfach nur extrem auf den Dänung stand und auf Schnurberde. Sexy Typ, guter Körper. Trotz Typ. Auf jeden Fall ein Idol für ganz viele Gymnasten und Fitnessleute im 19. Jahrhundert in Europa.
Wie wir sehen, wir sehen auch in Indien, wo die Sache mit dem Copyright im 19. Jahrhundert zu eng gesehen ist, was eben auffällig ist, dass die Ursprünge schon von der ersten Generation indische Yogis unter dem Tablet nicht schert wurden. Aber ohne wehren da so ein Riesenvorwurf drauf zu machen, ich meine, sie waren kolonialisiert und die Briten haben sie auch ein bisschen dazu gedrängt, zu sagen, ihr müsst jetzt etwas Äquivalentes hierzu entwickeln, weil wir brauchen hierfür was Indisches.
Verständlich da einfach zu sagen, die Briten wollen das, dass wir das Buch 1 zu 1 kopieren, komme ich nämlich genauso hin wie auf dem Bild heran und dann unterrichten wir die nächsten Klassen. Dann haben wir den Staatsvertrag, das ist jetzt selber spitze gesagt, aber die Dynamik hat da schon ein bisschen mit reingespielt auf jeden Fall.
Und wenn ihr mal in Indien in der christlichen Kirche wart, dort seht ihr also alles, was nach Indien kommt, wird einfach dann sehr schnell auch, sieht sehr indisch aus, war ein paar Generationen. Also Islam, Christendom, allgenessen monotheistische Religionen, die es auch in Indien gibt, sind ja auf eine Art und Weise auch sehr indisch geprägt. Das kam auch so ein bisschen die Verschmelzung von harte Yoga und dem Lingnesystems in.
Was mich noch mehr schockiert hat, als die 1 zu 1 kopierten Posen von dem schwedischen Gemnasten, waren die Frage mit der Atemtechnik. Ich habe es vorhin schon mal kurz angeteasert. Es gibt den Vater der modernen Yoga Renaissance, Manni bei Hari bei Desai, der später als Sri Yogendra sehr bekannt wird und sehr omnipräsent. Der einer der großen Yogaautoren, also der ist 1897 geboren und hat bis 1989 gelebt, ein sehr langes Gelebnis geführt und sehr viele Bücher geschrieben,
Autordichter usw. und eben großer Verbreiter des Yoga-Ass. Und der hat auch das Yoga-Institut gegründet, das älteste organisierte Yoga-Zentrum der Welt, und zwar schon 1918. Also, 1. Weltkrieg ist vorbei, 1. Yoga-Zentrum wird von ihm gegründet. Der hat seine Atemübenung, das geprägtes glaubhafte Unermordeteesen, das der die Klaut hat von Genevieve Stebbins. Und jetzt die große Frage an dich als alten Tanzer, bestens Genevieve Stebbins. Das weiß ich nicht. Das ist die Begründerin des Modern Dan.
Ja, dann sollte ich das wissen. Du musst dich im... Solltest du wissen, weil... Denn ich tanze in Modern Dan, aber ich habe nicht wie in der Geschichte davon beschäftigt. Das muss ich nachholen.
Ja. Also eine extrem faszinierende Frau, 1857 in San Francisco in Kalifornien geboren und die hat eben am Delsarte System, was so große Revolution im Tanz zu der Zeit war, hat eben mitgearbeitet und war so eine treibende Kraft dahinter, den Veränderungen, wurde damit dann auch zur Begründerin des modernen Modern Dances und hat so Harmonik, Genestics und so. Also, war eine Wegbereiterin davon.
Und sie hat auch die New York School of Expression in der Carnegie Music Hall gegründet, was durch heute noch eine Institution ist. Ja. Und ja, ist einfach so die große Tänzerin eigentlich, die gleichzeitig dann aber auch erfolgreiche Autorin wurde und im 19. Jahrhundert amerikanischen Frauen Tanz näher gebracht hat, körperlichen Ausdruck und auch so einen Normen irgendwie definiert hat und neu definiert hat durch ihre Arbeit.
Sie hat zum Beispiel so Bücher geschrieben wie Dynamic Breathing and Harmonic Genestics, a complete System of Psychical, Aesthetic and Physical Culture. Und zwar mehrere Jahre bevor Schrie Jogendra Bücher mit genannten gleichen Shit unter seinen Yoga-Kabern raus. Von daher ist auch die Frage, wie viel von den modernen Übungen bei Yoga nicht tatsächlich einfach nur modern Dance ist, die Generation abgeschrieben ist.
Was sich ganz spannend ist, wenn wir jetzt modern Dance anschauen, wo das modern im Wort steckt und uns an Yoga denken, dann denken wir nicht, dass Yoga von modern Dance abgeschrieben hat. Das ist ein bisschen counterintuitiv, so als man würde vermuten, dass es andersrum ist.
Gab auch Freche, sage ich jetzt mal, indische Autoren, zum Beispiel den Yoga-Lehrer Musunda, später erklärt hat, dass er Buch geschrieben hat darüber, dass quasi die schwedisch-Gymnastik eigentlich Yoga sei und auf eine uralten indischen Tradition aufbauen würde. Die Ling wieder entdeckt hätte auf ganz geheimen Wege.
Und dieses esoterische Wissen zeigt, weil sie nur in Schweden aufgetaucht und die Inder hätten sie nur zurückgenommen, was sowieso ihres gewesen wäre, was ja spannend die Umdeutung der Geschichte ist. Aber ich meine, er ist Yoga-Lehrer. Er hat sich auch investiert, sage ich mal. Und jetzt ist die Frage, die bleibt, da haben wir ein bisschen rausgefunden, aus was sich das zusammengesetzt, ein bisschen modern Dance, ein bisschen schwedische Gymnastik, ein bisschen Kolonialismus.
Die Frage ist, wie wird das Ganze jetzt zu dem Phänomen außerhalb Indiens? Es sollte auch einfach sein können, dass die Inder ihre britisch-schwedisch-amerikanische Variante des Hatha-Yogas, ihre Neuentwicklung in Indien weiter praktizieren und es dabei bleibt.
Aber es kommt ja zu einem sehr erfolgreichen Marketing von Yoga im Westen in den letzten 150 Jahren, knapp 150 Jahren, in dem Jahr, in dem Genevieve Stebbins, ihr Buch über Dynamic Breathing und Harmonic Gymnastik öffentlich hat, beginnt nämlich eigentlich auch erst, also da beginnt erst die Vermarktung des modernen Yogas. Ist ganz spannend.
Sie hat schon mehrere Bücher publiziert, bringt das über die Atmung raus und da steckt Yoga gerade noch quasi in seinen Kinderschuhen 1893 und gleichzeitig wird zu diesem Zeitpunkt der Westen darauf aufmerksam, weil in Chicago die Weltausstellung, die berühmte Stadt, findet und auf der Weltausstellung gibt es das erste Parlament der Weltregionen als große Attraktion. Und ich war noch sehr ließ es mal vor, was da passiert.
An diesem Tag tritt eine Gestalt auf die Bühne, die später als das Symbol dieses Ereignisses in die Geschichte eingehen wird. Swamy Vivekananda, ein hinduistischer Mensch, dessen Charisma und Worte das Publikum in seinen Band ziehen werden. Vivekananda zitierte zwei anschauliche Passagen aus dem Skiwama Himnastu Tram, so wie die verschiedenen Ströme, die an verschiedenen Orten entspringen, ja Wasser im Meer vermischen.
So oh Herr führen die verschiedenen Wege, die die Menschen nehmen, durch verschiedene Tendenzen, so verschieden sie auch erscheinen mögen, rum oder gerade, alle zu dir. Und wer auch immer zu mir kommt, durch welche Form auch immer, ich erreise ihn. Alle Menschen kämpfen durch Wege, die am Ende zu mir führen. Und der Tod ist der Ablaus. Er ist die große Erscheinung, die von diesem Parlament der Weltregion in Erinnerung bleiben wird. Unter den Zuhörern an diesem Tag sitzt auch Annie Besant.
Kennst du Annie Besant noch? Die ist schon mehrmals aufgetaucht. Unter anderem war es die Nachfolgerin von Helena Blauatski, die in Indien die Theosofen weiterführt und eine entscheidende Rolle als eine der wenigen Ausländerinnen, würde ich mal sagen, an der Unabhängigkeitsbewiegend in Indien hat, die da ganz führen mit Gandhi und so. Übrigens, Gandhi-Folge wird demnächst mal noch irgendwann kommen, wir müssen mit ihm eine Folge zu Gandhi machen.
Es gibt schreckliche Dinge, die ich euch zwei Stunden lang zu Gandhi erzähle. Und danach machen wir noch eine Folge zu Mutter Teresa. Da können wir schön so die Heiligen eine nach dem anderen drohen. Besant, diese Führerin der Theosofen war natürlich auch beim Parlament der Weltregion. Da muss man als Theosofen natürlich da sein und zu tun, als wäre man auch eine Weltreligion. Als eine der führenden Esoterikerinnen ihrer Zeit hat sie folgendes notiert.
Eine auffällige Gestalt, gekleidet in gelb und orange, leuchtend wie die Sonneindiens inmitten der schweren Atmosphäre Chicagos, ein Löwenkopf, durchdringende Augen, bewegliche Lippen, Bewegungen schnell und abrupt, so war mein erster Eindruck von Swami Vivekananda. Alles war dem erhabenen Geist seiner Botschaft untergeordnet. Der sublime Wahrheit des Ostens, die Herz und Seele Indiens ist. Ja und wie wir kanandas, wie gesagt erregte eben auch nicht nur bei Annie Besant und bei den Zuhörern,
direkt sorgt eine große Aufmenschungkeit, sondern wir sind jetzt im 19. Jahrhundert im Zeitalter der Presse und die haben ihn einen mystischen Mensch aus Indien genannt, The New York Critic, hat geschrieben, er ist ein Reiter mit göttlichem Recht und sein starkes intelligentes Gesicht in seiner malerischen Umgebung aus gelb und orange, war kaum weniger interessant als diese ernsten Worte und die reiche rhythmische Äußerungen, die er ihnen gab.
Also ihr könnt euch das übrigens die gesamte Rede von ihm, die waren noch fünf Minuten oder so, die könnt ihr euch auf Wikipedia anhören, das wurde aufgenommen tatsächlich damals und wir haben von 1893 Aufnahmen von der Chicago-Weltausstellung, Hightech zu der Zeit und spannenderweise dadurch uns im Original erhalten. Andere amerikanische Zeitungen berichteten über wie wir kanandas als die größte Figur im Parlament der Religion und der beliebteste und einflussreichste Mann im Parlament.
Unter diesem von ehrlich gesagt wie wir kanandas unerwarteten Erfolg, diesen Durchschlagenden, entscheidet er sich dann im Westen zu bleiben, er wird ja offensichtlich gebraucht und gut aufgenommen und fängt dann an die Vedanta-Zentren im Westen zu gründen. Der Vedanta ist eine dieser Schulen, eine dieser Philosophie-Schulen und eine der beiden größten, die heutzutage eigentlich so klassisch im Hinoismus vertreten werden.
Neo-Vedanta war was im 19. Jahrhundert zu der Zeit passiert wurde, so eine Art Renaissance unter den Vorzeichen der Auseinandersetzung mit dem Westen, wo Sachen uninterpretiert wurden und eben in der ständigen Auseinandersetzung mit dem Küstentum und der westlich-moderne standen. Und es gab zu einer Art neuer Erfindung des Hinduismus.
Es ist auch eine ganz spannende Sache, dass man ja beim Hinduismus auch den Eindruck hat, dass es halt der tausenden Gleichgeblieben wäre, dass es an dieses Bild vermittelt wird und tatsächlich wäre eben auch eine Religion, die sich im ständigen historischen Wandel befindet, was ihre Regeln, ihre Grundformen, ihre Riten und so was angeht. Und das wird jetzt aber nicht so eine große Glocke gehangen, sondern wird immer so getan, als der alles 5000 Jahre alt wie beim Yoga.
Das ist natürlich eine gute Berechtigung. Warum macht man das so? Das macht man schon seit 5000 Jahren so. Die Vedanta-Zentren im Westen waren tatsächlich so eine Art Missionszentren, um dem Westen hinduistische Ideen und Religiösität zu vermitteln, weil er erkannt hat, im Westen gibt es ein extremes Bedürfnis danach und wenig Verständnis aber für östliche Tradition.
Also er hat wie aufeinander diese ganzen Esoteriker entdeckt auch und darüber hinaus eben die große Faszination mit dem mysterischen, mit dem, also Ostasien und was da ein alt und bisschen scheinbar, übermittelt werden würde, warum die Theosofen dann natürlich auch dort hin sind und warum Blavatsky dort die Weisheit gesucht hat, nachdem Ägypten ein bisschen ausgelutscht war irgendwann.
Dieses Bedürfnis sieht wie weggenannbar und bemerkt aber auch, dass er das Ganze extrem anpassen muss, um zu den esoterischen Traditionen und dem Verständnis seiner westlichen Gefolgschaft zu passen. Und in diesem Rahmen schreibt er dann, primit 3 Jahre später, ein Buch raus, 1896, ein sehr einflussreiches Buch in der Szene Raja Yoga, also das königliche Yoga Raja, der King, der König und Yoga, das ist das König, also Raja Yoga.
Und es eben seine Interpretation und Anpassung, hier der starke Fokus von dem Text aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus von Panthan Jali, von dem wir vorhin gehört haben, dass der einzige wirkliche Yoga-Referenz daraus eigentlich der Lotus-Sitz ist. Er nimmt aber diese sehr alte Quelle, schreibt seine eigenen Ideen da rein.
Ganz spannend ist, dass wir wie Kananda dann auch eine Art Synthese aus Protestantismus und Hindurismus entwickelt, die sehr, sehr einflussreich auf die Idee des modernen Yoga spielt und auch im Raja-Joga schon auftaucht. Das Raja-Joga wird heutzutage auch Astanga-Joga, Königliches Yoga, Königliche Vereinigung, habe ich auch schon gehört hier in Deutschland, Sahaja-Marc oder Klassisches Yoga genannt.
Wobei ich da bemerkt, das wird Klassisches Yoga genannt, wurde aber Ende des 19. Jahrhunderts, wenige Jahre vor dem Jahr 1900, für westliche Esoteriker erfunden. Also, da heißt dann aber Klassisches Yoga. Da sehen wir, was für eine Augenbischerei da eigentlich stattfindet. Und Elisabeth Michaelis schreibt eben in ihrem Buch, dass mit der Veröffentlichung von Raja-Joga eigentlich der Moment, der gekommen ist, wo die Erfindung des westlichen Yoga stattfindet.
Also das, was wir heute im Westen als Yoga verstehen, wird eigentlich 1896 in diesem Buch Raja-Joga erfunden, von wie viel Kananda. Und Raja-Joga wird danach von den Theosophen und anderen westlichen Esoterikern, Autoren und so weiter verbreitet. The Roe war großer Anhänger davon. Viele Theosophen fanden diese Idee, dass man damit eben Zugang auf eine westliche Art Zugang zu esoterischem Wissen bekommen könnte, eben sehr, sehr verlockend.
Und wir sehen dabei eben diese spannende Vermischung von Hinduismus und Protestantismus. Bei wirken, dann nehmen wir diese Vermischung von Self-Realization, von dieser Tradition, dass irgendwie Gott wahrwerdend in sich selbst, wo es in Indien eben eine sehr lange Tradition gibt von, wenn wir an die, ja, also es geht jetzt zu weit, aber da gibt es irgendwie eine sehr, sehr lange philosophische Tradition in Indien.
Und dieser protestantischen Idee von Bildung, nämlich dass du die Verantwortung hast, das meiste aus dir rauszuholen. Also diese Idee von Bildung ist, was uns mit dem Protestantismus tatsächlich auch aufkommt. Und diese Idee, dass du die Verantwortung hast, dein eigenes Potenzial im gottgewollten Sinne zu entfalten. Und dass du dafür arbeiten musst, um quasi gottgefällig nicht zu entfalten.
Und damit dieser Bildungsgedanke, wo wir heute nur an schulische Bildung denken, ja, aber natürlich auch die Menschbildung, die Menschwertung von dir, dass du dich selbst gottgefällig bildest, ja. Damit ist der Protestantismus eigentlich auch der ultimative Ausgänger von allen Fitnesswaren. Und wenn wir an der JVCM, JVCM heißt es glaube ich, die junge, das ist ja doch die young man, young man Christian, associated.
Ja, genau. Also die waren ja auch dann groß drauf aus, um eben einen fitten Christen in Körper darzustellen und eben diese atlen Bildung quasi auch nach außen transportieren im körperlichen Außenbild. Es gibt da tatsächlich auch Traditionen im Protestantismus, die das weiterentwickelt haben, diese Idee. Ich sage es nicht nur ich, dass es deine Verbindung zwischen Fitness und Protestantismus gibt. Michaelis schreibt zu Vivekananda selbst, ganz spannend, aufs halbe 92.
Svani Vivekananda spielte in der Tat eine zentrale Rolle im Kontext der neo-vedantischen Esoterik und des modernen Yoga. Nicht ganz ein neo-handoistischer Philosoph, nicht ganz ein meditanter Nationalist, wurde er dennoch zu einer Kultfigur und einem populären Ideologen in beiden Bereichen. Vor allem aber war er der erste Inder, dem es gelang als wirksamer Brückenbauer zwischen östlichen und westlichen esoterischen Milieus zu fungieren, sowie es umgekehrt die Unitarier und Tiosofen getan hatten.
In gewisser Weise war er das stolze nationalistische und indigene Gegenstück zu diesen Gruppen. Dies erklärt, warum er von der Volksmethologie als archetypischer nationalistischer religiöser Held übernommen wurde, während eine wichtige Organisation wie der Pramo Samaj nie in das religiös nationalistische Pantheon aufgenommen wurde, wie politisch und institutionell viel einflussreicher war.
Ja, und zwar wie wir kanandabrägt quasi mit seiner Kampagne für Yoga in den kommenden Jahren, auch nicht nur die westliche Idee von dem, was ist eigentlich Hinduismus und was ist quasi Yoga oder, also er prägt tatsächlich im Westen das Bild wahrscheinlich genauso stark wie Blaławski es prägt auf eine Art und Weise. Und der nationalistische Anspruch, der jetzt hier angesprochen wird, ist immer sehr darauf konzentriert, Yoga als etwas im Westen überlegenes darzustellen.
Also diese Mischung aus körperlicher Ebenübung und spiritueller Tiefe sei allen westlichen Systemen, wie die Gnastik und so weiter eben überlegen, weil sie die spirituelle Tiefe hätte und sie bei allen westlichen spirituellen Systemen überlegen, weil sie diese körperliche Fitnessaspekt hat.
Also er kann sich sagen, das ist das komplette Paket und das kann der Westen spieten und wir können das aber quasi zeigen, um aus, man muss dabei immer mit Bedenken die Briten haben, zu dem Zeitpunkt, wenn es sehr lange Kampagne am Laufen um den Inneren zu erklären, dass sie minderwertig sein und sich deswegen nicht selber regieren könnten. Und die Minderwertigkeit von indischer Religion wird von den Briten quasi immer wieder ausgesprochen.
Vivekananda ist tatsächlich der erste, der den Hinduismus als Religion definiert öffentlich, habe ich gelesen.
Davor war der Hinduismus vielleicht als Sammlung von Philosophien oder der Polytheismus in Indien quasi als eine Vielheit von Poliistischen, aber Vivekananda bringt das tatsächlich dann zusammen und sagt, der Hinduismus an sich ist also all diese Philosophien, all diese Glaubensrichtung, all diese Götter, das ist ein Ding, ist auch sehr neovedanter und dann zu sagen, dass alles eins auf eine Art und Weise gibt es eine Einheit im hinduistischen Pantheon,
der so ähnlich ist wie die drei Einigkeit im Christentum, wir haben nur drei Einheiten, die eins sind bei uns sind es eben tausende, aber im Endeffekt haben wir genauso eine Einheit wie ihr und damit sind wir euch gleichwertig.
Also da sehen wir in der neovedante auch diese gezielten Versuche, eine Gleichwertigkeit durch Gleichheit auch zu konzipieren, sei ihn vergönnt, aber es muss aber immer mitgedacht werden, wie Vivekananda über diese Überlegenheit redet, es ist für die Inder damals eine revolutionäre Idee, immerhin Jahrhundert, dass sie überlegende Kulturtechniken haben, die sie in den Westen explodieren könnten, nachdem von den Briten die ganze Zeit nur behauptet, wo die Wirk haben, alles was ihr braucht.
Und sei Wilkananda's Botschaft ist eben, wir können Yoga als symbolindischer Überlegenheit und kulturellem Stolz nutzen um das zu etablieren, was wir brauchen, um den fähigen Nationalismus, um die Nation zu gründen, ohne die Briten.
Und damit wird er zu einem der großen, also auch Vorkämpfer des Nationalismus und es macht Sinn, warum deswegen auch im heutigen nationalistischen geprägten Indien, der das Yoga an Schulen so weit verbreitet ist wie noch nie und Yoga im Alltag quasi als etwas uraltes Indisches auch in Indien gelehrt und verbreitet wird. Das ist nicht nur was, was in den Westen jetzt heute so passiert oder verbreitet wird, sondern passiert genauso in Indien. Und hier sehen wir eben den Grund.
Was zur Erschaffung dieses Mythos notwendig ist, ist natürlich die Verleuchten europäischer Einflüsse, wie das Musumda in seinem Buch macht oder ein zahllose andere.
Und das versteckende eigentliche Motive, was hier jetzt die dem Fall von Wilkananda eben das Stärken der indischen Identität und des indischen Nationalismus ganz konkret, vor allem hinduistischen Nationalismus auch, und der Ausschluss der anderen religiösen Minderheiten ist und eben auch eine Möglichkeit, Kritik an der westlichen Kultur zu üben, weil er tatsächlich nicht nur kritisiert, sondern er tatsächlich eine Alternative anbieten kann.
Was ist sehr, also was hat der Kritik ein anderes Gedicht verliehen hat einfach. Und die Geheimwache war, dass seine Konzeption sowohl in Indien funktioniert, als auch konkret dafür entwickelt wurde, westliches Publikum anzusprechen, weil es für den Westen und für diese Leute entwickelt wurde. Ich habe hier ein lustiges Zitat gefunden bei der Recherche. Jonas, lesen wir bitte vor. Wir verzeiht uns das. Das fand ich lustig.
Das kann es auf Wurzübersetzen. Während den Ausstämten in Chicago in 1968 hat Ellen Ginsberg, der Lyrica Dichter, für sieben Stunden Ohm gesungen, bis dann irgendwann ein Inder auf ihn zukam und ihm ein Zettel überreicht hat, wo drauf stammt, dass seine Aussprache komplett falsch ist. Ja, das Lustige, wenn man weiß auch, dass bei Sanskrit Aussprache alles ist so. Also wenn du schlechtes Sanskrit sprichst, dann sprichst du besser kein Sanskrit und du musstest alles perfekt ausgesprochen werden.
Und da wurde quasi der alten Sanskrit-Schule und heute auch noch ein Samskit-Unterricht nimmt, großer Wert drauf gelegt, weil es eben auch die Rhetor-Sprache ist. Und wenn man das nicht richtig macht, dann ist man lecca quasi ein Baba, das Equivalent des Indischen für den Babar. Baba ist der, der griechisch schlecht und sich anhört, als würde er Baba, Baba, Baba sagen. Deswegen der Baba ist quasi Wortma, Lautmalerei.
Und genauso in Indien, wenn man schlechtes Sanskrit spricht, dann ist die Lautmalerei lecca. Das Wort für den indischen Babar. Falls du mal in Indien seid, dann kommt immer gut. Was können wir zusammenfassen, sagen? Das heutige Yoga, wie wir es kennen, ist ein Produkt des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine Hybridepraxis, die westliche Gymnastik mit spirituellen Elementen und Modern Dance und was auch immer kombiniert.
Und eben in diesem speziellen Rahmen der Neo-Vin Danta Ende des 19. Jahrhunderts in Indien erfunden wurde und dann eben über wie wirkenen und anderen im Westen große Verbreitung fallen. Und wenn ich jetzt über den Nationalismus geredet habe, dann geht es eben lange vor der Unabhängigkeit. Die Unabhängigkeit kam 48, wenn man es in 18 wurde, das erste Yoga-Studio-Institut gegründet. Also damit, das war ja doch 50 Jahre vor der Unabhängigkeit, quasi das Raja-Yoga rauskam.
Und ein langer Weg bis zur Unabhängigkeit und hat da quasi die ganze Zeit auch mit dran gearbeitet an der indischen Unabhängigkeit auf der Art und Weise als Mittel zu sagen, wir haben Yoga. Wir können uns selber regieren. Und die weitverbreiteten Annahmen, dass Yoga eben des Jahrtausende alte indische Tradition sei, ist eben insofern mütos, dass es eine alte Tradition mit dem Begriff Yoga gibt, die aber wenig damit zu tun hat, was die Körperübungen im Fitnessstudio sind.
Und dass diese Verquickung von zwei Arten von Konzepten gibt, die Propagandatechnisch sehr gut ausgenutzt wurden von verschiedensten Yogis seit Anfang des modernen Yogas, seit wieviel Kanada quasi. Und insofern, ja, also sehen wir da einfach, dass nicht nur Deutschland mit den Lederhosen und den Dirndlernsachen aus dem 20. und 19. Jahrhundert konstruiert quasi, benützt werden, um Nationalismus zu fördern, sondern das genauso der Fall in India mit dem Yoga ist.
Oder wir den gleichen Fall in China mit der Traditional Chinese Medicine haben, die auch eine Erfindung des 20. Jahrhunderts größtenteils ist und behauptet aber, Jahrtausende alte Weisheiten irgendwie weiter zu verbreiten und dafür müssen dann irgendwelche seltenen Tiere sterben, weil, ja, ja, anderes nicht, man, kommt aber ein anderes.
Aber wir haben es eben bei Yoga nicht mit, also weder mit was Ur-Englischen zu tun, außer die ganzen Bezeichnungen und es ist dann natürlich auch fragwürdig, es gab es Kampagnen darüber, es gab eine Kampagne glaube ich 2022, wo es darum ging, dass quasi wenn nicht indische Leute die Yoga machen, dass Cultural Appropriation werden, was in diesem Licht auch komplett der Quatsch ist,
es ist halt ein Hybrid, ein esoterischer Hybrid aus dem späten 19. Jahrhundert, das dürfen ja dann auch nicht nur esoteriker Yoga machen, so was.
Es wäre vielleicht gut, wenn in die Yoga-Studiosen was ich ehrlich auch mal auf den Link beziehen würde, und auch von dem noch ein Bild an die Wand hängt neben den anderen Gugus, um den aufzumieren, vielleicht wäre das ehrlicher und vielleicht wäre es auch tatsächlich ehrlicher, wenn man uns nicht darüber streiten würde, wer hat es angefangen, wer hat es erfunden, dürfen wir es, also, es ist das Ur-Schwedisches und man muss das auf einmal mit Stinkenden Fisch machen,
oder, sondern das muss man vielleicht eher sagen würde, es kann einer erkennen, wenn man sich tatsächlich die Geschichte anschaut, dass es eben moderne Wurzeln hat, seribide Wurzeln ein Gemisch aus verschiedensten Einflüssen ist, unter einem ganz gewissen politischen Rahmen entwickelt wurde, und also das macht es ja nicht schlechter, dass es Leuten gut Hut die Yoga machen, sich zu denen oder genastigt zu machen. Das wollte liegen ja die ganze Zeit.
Ja, ja, da hätte sich es halt mit weniger Klangsschalen und mehr Schnurbeerten vorgestellt, wobei Schnurbeer den Indien ja auch Omnipresents sind. Aber ja, also von daher tut es ja den Übungen an sich gar keinen Abbruch, aber diese ganze kulturelle Fanfare, die man außenrum da macht, die spielt natürlich unnötigerweise dieser esoterischen und nationalistischen indischen Erzählweise in die Karten.
Von daher bewegt euch, setzt nicht nur im Büro, bewegt euch, tut eurem Rücken was Gutes, bewegt euch. Sagen wir beide, wie beide jetzt heute wahrscheinlich Rückenschmerzen ins Bett gehen, aus keinen Fall ist mich. Ich habe schon den herabschönen Hund gemacht. Zählter dann kann ich ja nichts mehr fassieren, aber ja, ich blädiere als abschließendes Wort für eine kretschere Betrachtung von Yoga.
Und glaube nicht alles was auf komischen Yoga Websites steht, das ist sehr manipulativ, finde ich eigentlich, wie das da zusammen gemischt wird, um Leuten Gymnastikkurse zu verkaufen. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann könnt ihr das dadurch tun, dass ihr uns weiter empfehlt, an anderen, die das gerne hören, wir freuen uns über die vielen neuen Hörer, die wir jetzt bekommen haben, auch in den letzten Monaten noch mal dazu.
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Und wenn ihr jetzt auch ein Bier ausgeben wollt für die Stories, die wir euch hier erzählen, oder mehrere Biers oder ein paar Kaffees oder ein Stück Kuchen, also ihr könnt euch diesem Gegenwert umrechnen, was ihr uns gerne ausgeben wollt, zum Kaffee klatschen während ihr uns hört. Wir freuen uns super darüber und sind sehr, sehr dankbar. Und Jonas kriegt jetzt hoffentlich zu Weihnachten auch vom Patreon Nikolaus mal ein neues Mikro geschenkt von Biers. Ich war ein Artiger Junge. Ja, wirklich.
Du hast so viele Gedichte aufgesagt und Sachen vorgelesen. Wenn du für jede vorgelesene Stelle ein Geschenk kriegen müsstest, eigentlich so alte Kinderregeln in der Tournacht, pro Gedicht ein Geschenk, dann müsste ich schon, ja, wir müssen überlegen. Wie dem auch sein. Wir hören uns zur nächsten Folge wahrscheinlich schon im neuen Jahr, oder sind wir schon im neuen Jahr? Wir sind schon im neuen Jahr, Jonas. Wir hatten ja jetzt noch zwei Folgen Preußen, die ich ohne dich aufgenommen hatte.
Jetzt sind wir im neuen Jahr und ich hatte ja versprochen, dass es ein bisschen esoterischer wird. Und dieses Yoga-Thema, ja, es ging mal wieder um Theosofen, ein bisschen. Also wir sind mir da ein bisschen daran geschrammt und ich denke, es war eine ganz gute Anmehrung an die Esoterik-Niesche heute mal wieder. Genau, ich würde gerne wieder mehr Kraben in dem Leben eigentlich, ich habe wieder Lust. Machen wir uns die Hände schmutzig in 2025. Ja. Bis bald ihr Lieben. Ciao, ciao.
Bis bald. Macht's gut.
