Folge 246 - Aberglaube - podcast episode cover
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Summary

Diese Episode taucht tief in den deutschen Aberglauben ein. Es werden gängige Phänomene wie vierblättrige Kleeblätter und schwarze Katzen vorgestellt und der psychologische Ursprung des Aberglaubens durch das Unterschätzen des Zufalls erklärt. Außerdem werden spezielle Aberglauben rund um den Jahreswechsel thematisiert, darunter Tarotkarten und das Verbot, Wäsche zu waschen, und ein Experiment zur Beeinflussung durch Glücks- oder Unglücksglaube diskutiert.

Episode description

Niveau: mittel

Glaubt ihr auch daran, dass schwarze Katzen Pech bringen? Dann seid ihr hier richtig! In dieser Folge geht es um Aberglaube und magische Phänomene in Deutschland.


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Das Transkript dieser Folge findest du auf https://⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.14minuten.de


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Transcript

Intro / Opening

A

Folge 246 Aberglaube in Deutsch.

Einführung in den Aberglauben in Deutschland

Liebe Freunde und Freundinnen von 14 Minuten, vor einiger Zeit hatte ich schon eine Folge über Religion in Deutschland gemacht. Und Patrick hatte vor drei Jahren ungefähr eine Folge über Freitag, den 13. aufgenommen. Und jetzt hatte ich mir gedacht, dass ich heute mal eine Folge über den Aberglaube mache. Aberglaube in Deutschland. Und zwar gab es mal eine Umfrage, und da hat jeder dritte Deutsche gesagt, dass er abergläubig.

Und ich gehöre auch dazu, ich bin auch abergläubisch. Und deswegen ist es jetzt ganz passend, wenn wir uns mal über Aberglaube unterhalten.

🎵 Music

A

Es gibt unterschiedliche Phänomene des Aberglaubens in Deutschland. Manche glauben, dass sie besonders viel Glück bekommen, wenn sie ein Kleeblatt sehen, das vier Blätter hat und nicht nur drei Blätter. Dann gibt es Leute, die glauben, dass sie besonders viel Pech haben, wenn sie eine schwarze Katze sehen. Und dann gibt es Leute, die glauben, dass das Pech nur dann kommt, wenn die Katze von links nach rechts über die Straße geht.

Und andere sagen, nein, das ist genau umgekehrt, das Pech kommt dann, wenn die Katze von rechts nach links über die Straße geht. Aber da stellt sich die Frage, warum gibt es den Aberglauben überhaupt? Und wie entsteht der Aberglaube? Der Aberglaube entsteht dadurch, dass wir immer alles logisch verstehen wollen und dass wir immer logisch denken wollen. Und dabei den Zufall unterschätzen. Der Zufall hat nämlich eine große Macht in unserem Leben, und viele Dinge geschehen einfach zufällig.

Und manchmal ist es so Dass wir eine Sache logisch verstehen wollen oder eine Verbindung zwischen zwei Phänomenen annehmen, die in Wirklichkeit logisch gar nicht zu erklären ist. Zum Beispiel glauben viele Menschen an Telepathie. Telepathie bedeutet, dass man in einem bestimmten Moment an eine Freundin denkt und genau in diesem Moment ruft die Freundin an. Und dann sagen diese Menschen, oh, das war Telepathie. Ja, ich habe an die Freundin gedacht, und genau dann hat die Freundin angerufen.

Und in Wirklichkeit war das alles ein Zufall. Und wir suchen uns genau die Sachen heraus. die zufällig passiert sind und sagen dann nein das kann kein zufall gewesen sein das muss logisch erklärt werden Und da muss es eine Verbindung geben, einen Zusammenhang geben. Und so entsteht der Aber-Glaub. Und das fängt bei ganz kleinen Sachen an. Wenn man eine wichtige Prüfung in Deutschland bestehen muss, dann sagen die Freunde häufig, wir drücken dir die Daumen.

Und das bedeutet, dass sie Glückwünschen. Die Person soll viel Glück bei ihrer Prüfung haben. Und wenn man die Daumen drückt, dann soll das Glück bringen.

Aberglaube am Jahreswechsel: Tarot und Wäsche

Es gibt Zeiten im Jahr, in denen der Aberglaube ganz besonders verbreitet wird. und in denen ganz besonders viele abergläubische Phänomene passieren. Und eine dieser Zeiten, das ist der Jahreswechsel. Also die Zeit zwischen Weihnachten und den ersten Tagen im Januar. Die Zeit, also, die gerade hinter uns. Und in dieser Zeit soll es ganz viele magische und übernatürliche Dinge geben. Zum Beispiel gibt es viele Menschen, die zur Silvester Tarot-Karten löschen.

Taron-Karten, das sind diese Karten zum Vasa. Man stellt sich eine Frau vor, also meistens ist es eine Frau, und die legt dann verschiedene Karten aus, und dann kann man die Zukunft vorhersagen, wenn man daran glaubt. Das habe ich auch mal ausprobiert. Ich habe auch mal mit einer Freundin zusammen Silvester gefeiert. Und dann wollte sie gerne Tarotkarten legen. Und am Anfang hat sie für sich selbst Tarotkarten gelegt und sie war sehr zufrieden mit ihren Karten, weil eine sehr positive Zukunft.

Erschienen ist oder sie eine sehr gute Zukunft anhand dieser Karten lesen konnte. Und dann hat sie mich gefragt, ob ich nicht auch mitmachen möchte. Und ich habe gesagt, ja, ich mache auch mit. Ich werde aber nur eine Karte ziehen. Und die Karte, die ich gezogen hatte, hieß Die Welt. Ja, das war der Name, die. Und da hat sich meine Freundin sehr gefreut und sie hat gelacht und sie hat gesagt, das ist wunderbar, dass du genau diese Karte ziehst.

Das ist großartig und sie hat sich ganz dolle gefreut. Und ich konnte das überhaupt nicht verstehen, weil ich überhaupt nicht an diese Karten glaube. Und ich habe dann gesagt, ja. Ich selber verstehe das nicht und ich selber glaube nicht daran. Aber wenn es dir gut tut, dann finde ich das schön, dass wir das mit den Tarot-Karten gemacht haben. Also es macht Spaß, die Zukunft vorherzusagen, aber Glauben tue ich nicht da.

Was man übrigens an Silvester oder Neujahr auf gar keinen Fall tun darf in Deutschland, man darf keine Wäsche waschen. Und das liegt daran, dass die alten heidnischen Götter in Deutschland umherfliegen in dieser Zeit. Und man muss Angst haben, dass sich die alten heidnischen Götter in dieser Wäsche verfangen. Also, bevor es das Christentum in Deutschland gab, da haben die Menschen an Götter geglaubt.

Wodan oder Aldu oder Donna. Und diese Götter wurden verehrt, und als das Christentum dann kam, Sind die Deutschen alle Christen geworden, aber sie haben nicht aufgehört, an die alten Götter zu glauben, sondern sie haben die alten Götter in so eine düstere, gruselige Welt. Immer wenn Weihnachten oder Silvester ist, dann kommen die Geister aus dieser Welt und auch tote Geister von Toten kommen auf die Erde zurück und die verbreiten dann überall Angst und Furcht.

Und dann kommen auch diese alten Götter, Wodern und Donner und so weiter. Und man muss Angst haben, dass sie sich in der Wäsche verfangen. Also stellen wir uns vor, wir hängen draußen die Wäsche auf und die Wäsche weht im Wind. Dann kann es sein, dass die ganzen Geister und Götter kommen. und die Wäsche nicht sehen und dann verheddern sie sich in der Wäsche und kommen nicht mehr aus der Wäsche heraus.

Und das ist dann natürlich ein sehr großes Unglück, wenn dann die Hausfrau oder der Hausmann am nächsten Tag die Wäsche wieder ins Haus holen will und da überall diese alten Götter in der Wäsche hängen. Oder Geister von Toten oder so. Ja, also keine Wäsche waschen zwischen Weihnachten und Silvester. Und diese Zeit

In der die Toten und die alten Götter und die Geister zur Erde zurückkommen. Die dauert auch noch ein bisschen länger als Neujahr. Das geht so bis zum 7. Januar. Und nach dem 7. Januar darf man dann wieder Wäsche wolken.

Unglückstiere und psychologischer Einfluss des Aberglaubens

Es gibt auch einige Tiere, die Unglück bringen, nicht nur an Weihnachten oder Silvester, sondern immer, wenn man sie sieht, und zwar soll das Mauswiesel großes Unglück bringen. Das Mauswiesel, das ist so ein kleiner Marder, den sieht man relativ selten, aber wenn man ihn sieht, dann soll er großes Unglück bringen. Und ich persönlich habe meine Erlebnisse mit dem Mauswiesel. Einmal war ich im Wald, dann habe ich dieses kleine Wiesel gesehen, wie es da zwischen den Sträuchern herumlief.

Und danach habe ich Post bekommen und in diesem Brief stand, dass meine Doktorarbeit nicht gefördert wird und ich kein Geld für meine Doktorarbeit bekomme. Dieses Wiesel hat mir also großes Unglück gebracht. Ein Jahr später habe ich dann wieder dieses Mauswiesel gesehen. Und eigentlich habe ich mich gefreut. Es ist ja sehr selten und man sieht dieses Mauswiesel nicht oft. Aber am selben Tag ist meine Waschmaschine kaputt gegangen.

Dann habe ich mich geärgert. Und als ich dann zum dritten Mal dieses Wiesel gesehen hatte, da hatte ich schon Angst, weil ich gedacht habe, was geht dieses Mal schief? Geht wieder meine Waschmaschine kaputt? Aber ich habe dann herausgefunden, dass dieses Tier, das ich dreimal gesehen hatte, gar kein Mauswiesel war, sondern ein Hermelin. Und das Hermelin, das bringt gar kein Unglück.

Der Unterschied zwischen dem Mauswiesel und dem Hermelin ist nämlich, dass das Mauswiesel immer braun ist, und das Hermelin hat ein wunderbares, schönes, winterliches, weißes Fell. Und das Fell, die Satire, das ich gesehen hatte, das war immer weiß. Es kann also kein Mauswiesel gewesen sein, sondern es war ein Hermelin. Ich hatte mich also vertan, und das ist ja der beste Beweis, dass Aberglaube immer eine ziemlich dumme Sache ist.

Trotzdem beeinflusst aber Glaube aber unser Leben. Und zwar hat die Universität Köln mal ein ganz spannendes Experiment gemacht. Die Wissenschaftler haben drei Mannschaften gebildet, und diese Mannschaften sollten Golf spielen. Und diese Golfmannschaften haben drei Bälle bekommen. Und die Bälle waren alle gleich. Aber sie haben der ersten Mannschaft erzählt, dass die erste Mannschaft einen Glücksball bekommt.

Der zweiten Mannschaft haben sie gar nichts gesagt, und der dritten Mannschaft haben sie gesagt, dass sie einen Unglücksball bekommen. Also der erste Ball sollte Glück bringen, der zweite Ball sollte gar nichts bewirken und der dritte Ball sollte großes Unglück bringen. Und was ist passiert? Die erste Mannschaft hat beim Golf viel mehr Punkte geholt als die dritte Mannschaft.

Wenn man sich einbildet, mit einem Unglücksball zu spielen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu verlieren, sehr hoch. Und wenn man sich einbildet, mit einem Glücksball zu spielen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, das Spiel zu gewinnen, auch höher, weil unser Denken uns beeinflusst. Und Menschen, die an das vierblättrige Kleeblatt glauben, also Kleeblätter mit vier Blättern, oder die daran glauben, dass es Glück bringt, wenn man die Daumen drückt,

Die haben vielleicht mehr Erfolg im Leben. Während Leute, die an Freitag, den 13. glauben oder an schwarze Katzen, die Unglück bringen, vielleicht tatsächlich mehr Pech im Leben haben. Ich selber bin ein Mensch der Wissenschaft und ich versuche mich vom Aberglauben fernzuhalten. Aber ich merke auch ab und zu, wenn eine Person sagt, ich drücke dir die Daumen, dass ich dann Irgendwie so das Gefühl habe, ich könnte jetzt mehr Erfolg haben. Obwohl ich mich eigentlich als vernünftigen Menschen sehe.

Und ich glaube, dass eigentlich alle Leute ein bisschen aber gläuft. Jetzt zum Schluss interessiert mich noch, wie das bei euch in euren Ländern ist. Gibt es typische barbagläubische Phänomene in euren Ländern, an die die Menschen in euren Ländern so glauben? Schreibt es mir gerne in die Kommentare. und schreibt mir auch gerne, ob ihr selbst vielleicht ein bisschen abergläubisch seid. Das Transkript zu dieser Episode findet ihr wie immer unter www.14minuten.de

Und wenn ihr möchtet, könnt ihr Patrick und mich gerne auf Patreon unterstützen. Oder ihr könnt auch Premium-Episoden bei YouTube kaufen und ansehen. Und damit verabschiede ich mich erstmal von euch. Und wünsche euch noch eine schöne restliche Winterzeit. Tschüss!

This transcript was generated by Metacast using AI and may contain inaccuracies. Learn more about transcripts.
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